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vom 16.03.2026 PDF
#2183
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Denn die Fähigkeit unserer Gesellschaft, sich wirtschaftlich, politisch, sozial und kulturell zu entwickeln und als solche zu bestehen, wird mit der zunehmenden Digitalisierung aller Lebensbereiche elementar davon abhängen, ob wir Kindern und Jugendlichen ermöglichen, digitale Sys teme mittels Codes, Algorithmen, Datenvernetzung und Computational Thinking plan voll zu erschaffen und zu verändern und an der digital geprägten Welt kommunikativ, kooperativ, kreativ und kritisch reflektierend teilzuhaben.
#2184Die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung wollen wir dabei auch in der Bildung als Querschnittsaufgabe fassen und in allen Schulfächern abbilden.
#2185Hierbei spielt die einzelne Schule als zentraler Ort des gemeinsamen Lernens im Kollegium und zwischen Lehrenden und Lernenden eine zentrale Rolle.
#2186In einer ersten Phase soll der bereits eingeführte Medienpass um informatische Kompetenzen erweitert und für alle Schüler*innen verbindlich werden.
#2187Informatik als Wahlpflichtfach oder als IT-Grundbil dung macht Sinn, damit Lernen im digitalen Wandel als Querschnittsaufgabe umgesetzt werden kann.
#2188In welcher Form der Erwerb informatischer Grundlagen im Primar und Sekundarbereich am besten in zukünftige Schulbetriebe integriert werden kann, er proben wir bereits heute in wissenschaftlich begleiteten Modellversuchen.
#2189Und uns ist klar: Der Weg zur digitalen Kompetenz zukünftiger Gesellschaften erfordert eine außer ordentliche Fortbildungsoffensive für die aktiven Lehrkräfte und eine fortschreitende Anpassung der Ausbildung zukünftiger Lehrer*innen und Erzieher*innen.
#2190Das Lernen in der digitalen Welt braucht natürlich auch eine entsprechende Infrastruktur in den Schu len.
#2191Digitale Endgeräte sollen im Schulalltag selbstverständlich werden.
#2192Die Schulen müssen flächendeckend mit der entsprechenden Infrastruktur ausgestattet und die Leh rer*innen diesbezüglich weitergebildet werden.
#2193Wir werden die Kommunen als Schul träger dabei weiterhin aktiv unterstützen.
#2194Deshalb wollen wir etwa ermöglichen, dass digitale Medien im Rahmen der Lernmittelbereitstellung und Lernmittelbeschaffung statt der Schulbuchbeschaffung anerkannt werden.
#2195Mit dem Einsatz digitaler Medien könnte auch das lästige Kopiergeld vermieden werden.
#2196Wir GRÜNE wollen zudem eine moderne und transparente Lernumgebung für Schü ler*innen, Eltern und Lehrer*innen schaffen, die mithilfe digitaler Plattformen wie zum Beispiel „Logineo“, „Moodle“ usw.
#2197umgesetzt werden soll.
#2198Durch die kostenlose Bereit stellung dieser Software und eine umfassende Fortbildung soll eine moderne und transparente Lernumgebung in allen Schulen in NRW geschaffen werden.
#2199Die Arbeit mit einer solchen Lernumgebung muss auch dazu beitragen, über das Recht auf informationelle Selbstbestimmung aufzuklären und hinsichtlich des Umgangs mit persönlichen Informationen in sozialen Netzwerken zu sensibilisieren.
#2200Wir GRÜNE werden an den Schulen den verstärkten Einsatz freier Software im Sinne von „Open Educational Resources“ unterstützen.
#2201Im Bereich der Medienkompetenz müs sen Themen wie Datenschutz, das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, sensib ler Umgang mit persönlichen Informationen in sozialen Netzwerken und verschiedene digitale Bedrohungen (technische wie soziale) nachhaltig behandelt werden.
#2202Deswegen wollen wir im „Medienpass NRW“ den Fokus auf ein verantwortungsvolles Verhalten im Internet legen.
#2203Die digitalen Erfahrungen können und sollen die sogenannten Primärerfahrungen nicht ersetzen.
#2204Bei der Entscheidung über den Einsatz von elektronischen Medien im Unterricht müssen auch die ökologische Bilanz sowie die Wartungskosten mit beachtet werden.
#2205Selbständige Schule – mehr Selbständigkeit wagen Von der Entwicklung des Modellvorhabens „Selbständige Schule“ haben viele Schulen in ihrer Entwicklung profitiert.
#2206Daran wollen wir nach 2017 anknüpfen und eine neue Offensive für mehr Selbständigkeit starten.
#2207Dabei soll vom Grundsatz her keine Frage von vornherein ausgeklammert werden.
#2208Es geht um Budgetverwaltung, Personalverant wortung, mehr Entscheidungsmöglichkeiten über multiprofessionelle Teams.
#2209Schulen sollen als selbständige Schulen darüber entscheiden, wen sie einstellen, wie sie den Unterricht organisieren und gestalten, wie die Stundentafel und das Differenzierungs angebot aussehen und ob und auf welche Weise sie Lerngruppen bilden.
#2210Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass alle Landesteile gut versorgt werden.
#2211Angesichts der vielen und von Schule zu Schule verschiedenen Herausforderungen wollen wir auch das Fortbildungsbudget der Schulen erhöhen, über das sie selbständig vor Ort entscheiden können.
#2212Hierzu werden wir die vorhandenen Fortbildungsmaßnah men ausbauen und inhaltlich weiterentwickeln.
#2213Strukturfragen – längeres gemeinsames Lernen weiter ausbauen Die Frage der Schulstruktur ist durch den Schulkonsens bis 2023 beantwortet.
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