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vom 14.03.2026 PDF
#1103
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Hier sind gewaltige Anstrengungen nötig.
#1104Ziel ist die Etablierung einer vollumfänglichen Kreis laufwirtschaft.
#1105Für diese wirklich nachhaltige Klima und Ressourcenwende fehlen aktuell noch im mer wichtige Bausteine – beispielsweise die sonnenlichtgetriebene Herstellung von Wasserstoff.
#1106Daher wollen wir den Prozess „Weg von den fossilen, hin zu neuen alternati ven Rohstoffquellen wie CO2“ weiter forcieren, um NRW als das Zentrum dieser Entwick- lung zu einer Chemie, die nach dem Prinzip „von der Natur lernen“ arbeitet, zu fördern.
#1107Eine klimafreundliche, innovative und wettbewerbsfähige Stahlproduktion ist unver zichtbar für die ökologische Modernisierung der Industrie.
#1108Unser Ziel ist es, Europas Stahlindustrie zum Technologieführer in Sachen Emissionsminderung, Energie und Ma terialeinsparung, Recycling und sektorenübergreifende Kooperationen, zum Beispiel mit der Chemieindustrie, zu machen.
#1109Hierfür ist eine Innovationsstrategie auf nationaler und europäischer Ebene notwendig.
#1110Investitionen in Forschung und Entwicklung sollten deshalb sowohl aus den nationalen Budgets als auch vom Europäischen Investitions fonds (EFSI) gefördert und an die genannten Ziele gekoppelt sowie der Emissionshandel zu einem schlanken und wirksamen Klimaschutzinstrument weiterentwickelt werden.
#1111Doch damit wichtige Fortschritte in Bezug auf Ressourceneffizienz und CO2-Reduk tion nicht aufgrund eines unfairen Wettbewerbs auf dem internationalen Stahlmarkt bedroht werden und so tausende Arbeitsplätze in NRW in Gefahr geraten, fordern wir von der Europäischen Kommission die Stärkung handelspolitischer Schutzinstrumente.
#1112Insbesondere mit Blick auf die Debatte um den „Marktwirtschaftsstatus“ der Volksre publik China gibt es Handlungsbedarf.
#1113Gegen wettbewerbsverzerrendes Verhalten und Produkte zu Dumpingpreisen müssen effektive Schutzzölle weiter möglich sein.
#1114Zudem sollten Antisubventions und andere Ausgleichszölle stärker genutzt werden.
#1115Low Carbon – Zukunft für die Energieintensiven Nicht nur die Chemieindustrie, auch andere Unternehmen des verarbeitenden Ge werbes gehören selbstverständlich zum industriellen Kern Nordrhein-Westfalens – auch in Zukunft.
#1116Wir sind bei der ökologisch-sozialen Modernisierung des Industrielands NRW auch auf die energieintensiven Industrien in den Bereichen Stahl, Aluminium und 66 67 Papierherstellung angewiesen.
#1117Sie sind von besonderer Bedeutung für die Umwelt wirtschaft.
#1118Daher wollen wir ein Low-Carbon-Zentrum schaffen, um den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen der energieintensiven Industrie und der Wissenschaft über Low-Carbon-Technologien zu stärken und die Klimaverträglichkeit sowie die Wettbe werbsfähigkeit der energieintensiven Industrie in NRW zu optimieren.
#1119Ressourcen ge statt verbrauchen Wir wollen die Abfallvermeidung in allen Bereichen fördern und eine konsequente Kreislaufwirtschaft mit hohen ökologischen Standards stärken und weiterentwickeln.
#1120Das lineare Prinzip (von der Wiege zum Grab – Cradle to Grave) soll durch ein zirku läres Prinzip (von der Wiege zur Wiege – Cradle to Cradle) ersetzt werden.
#1121Wir setzen auf die systematische Vernetzung von Ressourcen-, Abfall-, Wasser sowie regenerati ver Energiewirtschaft und werden die begonnenen Initiativen weiterführen – darunter die Ressourcenstrategie für mineralische Rohstoffe, die Qualitätsoffensive zur besseren Verwertung und Aufbereitung von mineralischen Abfällen sowie die Phosphatrecycling strategie zur Nutzung der in NRW erschließbaren Sekundärphosphatquellen.
#1122Zahlreiche Schwermetalle (Cadmium, Nickel, Blei und andere) werden nach wie vor in der Produktion benötigt und sind deshalb in vielfältiger Weise in industriellen Schläm men enthalten.
#1123Gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft wollen wir daher eine Ini tiative zur Rohstoffrückgewinnung aus industriellen Abfallschlämmen starten.
#1124Mittel aus EU-Strukturfonds für die ökologisch-soziale Modernisierung nutzen Die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Euro päischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) spielen zusammen mit den Kofinanzierungsmit teln des Landes eine wichtige Rolle bei der ökologisch-sozialen Modernisierung der Wirtschaftsstrukturen in NRW – in den städtischen Zentren und auch in den ländlichen Räumen.
#1125Die Landesregierung hat erreicht, dass NRW in der laufenden Förderperiode 2014 – 2020 weiterhin in hohem Umfang von den EU-Fonds profitiert.
#1126Wir GRÜNE ha ben uns erfolgreich dafür starkgemacht, dass insbesondere die Mittel für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz, sozialökologische Stadtentwicklung und Agrar umweltmaßnahmen gestärkt wurden und diese Mittel zudem regional ausgewogen und den jeweiligen Bedürfnissen vor Ort entsprechend zugeteilt werden, so dass gerade auch finanzschwache Kommunen und strukturschwache Regionen davon profitieren.
#1127Bei der weiteren Umsetzung der laufenden Programme bis 2020 wollen wir die Kommunen und die anderen potenziellen Antragssteller*innen noch stärker dabei unterstützen, die Finanzhilfen abzurufen.
#1128In den Bereichen, in denen die Fonds bislang nicht intensiv ge- nutzt werden, werden wir prüfen, wie Anreize verstärkt und Barrieren abgebaut werden können.
#1129Wir werden zudem darauf achten, dass zusätzliche europäische Finanzierungs initiativen wie der sogenannte Juncker-Plan nachhaltig ausgestaltet und auch in NRW genutzt werden können.
#1130Wir werden zudem auf Bundes und EU-Ebene frühzeitig unsere Ideen für den nächs ten mehrjährigen Finanzrahmen der EU 2021 – 2027 und die nächste Förderperiode in die Diskussion einbringen.
#1131Wir treten dafür ein, dass NRW weiter im bisherigen Umfang EFRE und ESF-Mittel erhält und in der Gemeinsamen Agrarpolitik die ELER-Förderung im Vergleich zu den Direktbeihilfen gestärkt wird.
#1132Die EFRE-Mittel müssen dabei in noch stärkerem Maße für die Transformation hin zu kohlenstoffarmen Wirtschaftsstrukturen eingesetzt werden.
#1133Mindestens 30 Prozent der EFRE-Mittel sind für eine neue, integ rierte Klima und Ressourcenschutzachse eines zukünftigen operationellen Programms EFRE vorzusehen.
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