Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 16.03.2026 PDF
#2129
Demokratie und Vielfalt – Demokratie und Vielfalt in der Schule erlernen und erleben Die Schule als Lebens und Lernort ist auch der Bereich, in dem Demokratie erlernt und gelebt werden kann.
#2130
Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Islamfeindlichkeit, Homophobie, Sexismus, Frauenverachtung, Nationalismus und andere menschenfeind liche Positionen müssen immer wieder aufs Neue demaskiert und bekämpft werden.
#2131
Demokratisches Handeln und kritisches Denken müssen von Kindesbeinen an erlernt und laufend anschaulich erfahren und neu gestaltet werden.
#2132
Deshalb werden wir auch weiterhin die demokratische Bildung in den Schulen stär ken und ausbauen und uns noch stärker dem demokratischen Erleben und Erfahren widmen.
#2133
Wir GRÜNE wollen über die Einführung der Drittelparität in der Schulkonferenz hinaus die Partizipationsmöglichkeiten von Schüler*innen weiter verbessern.
#2134
Die Drittelparität soll sich auch in anderen Gremien abbilden können.
#2135
Wir wollen die Partizipation der Schüler*innen auf allen Ebenen – von der Grundschule an – stärken und altersgerecht ausweiten.
#2136
Schulen sollen das zivilgesellschaftliche Engagement ih rer Schüler*innen verstärkt unterstützen und den Ansatz des „Engagementlernens“ in geeignete Unterrichtsformate integrieren.
#2137
Die Schule lebt von einem respektvollen Miteinander.
#2138
Um Disziplinarkonferenzen möglichst zu vermeiden, sollen auftretende Konflikte gemeinsam von Schulleitung, Lehrkräften, Eltern und Schüler*innen bearbeitet und möglichst gelöst werden.
#2139
Elternmitwirkung wollen wir auf der kommunalen und auf der Landesebene stärken.
#2140
Mit der ersten Elternkonferenz auf Landesebene haben wir diesen Prozess eingeleitet.
#2141
Wir werden die Bildungskonferenz als bundesweit prägendes Instrument der Beteili gung in der Bildungspolitik fortführen.
#2142
Mit Programmen wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“, „Bildungspartnerschaften Schule – Gedenkstät ten, Archive, Museen“, „Demokratisch handeln“ und „Grundlagentraining Kinderrechte“ werden auch gesellschaftliche Themen in der Schule gelebt.
#2143
Sie sollen gestärkt und weiterentwickelt werden.
#2144
Es bewährt sich, wenn politische und historische Bildung im Unterricht und in außerunterrichtlichen Projekten gut aufeinander abgestimmt wer den.
#2145
Die Erinnerungsarbeit muss dabei stärker die neuen, interkulturellen Verhältnisse berücksichtigen.
#2146
Dazu gehört auch die Aufarbeitung der deutschen Beteiligung an den Völkermorden an den Herero und Nama sowie den Armeniern im Osmanischen Reich.
#2147
Bei der Ausbildung von Lehrkräften soll in Zukunft auf eine angemessene Sensibili sierung für die unterschiedlichen Identitäten von Schüler*innen geachtet werden, um gezielter gegen Diskriminierung vorzugehen.
#2148
Die derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungen erfordern zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen für die politische Bildung, natürlich auf Bundesebene, aber auch in NRW.
#2149
Politische Bildung soll zielgruppenspezifischer als bisher ausgerichtet wer- den und möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen, von einheimisch bis zugewandert, erreichen.
#2150
Hierzu sollen vorhandene Konzepte politischer Bildung – von Schule bis Wei terbildung – weiterentwickelt und mit den Angeboten der Landeszentrale für politische Bildung verknüpft werden.
#2151
Ziel soll es sein, dass sich Bürger*innen in einer komplexer werdenden globalisierten Welt mit Unmengen an Informationen besser zurechtfinden, sich ein begründetes Werturteil zu Sachverhalten bilden können und demokratisch handlungsfähig sind.
#2152
Deshalb werden wir die Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung ausbauen.
#2153
Darüber hinaus wollen wir einen breiten Beteiligungsprozess un terschiedlicher Akteure zur Weiterentwicklung des von uns auf den Weg gebrachten „Landeskonzeptes Erinnerungskultur“ initiieren.
#2154
Dazu gehören auch die Gedenkstätten und weitere außerschulische Lernorte.
#2155
Wir sehen die Präsenz der Bundeswehr an Schulen weiterhin kritisch und setzen uns für eine reale Gleichstellung und Gleichberechtigung von Bundeswehr und Frie densorganisationen bei Besuchen in den Schulen ein.
#2156
Dazu sind die Friedensorganisa tionen finanziell ausreichend zu unterstützen.
#2157
Gleichzeitig werden wir noch intensiver kommunizieren, dass Schulkonferenzen einen Bundeswehrbesuch komplett ablehnen können.
#2158
Die Praxis der Schulen dazu werden wir evaluieren und gemeinsam prüfen, ob der Kooperationsvertrag aufgekündigt werden soll.
#2159
Es muss sichergestellt werden, dass Jugendoffiziere keine Werbung für die Bundeswehr betreiben.


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