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vom 14.03.2026 PDF
#1118
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Daher wollen wir ein Low-Carbon-Zentrum schaffen, um den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen der energieintensiven Industrie und der Wissenschaft über Low-Carbon-Technologien zu stärken und die Klimaverträglichkeit sowie die Wettbe werbsfähigkeit der energieintensiven Industrie in NRW zu optimieren.
#1119Ressourcen ge statt verbrauchen Wir wollen die Abfallvermeidung in allen Bereichen fördern und eine konsequente Kreislaufwirtschaft mit hohen ökologischen Standards stärken und weiterentwickeln.
#1120Das lineare Prinzip (von der Wiege zum Grab – Cradle to Grave) soll durch ein zirku läres Prinzip (von der Wiege zur Wiege – Cradle to Cradle) ersetzt werden.
#1121Wir setzen auf die systematische Vernetzung von Ressourcen-, Abfall-, Wasser sowie regenerati ver Energiewirtschaft und werden die begonnenen Initiativen weiterführen – darunter die Ressourcenstrategie für mineralische Rohstoffe, die Qualitätsoffensive zur besseren Verwertung und Aufbereitung von mineralischen Abfällen sowie die Phosphatrecycling strategie zur Nutzung der in NRW erschließbaren Sekundärphosphatquellen.
#1122Zahlreiche Schwermetalle (Cadmium, Nickel, Blei und andere) werden nach wie vor in der Produktion benötigt und sind deshalb in vielfältiger Weise in industriellen Schläm men enthalten.
#1123Gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft wollen wir daher eine Ini tiative zur Rohstoffrückgewinnung aus industriellen Abfallschlämmen starten.
#1124Mittel aus EU-Strukturfonds für die ökologisch-soziale Modernisierung nutzen Die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Euro päischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und dem Europäischen Sozialfonds (ESF) spielen zusammen mit den Kofinanzierungsmit teln des Landes eine wichtige Rolle bei der ökologisch-sozialen Modernisierung der Wirtschaftsstrukturen in NRW – in den städtischen Zentren und auch in den ländlichen Räumen.
#1125Die Landesregierung hat erreicht, dass NRW in der laufenden Förderperiode 2014 – 2020 weiterhin in hohem Umfang von den EU-Fonds profitiert.
#1126Wir GRÜNE ha ben uns erfolgreich dafür starkgemacht, dass insbesondere die Mittel für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Ressourcenschutz, sozialökologische Stadtentwicklung und Agrar umweltmaßnahmen gestärkt wurden und diese Mittel zudem regional ausgewogen und den jeweiligen Bedürfnissen vor Ort entsprechend zugeteilt werden, so dass gerade auch finanzschwache Kommunen und strukturschwache Regionen davon profitieren.
#1127Bei der weiteren Umsetzung der laufenden Programme bis 2020 wollen wir die Kommunen und die anderen potenziellen Antragssteller*innen noch stärker dabei unterstützen, die Finanzhilfen abzurufen.
#1128In den Bereichen, in denen die Fonds bislang nicht intensiv ge- nutzt werden, werden wir prüfen, wie Anreize verstärkt und Barrieren abgebaut werden können.
#1129Wir werden zudem darauf achten, dass zusätzliche europäische Finanzierungs initiativen wie der sogenannte Juncker-Plan nachhaltig ausgestaltet und auch in NRW genutzt werden können.
#1130Wir werden zudem auf Bundes und EU-Ebene frühzeitig unsere Ideen für den nächs ten mehrjährigen Finanzrahmen der EU 2021 – 2027 und die nächste Förderperiode in die Diskussion einbringen.
#1131Wir treten dafür ein, dass NRW weiter im bisherigen Umfang EFRE und ESF-Mittel erhält und in der Gemeinsamen Agrarpolitik die ELER-Förderung im Vergleich zu den Direktbeihilfen gestärkt wird.
#1132Die EFRE-Mittel müssen dabei in noch stärkerem Maße für die Transformation hin zu kohlenstoffarmen Wirtschaftsstrukturen eingesetzt werden.
#1133Mindestens 30 Prozent der EFRE-Mittel sind für eine neue, integ rierte Klima und Ressourcenschutzachse eines zukünftigen operationellen Programms EFRE vorzusehen.
#1134Außerdem wollen wir bei allen neuen operationellen Programmen die Förderzugänge zur Stärkung der gemeinwohlorientierten und solidarischen Wirt schaft weiter verbessern.
#1135Mehr Genossenschaften für NRW Genossenschaften oder andere Rechtsformen der gemeinwohlorientierten und solida rischen Wirtschaft sind ein stabiles Standbein der nordrhein-westfälischen Wirtschaft und damit unverzichtbar.
#1136Der Sektor wächst seit Jahren kontinuierlich.
#1137Gerade bei der dezentralen Energieversorgung, bei der nachhaltigen Quartiersentwicklung und der Aufrechterhaltung einer funktionierenden Nahversorgung in ländlichen Gebieten sind diese Unternehmen ein wichtiger Baustein.
#1138Doch die Potenziale für die Neugründung von Genossenschaften sind noch längst nicht ausgeschöpft – Breitbandausbau und Kinderbetreuungsangebote könnten beispielsweise neue Betätigungsfelder sein.
#1139Wir wollen das Genossenschaftsrecht vereinfachen und den bürokratischen Aufwand für die Gründung von Genossenschaften absenken.
#1140Daher wollen wir Kleinstunternehmen, Initiativen und Vereinigungen von Bürger*innen sowie wirtschaftlich tätigen Vereinen den Status einer sogenannten kleinen Genossenschaft ermöglichen.
#1141Eine kleine Ge nossenschaft mit gemeinwohlorientierten Zielen könnte dann beispielsweise einen Dorfladen leichter und kostengünstiger bewirtschaften.
#1142Auch für die Unternehmens nachfolge können soziale Wirtschaftsmodelle interessant sein.
#1143Es braucht daher eine Initiative zur Förderung von Belegschaftsinitiativen und Genossenschaften für die Über nahme von Betrieben.
#1144Um die solidarischen Wirtschaftsunternehmen in NRW zu ver netzen und sichtbar zu machen, wollen wir sie auf einem Internetportal kartieren, auf dem auch alle vorhandenen Beratungs und Unterstützungsangebote zu finden sind.
#1145Die Finanzierungsmöglichkeiten müssen fortlaufend mit den Bedürfnissen der Unter nehmen abgeglichen werden.
#1146Die Forschung im Bereich der Genossenschaften und ihrer Finanzierung wollen wir ausbauen.
#1147Sozial, ökologisch und ökonomisch handeln Verantwortungsvolles Handeln von Unternehmen bedeutet, dass neben ökonomischen auch ökologische und soziale Aspekte in der unternehmerischen Tätigkeit eine wichtige Rolle spielen.
#1148Unzählige Unternehmen sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und werden ihr durch wirtschaftliches Handeln gerecht.
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