Dokument lesen
-
vom 16.03.2026 PDF
#2145
Fenster schließen und zurück
Die Erinnerungsarbeit muss dabei stärker die neuen, interkulturellen Verhältnisse berücksichtigen.
#2146Dazu gehört auch die Aufarbeitung der deutschen Beteiligung an den Völkermorden an den Herero und Nama sowie den Armeniern im Osmanischen Reich.
#2147Bei der Ausbildung von Lehrkräften soll in Zukunft auf eine angemessene Sensibili sierung für die unterschiedlichen Identitäten von Schüler*innen geachtet werden, um gezielter gegen Diskriminierung vorzugehen.
#2148Die derzeitigen gesellschaftlichen Entwicklungen erfordern zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen für die politische Bildung, natürlich auf Bundesebene, aber auch in NRW.
#2149Politische Bildung soll zielgruppenspezifischer als bisher ausgerichtet wer- den und möglichst alle gesellschaftlichen Gruppen, von einheimisch bis zugewandert, erreichen.
#2150Hierzu sollen vorhandene Konzepte politischer Bildung – von Schule bis Wei terbildung – weiterentwickelt und mit den Angeboten der Landeszentrale für politische Bildung verknüpft werden.
#2151Ziel soll es sein, dass sich Bürger*innen in einer komplexer werdenden globalisierten Welt mit Unmengen an Informationen besser zurechtfinden, sich ein begründetes Werturteil zu Sachverhalten bilden können und demokratisch handlungsfähig sind.
#2152Deshalb werden wir die Arbeit der Landeszentrale für politische Bildung ausbauen.
#2153Darüber hinaus wollen wir einen breiten Beteiligungsprozess un terschiedlicher Akteure zur Weiterentwicklung des von uns auf den Weg gebrachten „Landeskonzeptes Erinnerungskultur“ initiieren.
#2154Dazu gehören auch die Gedenkstätten und weitere außerschulische Lernorte.
#2155Wir sehen die Präsenz der Bundeswehr an Schulen weiterhin kritisch und setzen uns für eine reale Gleichstellung und Gleichberechtigung von Bundeswehr und Frie densorganisationen bei Besuchen in den Schulen ein.
#2156Dazu sind die Friedensorganisa tionen finanziell ausreichend zu unterstützen.
#2157Gleichzeitig werden wir noch intensiver kommunizieren, dass Schulkonferenzen einen Bundeswehrbesuch komplett ablehnen können.
#2158Die Praxis der Schulen dazu werden wir evaluieren und gemeinsam prüfen, ob der Kooperationsvertrag aufgekündigt werden soll.
#2159Es muss sichergestellt werden, dass Jugendoffiziere keine Werbung für die Bundeswehr betreiben.
#2160Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) systematisch ausbauen Bildung als Schlüssel für nachhaltiges Handeln ist bereits weltweit anerkannt.
#2161Um da her die Gestaltungskompetenz für nachhaltiges Handeln auszubauen, stärken wir Bil dungseinrichtungen, in denen Schüler*innen zur aktiven Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und sozial gerechten Umwelt unter Be rücksichtigung globaler Aspekte, demokratischer Prinzipien und kultureller Vielfalt zu befähigen sind.
#2162So sollen Themen wie Klimawandel, Ressourcenmangel, Biodiversitätsverlust, sozia ler Zusammenhalt und globales Lernen fächerübergreifend in den Lehrplänen verankert werden.
#2163Dieser Bildungsansatz reicht von den Kitas bis zu den Hochschulen und in die Weiterbildung; BNE muss daher innerhalb der Strukturen des Bildungswesens für die Akteur*innen deutlicher erkennbar werden.
#2164Wir werden BNE auch im außerschulischen Bereich stärken.
#2165Die von uns initiierte Rahmenvorgabe Verbraucherbildung ist der erste Schritt dazu.
#2166Für die vielen engagier ten Bildungszentren im Land und die zahlreichen Bildungsinitiativen wollen wir neue Finanzierungsperspektiven entwickeln, da so die flächendeckende Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung im Land abgesichert werden kann.
#2167Auch die BNE- Zertifizierung von Bildungseinrichtungen werden wir vorantreiben.
#2168Außerschulische Lernorte wie Biologische Stationen, zoologische Gärten oder Biobauernhöfe bleiben für uns wichtige Partner.
#2169Damit mehr Kommunen BNE-Kommunen werden, wollen wir eine Beratungs und Unterstützungsstruktur fördern.
#2170Zu einem umfassenden Bewusstseinswandel kann es dabei nur dann kommen, wenn das Innere der Menschen berührt wird, was für einen Selbstbezug, die Problemerkennt nis und Handlungsveränderung maßgeblich ist.
#2171Künstlerische Methoden helfen, den Horizont zu erweitern, führen zu Selbstreflexion und wirken integrativ.
#2172Deshalb wollen wir GRÜNE uns verstärkt für den Einbezug der kulturellen Dimension in den Nachhaltigkeitsdiskurs einsetzen, den interdisziplinären Dialog ermöglichen und Experimentierräume öffnen.
#2173Digitalisierung – Bildungsoffensive für das Lernen in der digitalen Welt Die digitale Transformation durchdringt alle Lebensbereiche und verändert Wirtschaft und Gesellschaft.
#2174Digitale Kompetenzen sind unverzichtbar, auch um Prozesse zu ver stehen und hinterfragen zu können.
#2175Daher arbeiten wir in Nordrhein-Westfalen an einer Bildungsoffensive für das Lernen in der digitalen Welt.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: