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vom 17.03.2026 PDF
#1610
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Darin unterstreichen wir die Kooperation und die Notwendigkeit von Projekten, unter anderem im Bereich Wirtschaft.
#1611Auch zu den Vereinigten Staaten von Amerika und zu Kanada pflegt NRW freund schaftliche und wirtschaftliche Kontakte.
#1612Bei den umstrittenen und von uns abgelehn ten Freihandelsabkommen TTIP und CETA mit den USA bzw.
#1613Kanada haben wir GRÜNE aber schon früh auf die Gefahren für unsere europäischen Standards, unsere mittelstän dische Wirtschaft und nicht zuletzt auch für unsere rechtsstaatlichen Prinzipien hinge wiesen.
#1614So haben wir dazu beigetragen, dass der Bereich der audiovisuellen Medien bei den TTIP-Verhandlungen ausgenommen wurde.
#1615Gemeinsam und nachhaltig wirtschaften in Europa Gerade die Erfahrungen der Wirtschafts und Finanzkrise und die ersten Folgen des Bre xit-Votums für Unternehmen zeigen, dass wir mehr Europa brauchen und dass natio nale Eigensucht und Alleingänge keinen Platz in einer modernen, globalisierten Welt haben.
#1616Die europäischen Verträge müssen zukunftsfähig weiterentwickelt werden.
#1617Spar politik ist keine Lösung, um die Krise zu überwinden.
#1618Wir benötigen eine europaweite, engagierte Initiative für ein nachhaltiges Wachstum und eine gemeinsame europäische Wirtschaftspolitik.
#1619Sie ist ein Aspekt eines vertieften Europas und unentbehrlich für das Funktionieren der Wirtschafts und Währungsunion.
#1620Zum Abbau der makroökonomischen Ungleichgewichte und Leistungsbilanzüberschüsse oder -defizite müssen die EU-Mit gliedsstaaten die länderspezifischen Empfehlungen der EU-Kommission ernst nehmen.
#1621Deutschland sollte seinen jährlich steigenden Leistungsbilanzüberschuss, der seit Jahren deutlich über der Stabilitätsgrenze von 6 Prozent des BIP liegt, endlich reduzieren.
#1622Hierzu sind deutlich verstärkte Investitionen, zum Beispiel beim Klimaschutz, in Schulen und Hochschulen, eine funktionierende Infrastruktur und schnelles Internet, notwendig.
#1623Unentbehrlich sind neben der gemeinsamen europäischen Wirtschaftspolitik auch der Schutz des Lebens und der natürlichen Lebensgrundlagen sowie eine soziale Siche rung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die unterschiedlichen Lebenslagen der Menschen.
#1624Daher gehört zu einem vertieften Europa untrennbar eine gemeinsame und ambitionierte Umwelt-, Klima und Sozialpolitik.
#1625Dies darf nicht wegen wirtschaftli cher Interessen verhindert werden.
#1626Wir wollen Teilhabe, soziale Rechte und Sozialstan dards für alle in der EU ausbauen.
#1627Dazu gehören auch Barrierefreiheit und eine inklusive Gesellschaft.
#1628Soziale und arbeitsrechtliche Standards in der öffentlichen Daseinsvorsor ge, einschließlich der sozialen, bildungs und arbeitsmarktpolitischen und gesundheit- lichen Dienstleistungen, sowie bei der Wohnraumversorgung sollen Priorität gegenüber 94 95 dem europäischen Wettbewerbsrecht haben.
#1629Für alle Arbeitnehmer*innen muss gelten: gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit am gleichen Ort.
#1630Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist eine wichtige Säule europäischer Politik und wird von uns nicht infrage gestellt.
#1631Freizügigkeit ist für jede*n ein unverzichtbarer Bestand teil persönlicher Freiheit und gleichzeitig von großem Wert für unsere Gesellschaft.
#1632Aus unserer Alltagsarbeit in den Städten und Gemeinden wissen wir aber auch: Die Gewähr leistung dieses Grundrechts bedeutet vor dem Hintergrund der sozialen und ökonomi schen Problemlagen vor Ort Herausforderungen für die Kommunen.
#1633Die Integration der EU-Bürger*innen und ihrer Familien erfordert finanzielle und auch personelle Ressour cen, über die insbesondere Kommunen mit großen Haushaltsdefiziten nicht verfügen.
#1634Deshalb fordern sie seit langem finanzielle Unterstützung auch und gerade von der Europäischen Union.
#1635Nur fairer Handel ist freier Handel Die Verhandlungen zum transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP laufen nun seit fast zwei Jahren.
#1636Seit Sommer 2013 ist der Protest dagegen immer lauter geworden, hat mehr Länder innerhalb der EU erreicht und verschiedenste Bereiche der Gesellschaft erfasst.
#1637Von Gewerkschaften über Umweltverbände, von Kunstschaffenden über kom munale Vertreter*innen, von Mittelständler*innen und Landwirt*innen bis hin zu Daten schützer*innen: Die Kritik an den Plänen ist thematisch breit und inhaltlich fundiert.
#1638Im Zentrum des Protestes stehen die fehlende Transparenz der TTIP-Verhandlungen und eine Verhandlungsagenda, die einseitig auf Deregulierung und Investoren-Schiedsge richte setzt und dies zulasten von Demokratie, Umwelt und Verbraucher*innen.
#1639Gegen diese Pläne sind bereits Hunderttausende auf die Straße gegangen.
#1640Wir halten die Pro teste und die Kritik an den Verhandlungen für begründet und notwendig und unterstüt zen sie ausdrücklich.
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