Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 17.03.2026 PDF
#1541
NRW is(s)t gut“ und „Heimat schmeckt gut“ sind dabei Leitmotive.
#1542
Unser Ziel ist es, regionale Ansätze und Aktivitäten über den Konsum und den Genuss zu entwickeln.
#1543
In NRW werden von vielen kleineren und größeren Initiativen historische Obst und Gemüsesorten erhalten sowie historische und regionale Tierrassen gezüchtet.
#1544
Diesen Genpool als Zuchtbasis für regional angepasste Obst und Gemüsesorten für den öko logischen Landbau zu erhalten und die identitätsstiftende Wirkung regionaler Sorten, Rassen und ihrer Produkte zu nutzen, ist uns etwas wert.
#1545
Deshalb werden wir den Anbau regionaler und historischer Obst und Gemüsesorten und die Haltung regionaler Nutz tierrassen bei Landwirt*innen und Initiativen ebenso fördern wie deren züchterische Bearbeitung.
#1546
Der von uns ins Leben gerufene runde Tisch „Wertschätzung Lebensmittel“ wird auch in Zukunft gegen Lebensmittelverschwendung und für eine neue Kultur der Wertschät zung dessen, was auf unseren Tisch kommt, arbeiten.
#1547
Wir setzen uns für ein Wegwerf verbot für Lebensmittel nach französischem Vorbild ein, demnach Händler*innen nicht verkaufte Nahrungsmittel spenden, verarbeiten, als Tierfutter verwenden oder kompos tieren müssen.
#1548
Kauf und Pachtpreisbremse – Bäuer*innenland in Bäuer*innenhand Angesichts steigender Kauf und Pachtpreise wollen wir bäuerlichen Betrieben einen besseren Zugriff auf Grundstücke ermöglichen.
#1549
Hierzu streben wir eine Miet und Pacht preisbremse sowie mehr Transparenz der regionalen Märkte an.
#1550
Damit wollen wir die Landwirt*innen vor Ort stärken und sie bei Kauf und Pacht von landwirtschaftlicher Nutzfläche besserstellen: Bäuer*innenland gehört in Bäuer*innenhand.
#1551
Reduzierung von Schadstoffeinträgen aus der Landwirtschaft – sauber ackern, die Natur schützen Wir treten für die Ökologisierung der Landbewirtschaftung ein, die wir gesellschaftlich weiter verankern wollen.
#1552
Eine intakte Umwelt und Kulturlandschaften kommen sowohl den Menschen als auch dem Naturschutz zugute.
#1553
Wir bringen beides zusammen und wollen die Belastungen durch Pestizide aus der Landwirtschaft und die Ausbringung von Gülle verringern, damit die Artenvielfalt zu Land und im Wasser sich erholt.
#1554
Vorsor gender Gesundheitsschutz ist ein hohes Gut.
#1555
Durch sauberes Wasser und intakte Böden sorgen wir für unbelastete Lebensmittel.
#1556
Auf Bundesebene setzen wir uns für ein Pes tizid-Reduktionsprogramm ein und sorgen dafür, dass es keine weitere Zulassung von Mitteln wie Glyphosat und Neonikotinoiden gibt, wenn sie die Artenvielfalt und Gesund heit gefährden.
#1557
hnlich wie bei den Antibiotika in der Tierhaltung streben wir auch bei den sogenannten Pflanzenschutzmitteln einen Systemwechsel an.
#1558
Im Mittelpunkt soll zukünftig die Pflanzengesundheit stehen.
#1559
Die entsprechende Rechtsetzung muss sich von einem Zulassungsrecht weg und hin zu einem Anwendungsrecht mit klaren Reduk tionszielen und der Priorität für biologische und ökologisch verträgliche Substanzen wandeln.
#1560
Die Nitrat und Stickstoffeinbringungen aus der Landwirtschaft sind die Hauptverur sacher des Nitrates in den Gewässern, insbesondere im Grundwasser.
#1561
Um die Nitratwer te der Gewässer nennenswert zu senken, bedarf es einer zeitnahen Kurskorrektur in der Landwirtschaft.
#1562
Eine effektive Möglichkeit ist eine Abgabe auf ausgebrachte Gülle und andere stickstoffhaltige Produkte auf landwirtschaftliche Flächen.
#1563
Um die bäuerliche Landwirtschaft, die uns hilft, die regionaltypischen Besonderheiten zu bewahren, nicht zu belasten, sollen für kleinere Betriebe entlastende Freibeträge eingeführt werden.
#1564
Die Düngeverordnung soll so formuliert werden, dass Nitrateinträge in die Gewässer überprüfbar minimiert werden sowie die gewässerschonende Landbewirtschaftung flä chendeckend betrieben und über Hoftorbilanzen zur besseren Steuerung der Stickstoff kreisläufe dokumentiert wird.
#1565
Güllelagerstätten sollen mit baulichen Auffanganlagen versehen werden, so dass bei Unfällen die Gülle nicht in die Gewässer oder den Boden gelangen kann.
#1566
Zum Schutz von Boden und Klima wollen wir außerdem die Humusge halte unserer landwirtschaftlichen Flächen erhöhen.
#1567
Der unkonkrete Rechtsbegriff „gute fachliche Praxis“ muss konkretisiert werden.
#1568
Dazu gehört eine bundesweite, verbindliche Definition, die den Schutz von Wasser, Luft und Natur sichert.
#1569
Dafür werden wir uns einsetzen.
#1570
Immer größere, breitere und schwerere Fahrzeuge in der Landwirtschaft stellen für die Infrastruktur ein Problem dar.
#1571
Die Lösung liegt nicht in der Verbreiterung der Straßen.


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