Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 17.03.2026 PDF
#1575
Die Fusion der Leverkusener Bayer AG mit dem auf Agro-Gentechnik spezialisierten Konzern Monsanto lehnen wir ab.
#1576
Sie führt zu einer enormen Marktmacht im bereits hochkonzentrierten Markt für Saatgut und Pestizide.
#1577
Landwirt*innen und Verbrau cher*innen haben das Nachsehen.
#1578
Der Lobbydruck gegen ein Verbot von Glyphosat oder beim Thema Gentechnik in Europa steigt.
#1579
Aus unserer Sicht hätte die Fusion durch die EU-Kommission untersagt werden müssen.
#1580
Sie hätte berücksichtigen müssen, dass Saat gut und Pestizide immer stärker als Koppelprodukte angeboten werden.
#1581
Europäische Agrarpolitik – öffentliches Geld für öffentliche Güter Der Grundsatz der gemeinsamen Agrarpolitik in Europa muss lauten: „öffentliches Geld für öffentliche Güter“.
#1582
Der Umbau der Tierhaltung, die gerechtere Verteilung der europä ischen Fördermittel und die weitere Umschichtung von EU-Finanzmitteln in die zweite Säule zum Ausbau von Agrarumweltprogrammen, von klimaschonender Landbewirtschaf tung und des ökologischen Landbaus sind für uns Kernelemente der Neuausrichtung der europäischen Agrarpolitik.
#1583
Mit neuen Fördermodellen, die Umweltverträglichkeit und Arbeitsaufwand berücksichtigen, wollen wir die bäuerliche Landwirtschaft in NRW stärken.
#1584
Angesichts der Marktkrisen und der miserablen Einkommenssituation der land wirtschaftlichen Betriebe werden wir ein „Zukunftsprogramm bäuerliche Landwirtschaft – für ein Bündnis von Verbrauchern und Landwirtschaft“ erarbeiten.
#1585
Beratungszentrum für nachhaltige Landwirtschaft Für die Erhaltung von regionalen Strukturen und der damit verbundenen Chance für Wertschöpfung und Beschäftigung müssen verschiedenste Bereiche auf den Prüfstand.
#1586
Dazu gehören der Abbau von Bürokratie, die Nutzung von Handlungsspielräumen zu gunsten des Handwerks sowie die Förderung von Qualifikation und Ausbildung.
#1587
Weitere Maßnahmen sind Marketingkonzepte und die Unterstützung von Investitionen im Rah men des „NRW-Programms ländlicher Raum“, um die lokale Verankerung zu verstetigen.
#1588
Made in NRW“ soll aber auch in den Städten zur Marke heranreifen und für gute Le bensmittel aus artgerechter Tierhaltung und umweltschonender Landwirtschaft stehen.
#1589
Information, Beratung und Vernetzung können zu ökologischerer Produktion und dem Konsum ökologisch produzierter Lebensmittel beitragen.
#1590
Deshalb wollen wir diese in einem Beratungszentrum für nachhaltige Landwirtschaft zusammenführen.
#1591
Landwirtschaft – das wollen wir GRÜNE: ■ Klasse statt Masse: die Nutztierhaltung an Tierschutz, Umwelt und Gesundheitsschutz ausrichten ■ die bäuerliche und die ökologische Landwirtschaft stärken ■ die heimische Milchwirtschaft mit einem Weidemilchsiegel für NRW stärken ■ mit einer Kauf und Pachtpreisbremse Bäuer*innen den Zugriff auf Agrarflächen sichern EUROPÄISCHE WIRTSCHAFTS UND FREIHANDELSPOLITIK NRW liegt im Herzen Europas.
#1592
Wirtschaftspolitik ist heute ohne die europäische Ebe ne nicht mehr denkbar.
#1593
Nordrhein-Westfalen profitiert besonders von der europäischen Vereinigung – gerade ökonomisch.
#1594
Hiesige Unternehmen sind europa und weltweit aktiv.
#1595
Für Investoren aus dem EU und dem weiteren Ausland ist Nordrhein-Westfalen wiederum aufgrund der zentralen Lage, aber auch aufgrund seiner Größe ein interes santer und bedeutender Wirtschaftsmarkt und -standort.
#1596
Erfolg bedeutet aber zugleich Verantwortung.
#1597
Die intensive Einbindung in den internationalen Handel ist nicht nur ein zentraler Baustein unseres Erfolges, sie verpflichtet uns auch dazu, uns für faire, nach haltige Produktionsbedingungen in NRW und in unseren Partnerländern einzusetzen.
#1598
Gemeinsam sind die Mitgliedsstaaten der EU verpflichtet, ihre demokratischen Mit wirkungsrechte, aber auch hiesige Standards und Werte des Wirtschaftens zu schützen.
#1599
Handel und Warenverkehr können Bausteine des Wohlstands sein.
#1600
Allerdings braucht der Handel soziale und ökologische Leitplanken.
#1601
Diese fehlen bei dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) und dem ausverhandelten Abkommen CETA (Comprehensive Economic and Trade Agreement) oder auch dem derzeit verhandelten Dienstleistungsabkommen TiSA (Trade in Services Agreement).
#1602
Die umstrittenen Freihandelsabkommen lassen unter anderem negative Folgen für die kommunale Daseinsvorsorge und europäische Standards befürchten, bei spielsweise in den Bereichen Produktsicherheit, Gesundheits-, Sozial-, Umwelt-, Klima-, Lebensmittel und Tierschutz, Verbraucher*innen und Datenschutzrechte sowie Schutz rechte für Arbeitnehmer*innen.
#1603
Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Für uns GRÜNE ist die Vernetzung mit unseren europäischen Nachbar*innen selbstver ständlich.
#1604
Wir haben uns gemeinsam mit zahlreichen weiteren Akteur*innen unter an derem für eine gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik eingesetzt.
#1605
Im Oktober 2013 haben wir die Benelux-Strategie des Landes beschlossen.


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