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vom 17.03.2026 PDF
#1942
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Die Herleitung von Demokratie und Menschenrechten aus Auf klärung und Humanismus sowie der emanzipatorische Auftrag der Bildung im Bildungs auftrag der Schule müssen gerade angesichts der gesellschaftlichen Herausforderungen umfassender gelebt werden und für alle gesellschaftlichen Bildungsträger gelten.
#1943Inter kulturelles Lernen gehört ebenso dazu wie das Lernen und Leben von Demokratie.
#1944Auch Lebensgestaltungs und Nachhaltigkeitskompetenzen, zum Beispiel Ernährung, Gesund heits-, Verbraucher und Medienbildung, sind Teil eines umfassenden Bildungsauftrags.
#1945Kinder und Jugendliche sollen lernen können, was Sinn für das Leben macht.
#1946Unsere Grüne Schulpolitik ist verlässlich, gerecht und zukunftssicher.
#1947Wir haben die Strukturen der Zukunft geschaffen und werden sie stärken.
#1948In den nächsten Jahren gilt es, die Zukunft des Lernens zu gestalten.
#1949Dabei setzen wir nicht nur auf Quantität, sondern vor allem auf Qualität.
#1950Denn auch Eltern wollen nicht nur einen Ganztagsplatz für ihre Kinder, sie wollen einen guten Ganztagsplatz.
#1951Bildung braucht Qualität und Innovation.
#1952Das gilt auch und gerade angesichts der Herausforderungen von Inklusion, Integrati on und Lernen in der digitalen Welt.
#1953Eltern wollen, dass ihre Kinder an diesen Entwick lungen teilhaben.
#1954Genau dafür setzen wir uns ein.
#1955Die derzeitigen globalen und gesellschaftlichen Entwicklungen zeigen für uns GRÜ NE deutlich: Demokratie ist nichts Selbstverständliches, sondern wir müssen uns immer wieder neu für sie einsetzen.
#1956Entsprechend müssen auch unsere Kinder Demokratie er lernen und erleben.
#1957Ein guter Ort ist dafür die Schule.
#1958Wir wollen dem teils vorhandenen Unverständnis für politische Zusammenhänge und dem schwindenden Vertrauen in die Politik entgegenwirken.
#1959Deshalb wollen wir das Thema Demokratie in der Schulent- wicklung und im Lernen weiter stärken und ausbauen.
#1960Die schwarz-gelbe Landesregierung hat von 2005 bis 2010 ein anderes, vor allem am ökonomischen Nutzen orientiertes Bild von Bildung umgesetzt.
#1961Die Situation un serer Schulen war, als wir GRÜNE 2010 das Ministerium für Schule und Weiterbildung übernahmen, ausgesprochen schwierig.
#1962Der Stellenplan war nicht ausfinanziert und sah mittelfristig die Streichung von Lehrer*innenstellen vor.
#1963Es herrschte großer Unmut über die unvorbereitete Einführung der verkürzten Schulzeit.
#1964In der Schulentwicklung gab es einen großen Reformstau: Viele Eltern fanden keinen Platz für ihre Kinder an Gesamtschulen, viele Kommunen bangten im dreigliedrigen Schulsystem bei sinkenden Schüler*innenzahlen um ihr weiterführendes Schulangebot, das längere gemeinsame Lernen wurde blockiert und unterbunden.
#1965Bei den wenigen neu gegründeten Gesamt schulen wurde diesen der Ganztag verwehrt.
#1966Pädagogisch rückschrittliche Reformen der schwarz-gelben Landesregierung sorgten vielerorts für Kopfschütteln.
#1967Ob Wiedereinführung von Kopfnoten, das Ende der Drit telparität in den Schulkonferenzen, die radikale Senkung des Einschulungsalters oder die verbindliche Grundschulempfehlung für die weiterführenden Schulen: Eltern und Kinder wurden entmündigt, der anscheinend unvermeidliche Turbo des Lebens sollte noch früher gezündet werden.
#1968Die Schule sollte sich anpassen an einen vermeintlichen neoliberalen Mainstream.
#1969Zugleich schlossen CDU und FDP aus ideologischen Gründen das Landesinstitut als landesweites Unterstützungssystem für die Schulen.
#1970Auch sorg ten sie mit ihrer „Qualitätsanalyse“ durch komplizierte und ineffiziente Verfahren ohne nachhaltigen Unterstützungseffekt für Unmut an den Schulen.
#1971Die GRÜNEN haben hierauf sofort reagiert und zentrale Weichenstellungen vorge nommen, die in den nächsten Jahren weitergeführt, weiterentwickelt und weitergedacht werden müssen.
#1972Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Direkt nach der Wahl 2010 haben wir wichtige erste Kurskorrekturen vorgenommen: Wir haben das Vorziehen des Einschulungsalters gestoppt, die Kopfnoten abgeschafft, das Elternwahlrecht für die weiterführende Schule gesichert und die Drittelparität in der Schulkonferenz wiederhergestellt.
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