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vom 14.03.2026 PDF
#1166
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Die Attraktivität seiner Ballungsräume wird zukünftig auf ambitioniertem Klima und Umweltschutz beruhen.
#1167Das Internet der Dinge, die digitale Kommunikation und eine neue Teil und Tauschkultur begründen ein indus triepolitisches Muster, das nachhaltig und vorbildlich zugleich ist.
#1168Industrielle Leit märkte der Zukunft sind für das Ruhrgebiet unter anderem E-Mobilität bzw.
#1169E-Logistik, Effizienztechnologien wie die ressourcensparende Herstellung von Bau und Werkstof fen aus Altmaterial, Medizintechnik, Mikro und Nanotechnologie sowie die abfallarme 3-D-Druckertechnologie.
#1170Und es ist schon viel passiert: Die Städte an der Ruhr sind beispielsweise führend in der Umweltwirtschaft, was nicht zuletzt eine große Anzahl von Patentanmeldungen unterstreicht.
#1171In diesem Sektor sind zehntausende neue Arbeitsplätze entstanden.
#1172Das Ruhrgebiet ist Standort renommierter Hochschulen mit einem vielfältigen Angebot.
#1173Wir wollen die zukunftsweisenden Ideen, die dort entstehen, umsetzen.
#1174Wir GRÜNE wissen, dass wir dringend weitere ökologische Wachstumsimpulse be nötigen, gerade im Ruhrgebiet.
#1175Trotz in Teilen positiver wirtschaftlicher Entwicklung ist die Arbeitslosigkeit dort nach wie vor hoch.
#1176Aufgrund der massiven Überschuldung fast aller Kommunen sind die finanziellen Spielräume nicht ausreichend für nötige Ersatzinvestitionen.
#1177Die zahlreichen Universitäten und Forschungseinrichtungen des Ruhrgebiets bilden ein enormes Potenzial für die zukünftige wirtschaftliche Entwick lung.
#1178Durch die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Forschung Wissenschaft und regionalen Unternehmen sowie der Gründung neuer Unternehmen – zum Beispiel in Technologiezentren – kann so langfristig ein nachhaltiger Erfolg entstehen.
#1179Die Vergleiche mit anderen Regionen unseres Landes zeigen, dass ein breit aufgestell ter Mittelstand ein wichtiger Faktor für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung ist.
#1180Wir brauchen daher auch eine Kursänderung im Bereich der Wirtschaftsförderung, die sich anders als bisher verstärkt am Mittelstand und am Handwerk orientieren muss.
#1181Auch konsequente interkommunale Zusammenarbeit ist dringend notwendig.
#1182Das „Kirchturmdenken“ muss überwunden, die Kooperation zwischen den Kommunen ver bessert werden, um Verwaltungsabläufe, aber auch die Standortpolitik zu optimieren.
#1183Wir wollen die ökologisch-industrielle Zukunft des Ruhrgebiets mit einer umfassen- den „Strukturoffensive grünes Ruhrgebiet“ begleiten und vorantreiben – gemeinsam mit 70 71 Unternehmen, Wissenschaft, Forschung und vor allem mit den Menschen in den Städten und Quartieren vor Ort.
#1184Wir wollen das Ruhrgebiet stärken – als eine europäische Indus trieregion im Grünen, die sich an den Chancen der Umweltwirtschaft sowie einer nach haltigen und menschenfreundlichen Stadtentwicklung und Verkehrspolitik orientiert.
#1185Einer Region, die zusammenführt, was zusammengehört und zusammen geht: intakte Natur und kraftvolle Industrie und Wirtschaft.
#1186Essen, Europas grüne Hauptstadt 2017, ist auf dem Weg dahin ein Leuchtturmprojekt mit überregionaler Strahlkraft.
#1187Neuer Umgang mit den Dingen: Sharing, Prosuming, Re-Use Nicht nur auf der Seite der Produktion, sondern auch auf der der Konsument*innen zeichnet sich ein deutlicher Wandel ab: hin zu gemeinschaftlichen Nutzungsformen (Sharing-Ökonomie), zur Kopplung von Produktion und Konsum (Prosuming), zur Wie derverwertung und einer Repair-Kultur, wie sie in den zahlreichen Repair-Cafés konkret wird.
#1188Um diese Formen der nachhaltigen Nutzung von Produkten zu fördern, wollen wir Netzwerke für Qualität, Marketing und Konsum wiederverwendbarer Güter schaffen und unterstützen.
#1189kologisch-soziale Modernisierung – das wollen wir GRÜNE: ■ bis 2025 rund 100.
#1190neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Umweltwirtschaft, da für unterstützen wir Unternehmer*innen, unter anderem mit einer Innovationsagentur ■ Ressourcen ge statt verbrauchen und dafür eine konsequente Kreislaufwirtschaft weiterentwickeln ■ Mittel aus den EU-Strukturfonds nachhaltig ausgestalten ■ mehr Genossenschaften: Dafür senken wir den bürokratischen Aufwand und geben Unterstützung ■ Unternehmer*innen dabei begleiten, ökologisch und sozial verantwortlich zu handeln und sie gegenüber Dumpingkonkurrenz besserstellen ■ eine umfassende Strukturoffensive für ein „grünes Ruhrgebiet“ GRÜNE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG Auch wenn Nordrhein-Westfalen oft als Land der Großindustrie gesehen wird, zählen über 99 Prozent der hiesigen Betriebe zu den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).
#1191Sie stellen 80 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze bereit.
#1192Als wichtige Partner*innen bei der Aus und Weiterbildung der Fachkräfte von morgen bilden diese Betriebe aus Handel, Handwerk, Produktions und Dienstleitungsgewerbe sowie der freien Berufe das Rückgrat einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung in NRW.
#1193Außer zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen trägt unter anderem das Handwerk zur ökologischen Erneuerung, zum Erreichen einer klimaneutralen Gesell- schaft und zur regionalen Wertschöpfung bei.
#1194Um den wirtschaftlichen Strukturwandel erfolgreich bestreiten und neue Lösungsansätze entwickeln zu können, brauchen wir neben den bereits heute bestehenden Unternehmen auch Impulse durch Existenzgrün dungen.
#1195Wir wollen das Profil NRWs als eines starken und zukunftsorientierten Wirtschafts standorts weiter festigen, indem wir unsere Wirtschaftsförderung an Gemeinwohlzielen und Klimaschutzleitlinien ausrichten.
#1196Dabei nehmen wir insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen als Antrieb des grünen Wirtschaftsmotors in den Fokus.
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