Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 17.03.2026 PDF
#1559
Die entsprechende Rechtsetzung muss sich von einem Zulassungsrecht weg und hin zu einem Anwendungsrecht mit klaren Reduk tionszielen und der Priorität für biologische und ökologisch verträgliche Substanzen wandeln.
#1560
Die Nitrat und Stickstoffeinbringungen aus der Landwirtschaft sind die Hauptverur sacher des Nitrates in den Gewässern, insbesondere im Grundwasser.
#1561
Um die Nitratwer te der Gewässer nennenswert zu senken, bedarf es einer zeitnahen Kurskorrektur in der Landwirtschaft.
#1562
Eine effektive Möglichkeit ist eine Abgabe auf ausgebrachte Gülle und andere stickstoffhaltige Produkte auf landwirtschaftliche Flächen.
#1563
Um die bäuerliche Landwirtschaft, die uns hilft, die regionaltypischen Besonderheiten zu bewahren, nicht zu belasten, sollen für kleinere Betriebe entlastende Freibeträge eingeführt werden.
#1564
Die Düngeverordnung soll so formuliert werden, dass Nitrateinträge in die Gewässer überprüfbar minimiert werden sowie die gewässerschonende Landbewirtschaftung flä chendeckend betrieben und über Hoftorbilanzen zur besseren Steuerung der Stickstoff kreisläufe dokumentiert wird.
#1565
Güllelagerstätten sollen mit baulichen Auffanganlagen versehen werden, so dass bei Unfällen die Gülle nicht in die Gewässer oder den Boden gelangen kann.
#1566
Zum Schutz von Boden und Klima wollen wir außerdem die Humusge halte unserer landwirtschaftlichen Flächen erhöhen.
#1567
Der unkonkrete Rechtsbegriff „gute fachliche Praxis“ muss konkretisiert werden.
#1568
Dazu gehört eine bundesweite, verbindliche Definition, die den Schutz von Wasser, Luft und Natur sichert.
#1569
Dafür werden wir uns einsetzen.
#1570
Immer größere, breitere und schwerere Fahrzeuge in der Landwirtschaft stellen für die Infrastruktur ein Problem dar.
#1571
Die Lösung liegt nicht in der Verbreiterung der Straßen.
#1572
An der Unterhaltung müssen auch die Verursacher*innen angemessen beteiligt werden.
#1573
Gentechnik verhindern, Marktmacht begrenzen Zum Schutz der Verbraucher*innen setzen wir uns nach wie vor für gentechnikfreie Le bensmittel und eine gentechnikfreie Landwirtschaft ein.
#1574
Wir werden uns weiterhin auf Landes und Bundesebene durch Bundesratsinitiativen sowie auf EU-Ebene für ein Ver bot des Anbaus, des Handels und der Einfuhr von gentechnisch veränderten Pflanzen, Tieren und Lebensmitteln stark machen.
#1575
Die Fusion der Leverkusener Bayer AG mit dem auf Agro-Gentechnik spezialisierten Konzern Monsanto lehnen wir ab.
#1576
Sie führt zu einer enormen Marktmacht im bereits hochkonzentrierten Markt für Saatgut und Pestizide.
#1577
Landwirt*innen und Verbrau cher*innen haben das Nachsehen.
#1578
Der Lobbydruck gegen ein Verbot von Glyphosat oder beim Thema Gentechnik in Europa steigt.
#1579
Aus unserer Sicht hätte die Fusion durch die EU-Kommission untersagt werden müssen.
#1580
Sie hätte berücksichtigen müssen, dass Saat gut und Pestizide immer stärker als Koppelprodukte angeboten werden.
#1581
Europäische Agrarpolitik – öffentliches Geld für öffentliche Güter Der Grundsatz der gemeinsamen Agrarpolitik in Europa muss lauten: „öffentliches Geld für öffentliche Güter“.
#1582
Der Umbau der Tierhaltung, die gerechtere Verteilung der europä ischen Fördermittel und die weitere Umschichtung von EU-Finanzmitteln in die zweite Säule zum Ausbau von Agrarumweltprogrammen, von klimaschonender Landbewirtschaf tung und des ökologischen Landbaus sind für uns Kernelemente der Neuausrichtung der europäischen Agrarpolitik.
#1583
Mit neuen Fördermodellen, die Umweltverträglichkeit und Arbeitsaufwand berücksichtigen, wollen wir die bäuerliche Landwirtschaft in NRW stärken.
#1584
Angesichts der Marktkrisen und der miserablen Einkommenssituation der land wirtschaftlichen Betriebe werden wir ein „Zukunftsprogramm bäuerliche Landwirtschaft – für ein Bündnis von Verbrauchern und Landwirtschaft“ erarbeiten.
#1585
Beratungszentrum für nachhaltige Landwirtschaft Für die Erhaltung von regionalen Strukturen und der damit verbundenen Chance für Wertschöpfung und Beschäftigung müssen verschiedenste Bereiche auf den Prüfstand.
#1586
Dazu gehören der Abbau von Bürokratie, die Nutzung von Handlungsspielräumen zu gunsten des Handwerks sowie die Förderung von Qualifikation und Ausbildung.
#1587
Weitere Maßnahmen sind Marketingkonzepte und die Unterstützung von Investitionen im Rah men des „NRW-Programms ländlicher Raum“, um die lokale Verankerung zu verstetigen.
#1588
Made in NRW“ soll aber auch in den Städten zur Marke heranreifen und für gute Le bensmittel aus artgerechter Tierhaltung und umweltschonender Landwirtschaft stehen.
#1589
Information, Beratung und Vernetzung können zu ökologischerer Produktion und dem Konsum ökologisch produzierter Lebensmittel beitragen.


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