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vom 18.03.2026 PDF
#1780
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Durch mehr Fachkräfte mit Migrationshintergrund und die Umsetzung von bi bzw.
#1781multikulturellen Konzepten wollen wir die interkulturelle Öff nung der Kindertageseinrichtungen weiter vorantreiben.
#1782Wir wollen Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht dabei unterstützen, ihre unter schiedlichen Potenziale zu entfalten.
#1783Daher fördern wir Ansätze geschlechtersensibler Pädagogik im gesamten Bildungssystem, beginnend in der Kita, um ihnen so die Entfal tung ihrer Persönlichkeit frei von Rollenerwartungen zu ermöglichen.
#1784Den Übergang von der Kita zur Schule wollen wir – etwa durch gemeinsame Fort und Weiterbildungen der Fachkräfte – weiter verbessern.
#1785Im Interesse der Kinder unter stützen wir die Anstrengungen von Kitas und Schulen, den Übergang partnerschaftlich zu gestalten.
#1786Wir haben das letzte Kindergartenjahr landesweit beitragsfrei gemacht.
#1787Unser Ziel ist, dass Bildung grundsätzlich beitragsfrei wird – auch in den Kitas.
#1788Der weitere Ausbau der Kitaplätze, mehr Qualität insbesondere durch eine verbesserte Fachkraft-Kind-Rela tion, flexible Öffnungszeiten, die die Bedarfe der Eltern berücksichtigen, und eine deut liche Entlastung des Personals stehen ganz oben auf unserer Agenda.
#1789Ein wichtiges Anliegen sind uns Kinder mit besonderen Förderbedarfen.
#1790Ihnen gilt unsere gesamte Aufmerksamkeit, wenn es darum geht, „Verschiebebahnhöfe“ zwischen den unterschiedlichen Förder und Hilfesystemen zu vermeiden oder abzubauen.
#1791Wir wollen dafür Sorge tragen, dass besondere Kinder auch in der Kita genau die Förderung und Therapie erhalten, die sie benötigen.
#1792Um Barrieren abbauen und Teilhabe ermög lichen zu können, müssen exklusive Sondereinrichtungen sukzessive abgeschafft und die vorrangig zuständigen Kostenträger zur Abdeckung der Kosten in der Kita herange zogen werden.
#1793Die Schnittstelle zur interdisziplinären Frühförderung ist gesondert zu betrachten und soll über eine Landesrahmenempfehlung möglichst aufgelöst werden.
#1794Kindertagespflege – faire Entlohnung und Mindeststandards in der Kindertagespflege Viele Eltern entscheiden sich für eine Betreuung in der Kindertagespflege, weil sie die Qualität der Betreuung und das familiäre Umfeld dort schätzen.
#1795Deshalb sind Tagesmüt ter und -väter ein wichtiger Eckpfeiler in der U3-Betreuung: Wir wollen sie weiterhin för dern und unterstützen.
#1796Hierzu gehören eine verpflichtende, zertifizierte Qualifizierung der Tagespflegepersonen, mindestens auf dem Niveau des 160 Ausbildungsstunden umfassenden Lehrplans des Deutschen Jugendinstituts, sowie verpflichtende Weiterbil dungen.
#1797In Anbetracht der großen Bedeutung, die bei Kindern unter drei Jahren der Sprachentwicklung beizumessen ist, müssen Kindertagespflegepersonen über fundierte Kenntnisse in der Sprachentwicklung verfügen und auf dem Gebiet der alltagsinteg rierten Sprachbildung für unter Dreijährige geschult sein.
#1798Diese Schulung wird ergänzt durch eine qualifizierte Zusatzausbildung, die die Tagespflegepersonen nachweisen müssen, um auch Kinder mit Behinderung betreuen zu können.
#1799Die Kindertagespflege muss stärker in die landesweiten Maßnahmen zur Qualitäts entwicklung in der Elementarbildung eingebunden werden.
#1800Wir GRÜNE unterstützen die Forderungen nach fairer Entlohnung und mehr gesellschaftlicher Anerkennung der Kindertagespflege und aller Beschäftigten im Elementarbereich.
#1801Deshalb wollen wir mit den kommunalen Spitzenverbänden und dem Landesverband der Tageseltern einen Stundensatz pro Kind vereinbaren, der sowohl für die Qualität als auch für die Entloh nung angemessen ist.
#1802Kinderrechte – die UN-Kinderrechtskonvention konsequent umsetzen Wir GRÜNE stehen für Vielfalt: Wir setzen uns ein für gleiche Chancen und Entwick lungsmöglichkeiten für alle Kinder unabhängig von Geschlecht, sozialer und ethnischer Herkunft, religiöser Zugehörigkeit, des Aufenthaltsstatus oder einer Behinderung.
#1803Dazu gehört auch, die sprachliche Vielfalt für alle Kinder in Kitas zu stärken und bi bzw.
#1804multi linguale Konzepte ins Zentrum zu rücken.
#1805Nicht nur als integrationspolitisches Instrument, sondern gerade auch als Mittel zur Förderung der kognitiven Entwicklung von Kindern.
#1806Wir GRÜNE kämpfen für ein kindgerechtes Land und bauen Barrieren ab: Kinder kön nen und sollen sich beteiligen, der Sozialraum wird kindgerecht geplant und gestaltet und entscheidende Berufsträger sollen sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit Kinder rechten befassen.
#1807NRW soll die drei zentralen Säulen der UN-Kinderrechtskonvention konsequent um setzen.
#1808Wir wollen die Rechte von Kindern und Jugendlichen in NRW stärken, indem wir ein Monitoring der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention etablieren, Beteili gungsrechte in der Gemeindeordnung verankern, Ombudschaften flächendeckend aus bauen und Armut bekämpfen.
#1809Dafür wollen wir unsere Politik an den drei Säulen der UN-Kinderrechtskonvention ausrichten: Förderung, Vorsorge und Schutz.
#1810Kinder haben ein Recht auf Förderung: Um der steigenden Kinderarmut entgegen zuwirken, müssen benachteiligte Kinder gestärkt und ihre Startchancen von Anfang an verbessert werden.
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