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vom 17.03.2026 PDF
#1900
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Jugendli che haben nach der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht auf Beteiligung.
#1901Viele Jugendliche sind daran interessiert, sich vor Ort zu engagieren, denn vor al lem sie sind von den Rahmenbedingungen und Entwicklungen in ihrem Lebensumfeld betroffen.
#1902Es geht um viele Angelegenheiten und Fragen des Alltags: Wie ist das Ver kehrssystem ausgestaltet.
#1903Gibt es genug Plätze und Räume für sie.
#1904All das hat direkte Wirkungen auf ihr Wohlbefinden.
#1905Wir wollen den Jugendlichen mehr Beteiligung in ih rem Sozialraum ermöglichen, indem wir das Recht auf Beteiligung in der Gemeindeord nung festlegen.
#1906Junge Menschen sind aber auch direkt von der Landespolitik betroffen.
#1907Benötigt wer den gesetzliche Grundlagen von Beteiligung und die nachhaltige Förderung von Betei ligungsstrukturen.
#1908Wir wollen durch einen Jugendcheck alle Gesetzesinitiativen daraufhin prüfen, ob sie die Interessen von Jugendlichen betreffen und ausreichend berücksichtigen.
#1909Um Beteiligung sicherzustellen und ein systematisches, unabhängiges Jugend-Mo nitoring zu ermöglichen, werden wir das dafür erforderliche Personal und auch die entsprechende Infrastruktur fördern.
#1910Damit junge Menschen sich aber auch beteiligen können, benötigen sie Zeit und Freiräume.
#1911Kinder und Jugendliche haben zudem auch ein Recht auf Freizeit und Erholung.
#1912Des halb wollen wir, dass das Land Ferienfreizeiten von nicht kommerziellen Anbietern fi nanziell fördert, um die Kosten niedrig zu halten und möglichst vielen Kindern und Jugendlichen einen Zugang zu bieten.
#1913Kinder aus Familien mit geringem Einkommen sollen besonders gefördert werden.
#1914Auch 16 und 17-Jährige müssen bei Landtagswahlen das aktive Wahlrecht erhalten.
#1915Ihre Interessen würden durch das Herabsenken des Wahlalters stärker von den Parteien und Fraktionen auf Landesebene berücksichtigt.
#1916Gerade vor dem Hintergrund des de mografischen Wandels ist dies umso wichtiger, denn diese Gruppe ist im Vergleich zur Gesamtheit der Wahlberechtigten unterrepräsentiert.
#1917Jugendbildungsstätten und Jugendverbände leisten einen wichtigen Beitrag zur po litischen Bildung, zum Demokratieverständnis und zum gesellschaftlichen Engagement.
#1918Jugendbildungsstätten müssen auch jenseits von der Projektarbeit gestärkt werden, Ju gendverbände wollen wir stärker fördern und so deren gestiegene Kosten ausgleichen.
#1919Kinder und Jugendliche müssen sich nicht nur beteiligen, sondern auch beschweren können.
#1920Junge Menschen sind mit Machtasymmetrien in Institutionen und Einrichtun gen konfrontiert.
#1921Die Praxis der letzten Jahre macht deutlich, dass junge Menschen eine unabhängige Stelle brauchen, die sie unterstützt.
#1922Wir wollen deshalb die Ombudsstelle NRW in die Regelfinanzierung aufnehmen.
#1923Kinder und Jugendförderplan – Kinder und Jugendliche stärker fördern Das Land ist durch das Kinder und Jugendförderungsgesetz verpflichtet, für jede Legis laturperiode einen Kinder und Jugendförderplan zu erstellen.
#1924Wir GRÜNE wollen durch den Kinder und Jugendförderplan Projekte verstärkt för dern und ausbauen, die zum Ziel haben, Demokratie, Toleranz, interkulturelle und inter religiöse Kompetenz zu stärken.
#1925Durch die Förderung dieser Projekte ermöglichen wir die Teilhabe und Partizipation junger Menschen und wirken so einer möglichen Radikalisierung entgegen.
#1926Denn Ju gendliche sind mit vielen Unsicherheiten konfrontiert.
#1927Wir wollen sie ermächtigen und durch Empowerment ihr Selbstbewusstsein stärken.
#1928Hierfür werden wir auch im Jugend bereich ein landesweites Präventionsprogramm umsetzen, welches systemübergreifend und vernetzend wirkt, etwa im Bereich der klassischen Jugendhilfe, Schule, Freizeitein richtungen, der aufsuchenden Jugendhilfe und der Streetworkarbeit.
#1929Zur effektiven Förderung der für uns GRÜNE wichtigen Projekte wie Inklusion, Pro jekte für Jugendliche mit Migrationshintergrund, die LSBTTI*-Jugendarbeit, geschlech terdifferenzierte Arbeit oder auch die Gewaltprävention sowie für die Verlässlichkeit der Strukturförderung muss der Jugendförderplan um 20 Millionen € aufgestockt werden.
#1930Für die nächste Legislaturperiode muss es einerseits gelingen, Verlässlichkeit zu zei gen, andererseits aber auch neue Angebote zu entwickeln und damit eigenständige und einmischende Jugendpolitik auch nach 2017 zu gewährleisten.
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