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vom 17.03.2026 PDF
#1552
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Eine intakte Umwelt und Kulturlandschaften kommen sowohl den Menschen als auch dem Naturschutz zugute.
#1553Wir bringen beides zusammen und wollen die Belastungen durch Pestizide aus der Landwirtschaft und die Ausbringung von Gülle verringern, damit die Artenvielfalt zu Land und im Wasser sich erholt.
#1554Vorsor gender Gesundheitsschutz ist ein hohes Gut.
#1555Durch sauberes Wasser und intakte Böden sorgen wir für unbelastete Lebensmittel.
#1556Auf Bundesebene setzen wir uns für ein Pes tizid-Reduktionsprogramm ein und sorgen dafür, dass es keine weitere Zulassung von Mitteln wie Glyphosat und Neonikotinoiden gibt, wenn sie die Artenvielfalt und Gesund heit gefährden.
#1557hnlich wie bei den Antibiotika in der Tierhaltung streben wir auch bei den sogenannten Pflanzenschutzmitteln einen Systemwechsel an.
#1558Im Mittelpunkt soll zukünftig die Pflanzengesundheit stehen.
#1559Die entsprechende Rechtsetzung muss sich von einem Zulassungsrecht weg und hin zu einem Anwendungsrecht mit klaren Reduk tionszielen und der Priorität für biologische und ökologisch verträgliche Substanzen wandeln.
#1560Die Nitrat und Stickstoffeinbringungen aus der Landwirtschaft sind die Hauptverur sacher des Nitrates in den Gewässern, insbesondere im Grundwasser.
#1561Um die Nitratwer te der Gewässer nennenswert zu senken, bedarf es einer zeitnahen Kurskorrektur in der Landwirtschaft.
#1562Eine effektive Möglichkeit ist eine Abgabe auf ausgebrachte Gülle und andere stickstoffhaltige Produkte auf landwirtschaftliche Flächen.
#1563Um die bäuerliche Landwirtschaft, die uns hilft, die regionaltypischen Besonderheiten zu bewahren, nicht zu belasten, sollen für kleinere Betriebe entlastende Freibeträge eingeführt werden.
#1564Die Düngeverordnung soll so formuliert werden, dass Nitrateinträge in die Gewässer überprüfbar minimiert werden sowie die gewässerschonende Landbewirtschaftung flä chendeckend betrieben und über Hoftorbilanzen zur besseren Steuerung der Stickstoff kreisläufe dokumentiert wird.
#1565Güllelagerstätten sollen mit baulichen Auffanganlagen versehen werden, so dass bei Unfällen die Gülle nicht in die Gewässer oder den Boden gelangen kann.
#1566Zum Schutz von Boden und Klima wollen wir außerdem die Humusge halte unserer landwirtschaftlichen Flächen erhöhen.
#1567Der unkonkrete Rechtsbegriff „gute fachliche Praxis“ muss konkretisiert werden.
#1568Dazu gehört eine bundesweite, verbindliche Definition, die den Schutz von Wasser, Luft und Natur sichert.
#1569Dafür werden wir uns einsetzen.
#1570Immer größere, breitere und schwerere Fahrzeuge in der Landwirtschaft stellen für die Infrastruktur ein Problem dar.
#1571Die Lösung liegt nicht in der Verbreiterung der Straßen.
#1572An der Unterhaltung müssen auch die Verursacher*innen angemessen beteiligt werden.
#1573Gentechnik verhindern, Marktmacht begrenzen Zum Schutz der Verbraucher*innen setzen wir uns nach wie vor für gentechnikfreie Le bensmittel und eine gentechnikfreie Landwirtschaft ein.
#1574Wir werden uns weiterhin auf Landes und Bundesebene durch Bundesratsinitiativen sowie auf EU-Ebene für ein Ver bot des Anbaus, des Handels und der Einfuhr von gentechnisch veränderten Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln stark machen.
#1575Die Fusion der Leverkusener Bayer AG mit dem auf Agro-Gentechnik spezialisierten Konzern Monsanto lehnen wir ab.
#1576Sie führt zu einer enormen Marktmacht im bereits hochkonzentrierten Markt für Saatgut und Pestizide.
#1577Landwirt*innen und Verbrau cher*innen haben das Nachsehen.
#1578Der Lobbydruck gegen ein Verbot von Glyphosat oder beim Thema Gentechnik in Europa steigt.
#1579Aus unserer Sicht hätte die Fusion durch die EU-Kommission untersagt werden müssen.
#1580Sie hätte berücksichtigen müssen, dass Saat gut und Pestizide immer stärker als Koppelprodukte angeboten werden.
#1581Europäische Agrarpolitik – öffentliches Geld für öffentliche Güter Der Grundsatz der gemeinsamen Agrarpolitik in Europa muss lauten: „öffentliches Geld für öffentliche Güter“.
#1582Der Umbau der Tierhaltung, die gerechtere Verteilung der europä ischen Fördermittel und die weitere Umschichtung von EU-Finanzmitteln in die zweite Säule zum Ausbau von Agrarumweltprogrammen, von klimaschonender Landbewirtschaf tung und des ökologischen Landbaus sind für uns Kernelemente der Neuausrichtung der europäischen Agrarpolitik.
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