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vom 16.01.2026 PDF
#69
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Ziel muss es sein, bei den Menschen wieder mehr Begeisterung für die europäische Idee zu wecken.
#70Obwohl für immer mehr Bürger Europa im Alltag selbstverständlich ist, er- scheint die Europäische Union mit ihren zahlreichen Behörden vielen Bürgern auch als fernes Gebilde, das wenig mit ihrer persönlichen Lebenswirklichkeit zu tun hat.
#71Wir wollen daher mit unserer Politik das Vertrauen der Bürger in die Europäische Union wieder stärken.
#72Wir wollen ein Europa, das den Bür- gern dient.
#73Um das Verständnis für die europäische Politik bei den EU- Bürgern zu fördern, ist deren stärkere Begleitung durch die Medien wün-schenswert, um eine europäische Öffentlichkeit zu schaffen.
#74Gutes Regieren in Europa – Entscheidungsvorgänge verbessern Unser Leitbild ist ein bürgernahes und lebendiges Europa, das die Lebens- qualität in den Regionen sichert und die unterschiedlichen Lebensarten achtet.
#75Für uns gilt: Nicht jede Aufgabe in Europa ist auch eine Aufgabe für Euro- pa.
#76Europa darf sich nicht verzetteln, sondern muss sich auf die Aufgaben konzentrieren, die nur gesamteuropäisch bewältigt werden können.
#77Die CDU steht für die Wahrung des Subsidiaritätsgrundsatzes in Europa.
#78Wir haben er- folgreich die Regulierung von Ölkännchen in Restaurants oder Sonnenschirmen in Biergärten verhindert und werden uns auch gegen die Überregulierung von Duschköpfen einsetzen.
#79Wir wollen, dass die Europäische Union nur tätig wird, wenn sie wirksamer handeln kann als die Mitgliedstaaten mit ihren Re- gionen und Kommunen.
#80Mehr Europa muss aber nicht heißen, dass der höchste Standard zum Maßstab für alle wird.
#81Die einzelnen Mitgliedstaaten dürfen nicht überfordert werden.
#82Unser Grundgesetz verwehrt den direkten Durchgriff des Bundes auf die Kommunen.
#83Dies muss auch für die EU gelten.
#84Der EU-Vertrag selbst sieht die ausdrückliche Anerkennung kommunaler und regionaler Selbstverwaltung (Europa der Regionen) vor.
#85Er hat den nationalen Parlamenten darüber hin-8 aus die Möglichkeit gegeben, Verstöße gegen das Subsidiaritätsprinzip zu rü- gen.
#86Deshalb müssen die nationalen Parlamente enger kooperieren, um sich in den notwendigen Fällen auf eine gemeinsame Position zu einigen.
#87Wir brauchen eine wirksame Regulierungsbremse: Wenn eine qualifizierte Zahl na- tionaler Parlamente eine Verletzung des Subsidiaritätsprinzips feststellt, sollten das Europäische Parlament oder die nationalen Regierungen über den Minis-terrat ihr Recht wahrnehmen, das Gesetzgebungsverfahren zu beenden.
#88Die Entscheidungsvorgänge der Europäischen Union müssen gestrafft und nachvollziehbarer werden.
#89Wir wollen daher die EU-Gesetzgebung vereinfachen und eine unabhängige Gesetzesfolgeabschätzung einführen sowie die Zustän-digkeiten zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten – wo nötig – neu ordnen.
#90Zur Stärkung einer bürgernahen und demokratisch ver-fassten Politischen Union muss deshalb auch eine Rückführung von Zustän-digkeiten auf die nationale Ebene möglich sein.
#91Die neue Europäische Kommission muss sich bei ihren Gesetzgebungsvor-schlägen auf die wirklich notwendigen politischen Aufgaben konzentrieren.
#92Auch das Europäische Parlament und der Ministerrat müssen als Gesetzgeber die- sem Ziel folgen.
#93Das Europäische Parlament und der Europäische Rat sollten den Kommissionspräsidenten vor seiner Wahl auf dieses Ziel verpflichten.
#94Wir fordern zudem, dass die neue Europäische Kommission eine begrenzte Zahl von Vizepräsidenten erhält.
#95Bei ihnen sollen die einzelnen Fachzuständigkeiten gebündelt und ihnen die übrigen EU-Kommissare fachlich unterstellt werden.
#96Die Kommission braucht ein effizientes Kollegium mit klaren Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten.
#97Langfristig wollen wir zu einer Direktwahl des Kom-missionspräsidenten kommen.
#98Wir setzen uns für ein europaweit einheitliches Wahlverfahren zum Europäischen Parlament mit einer Sperrklausel ein.
#99Die Entscheidung über die Übertragung von Zuständigkeiten von der nationa-len Ebene auf die europäische Ebene muss bei den EU-Mitgliedstaaten ver-bleiben.
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