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vom 16.03.2026 PDF
#2136
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Schulen sollen das zivilgesellschaftliche Engagement ih rer Schüler*innen verstärkt unterstützen und den Ansatz des „Engagementlernens“ in geeignete Unterrichtsformate integrieren.
#2137Die Schule lebt von einem respektvollen Miteinander.
#2138Um Disziplinarkonferenzen möglichst zu vermeiden, sollen auftretende Konflikte gemeinsam von Schulleitung, Lehrkräften, Eltern und Schüler*innen bearbeitet und möglichst gelöst werden.
#2139Elternmitwirkung wollen wir auf der kommunalen und auf der Landesebene stärken.
#2140Mit der ersten Elternkonferenz auf Landesebene haben wir diesen Prozess eingeleitet.
#2141Wir werden die Bildungskonferenz als bundesweit prägendes Instrument der Beteili gung in der Bildungspolitik fortführen.
#2142Mit Programmen wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, „Schule der Vielfalt – Schule ohne Homophobie“, „Bildungspartnerschaften Schule – Gedenkstät ten, Archive, Museen“, „Demokratisch handeln“ und „Grundlagentraining Kinderrechte“ werden auch gesellschaftliche Themen in der Schule gelebt.
#2143Sie sollen gestärkt und weiterentwickelt werden.
#2144Es bewährt sich, wenn politische und historische Bildung im Unterricht und in außerunterrichtlichen Projekten gut aufeinander abgestimmt wer den.
#2145Die Erinnerungsarbeit muss dabei stärker die neuen, interkulturellen Verhältnisse berücksichtigen.
#2146Dazu gehört auch die Aufarbeitung der deutschen Beteiligung an den Völkermorden an den Herero und Nama sowie den Armeniern im Osmanischen Reich.
#2147Bei der Ausbildung von Lehrkräften soll in Zukunft auf eine angemessene Sensibili sierung für die unterschiedlichen Identitäten von Schüler*innen geachtet werden, um gezielter gegen Diskriminierung vorzugehen.
#2148Die derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungen erfordern zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen für die politische Bildung, natürlich auf Bundesebene, aber auch in NRW.
#2149Politische Bildung soll zielgruppenspezifischer als bisher ausgerichtet wer- den und möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen, von einheimisch bis zugewandert, erreichen.
#2150Hierzu sollen vorhandene Konzepte politischer Bildung – von Schule bis Wei terbildung – weiterentwickelt und mit den Angeboten der Landeszentrale für politische Bildung verknüpft werden.
#2151Ziel soll es sein, dass sich Bürger*innen in einer komplexer werdenden globalisierten Welt mit Unmengen an Informationen besser zurechtfinden, sich ein begründetes Werturteil zu Sachverhalten bilden können und demokratisch handlungsfähig sind.
#2152Deshalb werden wir die Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung ausbauen.
#2153Darüber hinaus wollen wir einen breiten Beteiligungsprozess un terschiedlicher Akteure zur Weiterentwicklung des von uns auf den Weg gebrachten „Landeskonzeptes Erinnerungskultur“ initiieren.
#2154Dazu gehören auch die Gedenkstätten und weitere außerschulische Lernorte.
#2155Wir sehen die Präsenz der Bundeswehr an Schulen weiterhin kritisch und setzen uns für eine reale Gleichstellung und Gleichberechtigung von Bundeswehr und Frie densorganisationen bei Besuchen in den Schulen ein.
#2156Dazu sind die Friedensorganisa tionen finanziell ausreichend zu unterstützen.
#2157Gleichzeitig werden wir noch intensiver kommunizieren, dass Schulkonferenzen einen Bundeswehrbesuch komplett ablehnen können.
#2158Die Praxis der Schulen dazu werden wir evaluieren und gemeinsam prüfen, ob der Kooperationsvertrag aufgekündigt werden soll.
#2159Es muss sichergestellt werden, dass Jugendoffiziere keine Werbung für die Bundeswehr betreiben.
#2160Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) systematisch ausbauen Bildung als Schlüssel für nachhaltiges Handeln ist bereits weltweit anerkannt.
#2161Um da her die Gestaltungskompetenz für nachhaltiges Handeln auszubauen, stärken wir Bil dungseinrichtungen, in denen Schüler*innen zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt unter Be rücksichtigung globaler Aspekte, demokratischer Prinzipien und kultureller Vielfalt zu befähigen sind.
#2162So sollen Themen wie Klimawandel, Ressourcenmangel, Biodiversitätsverlust, sozia ler Zusammenhalt und globales Lernen fächerübergreifend in den Lehrplänen verankert werden.
#2163Dieser Bildungsansatz reicht von den Kitas bis zu den Hochschulen und in die Weiterbildung; BNE muss daher innerhalb der Strukturen des Bildungswesens für die Akteur*innen deutlicher erkennbar werden.
#2164Wir werden BNE auch im außerschulischen Bereich stärken.
#2165Die von uns initiierte Rahmenvorgabe Verbraucherbildung ist der erste Schritt dazu.
#2166Für die vielen engagier ten Bildungszentren im Land und die zahlreichen Bildungsinitiativen wollen wir neue Finanzierungsperspektiven entwickeln, da so die flächendeckende Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung im Land abgesichert werden kann.
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