Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 17.03.2026 PDF
#119
Wir können nur erhalten, was uns erhält, wenn wir endlich ernst machen beim Klimaschutz.
#120
Für das Energieland Nr.
#121
in Deutschland bedeutet das: NRW muss Klimaschutz-Land Nr.
#122
in Deutschland werden.
#123
NATURSCHUTZ – NATURERBE SCHÜTZEN Der Schutz der biologischen Vielfalt steht als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe im Zentrum unserer Naturschutzpolitik und erfordert ein umfassendes, ganzheitliches Denken.
#124
Rasante Veränderungen, unter anderem bedingt durch Klimawandel, industria lisierte Landwirtschaft und den immer noch fortschreitenden Flächenverbrauch, stehen diesem Ziel jedoch zunehmend entgegen.
#125
Lebensstil und Wirtschaftsweise insbeson dere in den Industrieländern bewirken im unmittelbaren Umfeld, aber auch in anderen Regionen der Welt einen dramatischen Verlust an Lebensräumen und Arten.
#126
Zur Bewahrung der biologischen Vielfalt ist es notwendig, naturnahe Landschaften ebenso wie gewachsene Kulturlandschaften in einem integrierten, ganzheitlichen An satz zu erhalten.
#127
Bienen und andere Insekten sind unverzichtbar für die Sicherung der Ernährungsgrundlage einer wachsenden Weltbevölkerung.
#128
Monokulturen, Parasiten und Pflanzenschutzmittel haben jedoch weltweit zu einem rasanten Bienensterben geführt.
#129
Wir müssen vielfältige, arterhaltende Bewirtschaftungsweisen fördern und setzen uns für eine Ökologisierung der Landwirtschaft sowie eine naturnahe, zukunftsorientierte und nachhaltige Waldwirtschaft ein.
#130
Das gilt auch für die ökologische Ausrichtung der Landwirtschaft und der Waldnutzung.
#131
Ebenso müssen Wasserwirtschaft, Jagd und Fischerei an ökologischen Aspekten ausgerichtet werden.
#132
Denn wir wollen den Naturschatz vor unserer Haustür flächen deckend mit allen regionaltypischen Besonderheiten erhalten und nachfolgenden Generationen ein intaktes Naturerbe übergeben.
#133
Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Mit der Biodiversitätsstrategie NRW haben wir die Weichen für einen ambitionierten Schutz der Arten und Lebensraumvielfalt gestellt und durch die Weiterentwicklung des Landschaftsgesetzes zu einem umfassenden Landesnaturschutzgesetz das Fundament zur Wahrnehmung des Verfassungsauftrages für die Naturschutzförderung geschaffen.
#134
Eine besondere Chance für die Biodiversität bieten die zukünftig rund 100 Wildnis-Ent wicklungsgebiete, in denen alle Naturvorgänge in ihrer natürlichen Dynamik ablaufen können.
#135
Für einen umfassenden Biotopverbund sind gut 15 Prozent der Landesfläche als „Bereiche für den Schutz der Natur“ gesichert.
#136
In diesen Vorranggebieten für den Naturschutz sind Nutzungen ausgeschlossen, die mit dem Naturschutz nicht vereinbar sind.
#137
Im Ranking der Bundesländer beim Schutz unserer Wälder liegen wir nach Ausweis der Umweltorganisation Greenpeace auf Platz drei der 16 Bundesländer.
#138
Diese Politik zum Schutz von Umwelt und Natur wollen wir weiterführen.
#139
Stiftung Naturerbe Die für die Bewahrung des Naturerbes wichtigen Grundstücke aus dem Landesvermö gen Nordrhein-Westfalens sollen in einer Stiftung zusammengefasst werden.
#140
Diese Flä chen im Eigentum aller Bürger*innen des Landes gilt es bestmöglich zu strukturieren und für den Naturschutz zu sichern.
#141
Zweiter Nationalpark in NRW Der erste und bisher einzige NRW-Nationalpark in der Eifel ist ein großer Erfolg.
#142
Seit 2007 hat sich die Zahl der Besucher fast verdoppelt.
#143
Der Bruttoumsatz ist durch den Nationalparktourismus seit 2007 von acht auf inzwischen 30 Millionen Euro ange stiegen und dementsprechend hat auch die Zahl der Arbeitsplätze zugenommen.
#144
Ein Nationalpark stärkt die Region und schafft neue Perspektiven.
#145
Deshalb wollen wir die Einrichtung eines Nationalparks Senne unter Federführung des Landes umsetzen und die natürliche Entwicklung des Nationalparks Eifel konsequent vorantreiben.
#146
Vorsorgender Natur und Artenschutz Über den Naturschutz in Naturschutzgebieten hinaus brauchen wir einen integrierten Ansatz, der für möglichst viele weitere Flächen Anwendung findet.
#147
Neben den entspre chenden Maßnahmen in der Landwirtschaft wollen wir ein Konzept für ein Netz von Flächen in öffentlicher Hand innerhalb der intensiv genutzten Agrarlandschaft erar beiten, das entlang von Straßen, Wegen und Bahnlinien Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen schafft.
#148
Flächen, die sich im Innen und Außenbereich bereits in öffentlicher Hand befinden, müssen ökologisch sinnvoll gepflegt werden.
#149
Zu den dafür notwendigen Maßnahmen zählt es, die illegale Überackerung von öffentlichen Flächen zu beenden.


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