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vom 17.03.2026 PDF
#170
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Die FSC-Zertifizierung des Staatswaldes, die Einrichtung von Wildnisgebieten und die Förderung des Wisentprojektes sind dabei wichtige Signale.
#171Mischwälder mit einem hohen Anteil an Laubbaumbestand sind weitaus stabiler als monokulturelle Nadelholzbestände.
#172Zudem müssen die Wälder von morgen dem Kli ma angepasste Sorten vorweisen, die den Wetterherausforderungen im wahrsten Sinne auch gewachsen sind.
#173Der Landesbetrieb Wald und Holz übernimmt dabei die Rolle ei nes Musterbetriebes für ökologische Waldbewirtschaftung.
#174Er berät hierzu die privaten Waldbesitzer und betreut Pilotprojekte zur Weiterentwicklung ökologischer Programme.
#175Neben der Verwirklichung auf landeseigenen Waldflächen wird es eine große He rausforderung sein, auch die vielen Privatwaldbesitzer*innen von den Vorteilen einer zukunftsfähigen, dem Klima angepassten und nachhaltigen Dauerwaldbewirtschaftung zu überzeugen.
#176Dazu wollen wir die Möglichkeiten der Laubholznutzung im Rahmen einer aktiven Clusterpolitik offensiv ausbauen.
#177Wir unterstützen die Zertifizierung von Kleinwaldbetrieben nach Standards des FSC oder ökologischer Anbauverbände.
#178Landeswaldgesetz Aufbauend auf der Waldstrategie 2050 wollen wir das Landesforstgesetz zu einem Lan deswaldgesetz weiterentwickeln, das den sich verändernden gesellschaftlichen Bedürf nissen gerecht wird und durch eine nachhaltige, ökologische Waldbewirtschaftung den Artenschutz angemessen berücksichtigt.
#179Die nordrhein-westfälischen Waldbesitzer*in nen sind mit ihrem nachhaltig und regional erzeugten, qualitativ hochwertigen Rohstoff Holz zuverlässige Partner*innen der Holzwirtschaft.
#180Bei der Umsetzung der Biodiversi tätsstrategie im Wald sind Waldbesitzer*innen, die auf nachhaltige und klimaangepass te Bewirtschaftung umstellen wollen, und aktive Naturschutzverbände und Biologische Stationen wichtige Partner*innen.
#181Gehölzpflege an Landes und Bundesstraßen Die in den letzten Jahren immer wieder auftretenden Kahlschläge im Rahmen der Ge hölzpflege an Landes und Bundesstraßen führen bei den Bürger*innen zu Unverständnis und Verärgerung.
#182Um zukünftig sicherzustellen, dass die im Sinne der Verkehrssicherheit notwendige Pflege des sogenannten Straßenbegleitgrüns in Übereinstimmung mit den Standards des Natur-, Umwelt und Landschaftsschutzes erfolgt, fordern wir die Ent wicklung verbindlicher Pflegestandards und die Übertragung der Ressourcen und der Verantwortlichkeit für die Pflegemaßnahmen in die Zuständigkeit des Landesbetriebs Wald und Holz.
#183Landwirtschaft für den Artenschutz gewinnen Eine immer stärker industrialisierte Landwirtschaft, die die eigenen Produktionsgrund lagen – Wasser, Boden und Luft – nicht schont, ist mitverantwortlich für einen hohen Artenschwund in der Kulturlandschaft.
#184Neben gesetzlichen Regelungen wollen wir die 14 15 Bäuerinnen und Bauern dafür gewinnen, wieder stärker im Einklang mit der Natur zu wirtschaften und mehr für die Artenvielfalt zu tun.
#185Die entsprechenden Zusammenhän ge sollen zukünftig bei der landwirtschaftlichen Aus und Weiterbildung stärker berück sichtigt werden.
#186Im Rahmen einer Strategie „Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung“ soll das kooperative Programm „Gute naturschutzfachliche Praxis“ aufgelegt werden.
#187Insekten freundliche Saatmischungen, sinnvolle Fruchtfolgen, die Pflege von Streuobstbestän den und die Anlage von Blühstreifen sind nur vier Beispiele, die zeigen, wo die Praxis des aktiven Naturschutzes Teil der landwirtschaftlichen Arbeit wird.
#188Managementpläne für Wolf und Biber Derzeit kehren Biber, Wolf und Luchs auf natürliche Weise nach Nordrhein-Westfalen zurück.
#189Mit praktikablen Managementplänen sowie einem landesweiten Berater*in nen-Netzwerk sorgen wir für Aufklärung und Beratung der Bevölkerung.
#190Mit ausreichen den finanziellen Hilfen für die Weidetierhaltung fördern wir die Akzeptanz und stehen an der Seite der Nutztierhalter*innen und Grundbesitzer*innen.
#191Naturschutz – Das wollen wir GRÜNE: ■ eine Stiftung Naturerbe einrichten ■ einen zweiten Nationalpark schaffen ■ eine Waldstrategie 2050 auflegen ■ ein ökologisches Landeswaldgesetz für NRW ÖKOLOGISCHE JAGD Der Zweck der Jagd hat sich im gesellschaftlichen Bewusstsein der vergangenen Jahr zehnte verändert.
#192Es geht zunehmend um den Schutz von Wald und Wildtieren und weniger um den einzelnen Abschuss und das Erlangen von Trophäen.
#193Viele Jäger*innen leisten einen wichtigen Dienst für die Allgemeinheit.
#194Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Wir haben das Jagdgesetz an rechtliche, ökologische und gesellschaftliche Erforder nisse und Entwicklungen angepasst.
#195Statt Trophäenjagden und Abschussplänen sind insbesondere die tierschutzfachlichen und ökologischen Aspekte in den Vordergrund gerückt worden.
#196So wurde der Katalog der Tiere, die gejagt werden dürfen, verkleinert, der Katzenabschuss wurde verboten und die Fang und Baujagd deutlich eingeschränkt.
#197Bei der Ausbildung der Jagdhunde muss ebenfalls stärker auf den Tierschutz geach- tet werden, so ist unter anderem der Einsatz flugunfähig gemachter Enten untersagt.
#198Außerdem wurden die Jagdzeiten angepasst und ein Monitoring in Form eines Vege- tationsgutachtens eingeführt.
#199Dies soll helfen, Schäden in unseren Wäldern aufgrund überhöhter Wildbestände zu erkennen und für ein ausgewogenes Wald-Wild-Verhältnis zu sorgen.
#200Wir werden uns auch zukünftig dafür einsetzen, dass die Jagd bei neuen Er kenntnissen des Tierschutzes und der Ökologie weiter verbessert wird.
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