Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 16.03.2026 PDF
#1080
Mit unserer Umweltwirtschaftsstrategie werden wir den Vorsprung unseres Landes in der Umweltwirtschaft weiter ausbauen.
#1081
Wir wollen die mit innovativen Ideen auf diesem Feld agierenden Unternehmer*innen, aber auch Wissenschaftler*innen – unter anderem mit einer Innovationsagentur – unterstützen.
#1082
Sie soll als zentrale Ansprechpartnerin die Akteur*innen und ihr Know-how zusammenbringen, um so den Wissenstransfer op timieren und Umwelt und Klimaschutzinnovationen und Ausgründungen zu fördern.
#1083
Wir wollen NRW zu einem national und international führenden Standort für umwelt und klimaorientierte Ideen, Produkte und Dienstleistungen machen und bis 2025 rund 100.
#1084
neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft schaffen.
#1085
Mit gut 18 Prozent aller Gründungen machen neue Unternehmen mit Geschäftsideen in den Feldern Klima und Umweltschutz, Energieeinsparung und Ressourcenschonung schon jetzt den zweitgrößten Anteil im Bereich der Firmenneugründungen aus.
#1086
Passend dazu liefert der „KUER-Gründungswettbewerb“ mit zusätzlichen Angeboten – von der Potenzialanalyse bis zum Finanzierungscoaching – wichtige Impulse für diesen Wachs tumsmarkt.
#1087
Wir wollen die Synergien zwischen Umweltwirtschaft und Industrie 4.
#1088
nutzen, um neue Geschäftschancen zu erschließen.
#1089
Das Kompetenznetzwerk Umwelt wirtschaft werden wir weiterführen, branchenspezifische Ansätze in der Ressourcen wirtschaft stärken und die Chancen der Umweltwirtschaft durch Marktinitiativen und die Außenwirtschaftsförderung zusätzlich unterstützen.
#1090
Regionale und kommunale Standortinitiativen wie „Green Tech Ruhr“ oder Maßnah men der Bergischen Gesellschaft für Ressourceneffizienz im Bergischen Städtedreieck werden wir ausbauen.
#1091
Eine „Servicestelle Umweltwirtschaft“ wird Unternehmer*innen zur Seite stehen, indem sie Anwendungs und Haftungsrisiken reduziert, um lange Zeit spannen bis zur Marktreife neuer Produkte zu vermeiden.
#1092
Aufgrund der Rückmeldungen und Bedarfe der Firmen soll die Servicestelle wiederum Empfehlungen zur Weiterent wicklung von Normen und Rechtssystemen im Sinne der Unternehmen geben.
#1093
Eine nachhaltige Stahl und Chemieindustrie für den Ressourcenwandel NRW war das Land von Kohle, Stahl und Chemie mit all den Fehlentwicklungen, die auch wir GRÜNE durch unsere Arbeit – die häufig auf starken Gegenwind stieß – kor rigiert haben.
#1094
wird die Steinkohle Geschichte sein, gleichzeitig kämpft die deut sche Metall und Stahlindustrie gegen Überkapazitäten und die Folgen eines ruinösen globalen Wettbewerbs.
#1095
Nun wird die Bedeutung der chemischen Industrie für den In dustriestandort NRW weiter zunehmen und damit ihre Schlüsselrolle in fast allen Wert schöpfungsketten.
#1096
Doch jede industrielle Produktion beeinflusst die Umwelt und führt zu ökologischen Belastungen und es bleibt daher trotz aller positiven Entwicklungen die politische Aufgabe, Auswirkungen auf die Umwelt und soziale Verwerfungen, die durch industrielle Produktion entstehen, abzufedern und entsprechende Rahmenset zungen zu gestalten.
#1097
Die auf unsere Initiative eingesetzte Enquetekommission zur nachhaltigen Entwick lung des Chemiestandortes NRW hat gezeigt, wie wir eine nachhaltige Klima und Res sourcenwende mit der Chemie als Teil der Lösung schaffen können.
#1098
Vieles ist heute zwar bereits technisch möglich, aber noch nicht wirtschaftlich.
#1099
Auch bei der ökologischen Modernisierung der Chemieindustrie kämpfen wir daher weiter dafür, dass ökologische Folgekosten der chemischen Produktion vollständig eingepreist werden, damit insbe sondere der Ausstoß von CO mit einem wirksamen „Preisschild“ versehen wird, um den klimafreundlicheren Verfahren zum Erfolg zu verhelfen.
#1100
Eine Ressourcenwende ist ohne eine zukunftsweisende Chemieindustrie kaum mög lich, geht aber weit darüber hinaus und zielt auf einen anderen Umgang mit den natür lichen Ressourcen.
#1101
Trotz der bisherigen umfangreichen klimafreundlichen Maßnahmen gilt die „Kapazität der Erde“ von Jahr zu Jahr als früher ausgeschöpft.
#1102
Deshalb muss sich unsere Forschung auf eine Reduzierung des Ressourcenverbrauchs richten.
#1103
Hier sind gewaltige Anstrengungen nötig.
#1104
Ziel ist die Etablierung einer vollumfänglichen Kreis laufwirtschaft.
#1105
Für diese wirklich nachhaltige Klima und Ressourcenwende fehlen aktuell noch im mer wichtige Bausteine – beispielsweise die sonnenlichtgetriebene Herstellung von Wasserstoff.
#1106
Daher wollen wir den Prozess „Weg von den fossilen, hin zu neuen alternati ven Rohstoffquellen wie CO2“ weiter forcieren, um NRW als das Zentrum dieser Entwick- lung zu einer Chemie, die nach dem Prinzip „von der Natur lernen“ arbeitet, zu fördern.
#1107
Eine klimafreundliche, innovative und wettbewerbsfähige Stahlproduktion ist unver zichtbar für die ökologische Modernisierung der Industrie.
#1108
Unser Ziel ist es, Europas Stahlindustrie zum Technologieführer in Sachen Emissionsminderung, Energie und Ma terialeinsparung, Recycling und sektorenübergreifende Kooperationen, zum Beispiel mit der Chemieindustrie, zu machen.
#1109
Hierfür ist eine Innovationsstrategie auf nationaler und europäischer Ebene notwendig.
#1110
Investitionen in Forschung und Entwicklung sollten deshalb sowohl aus den nationalen Budgets als auch vom Europäischen Investitions fonds (EFSI) gefördert und an die genannten Ziele gekoppelt sowie der Emissionshandel zu einem schlanken und wirksamen Klimaschutzinstrument weiterentwickelt werden.


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