Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 16.03.2026 PDF
#2210
Gleichzeitig muss sichergestellt sein, dass alle Landesteile gut versorgt werden.
#2211
Angesichts der vielen und von Schule zu Schule verschiedenen Herausforderungen wollen wir auch das Fortbildungsbudget der Schulen erhöhen, über das sie selbständig vor Ort entscheiden können.
#2212
Hierzu werden wir die vorhandenen Fortbildungsmaßnah men ausbauen und inhaltlich weiterentwickeln.
#2213
Strukturfragen – längeres gemeinsames Lernen weiter ausbauen Die Frage der Schulstruktur ist durch den Schulkonsens bis 2023 beantwortet.
#2214
Im Rah men dieses Konsenses setzen wir GRÜNE uns dafür ein, weiterhin die Gründung von neuen Schulen des gemeinsamen Lernens zu unterstützen.
#2215
Zudem werden wir die ge samte Schulentwicklung wie vereinbart evaluieren, um notwendige Entscheidungen rechtzeitig treffen zu können.
#2216
Unser Ziel ist und bleibt dabei ein Schulsystem, das nicht aussondert, sondern in dem Kinder gemeinsam lernen.
#2217
Die Schullandschaft hat sich verändert.
#2218
Dadurch wandelt sich auch die Rolle der Schulaufsicht.
#2219
Wir brauchen eine Aufgabenklärung für die untere und obere Schulauf sicht und für sich daraus ergebende fachliche und strukturelle Veränderungen.
#2220
Ziel ist es, eine gute Begleitung und Unterstützung der Schulen bei ihren Schulentwicklungs prozessen zu gewährleisten.
#2221
Schulen in freier Trägerschaft sind Bestandteil des öffentlich verantworteten Schulwesens.
#2222
Sie können Impulsgeber für die Schulentwicklung sein und müssen ihren Beitrag zu Chancengleichheit, sozialer Gerechtigkeit und Inklusion leisten.
#2223
Die öffentliche Finanzierung orientiert sich am Einhalten des Sonderungs und Dis kriminierungsverbots.
#2224
Es darf keine sozialen, kulturellen oder religiös motivierten Ausschlussgründe von den Bildungsangeboten geben.
#2225
Wir fördern Schulen, die Bil dung ganzheitlich begreifen und dazu beitragen, das Schulsystem sozial gerechter, inklusiver und damit leistungsstärker zu machen.
#2226
Wir wollen die Versuchs und Mo dellschulen in NRW endlich aus ihrem Inseldasein befreien und ihren wissenschaft lich fundierten und evaluierten Erfahrungsschatz für alle Schulen in NRW nutzbar machen.
#2227
Die Ausgangslage der Schulen für ihre pädagogische Arbeit ist sehr unterschiedlich.
#2228
Dem wollen wir gerecht werden und Ungleiches auch ungleich behandeln.
#2229
Die auf der Grundlage des Sozialindex vergebenen Stellen möchten wir ausweiten und die Kriterien der Vergabe weiterentwickeln.
#2230
Anknüpfend an den Schulkonsens wollen wir umfassende Schulangebote in der Flä che sichern, Teilstandorte stärken und die Umwandlung von Schulen auf der Grundlage eines pädagogischen Konzeptes und eines Zweidrittelvotums aller schulischen Gremien (Schulkonferenz, Lehrer*innenkonferenz und Schulpflegschaft) ermöglichen.
#2231
Schulzeit – mehr Individualisierung – jedes Kind braucht seine Zeit Wer die Kinder und das Ziel der bestmöglichen Bildung für alle in den Mittelpunkt rücken will, muss von einer einfachen, immer wieder übersehenen Wahrheit ausgehen, die uns GRÜNE leitet: Jedes Kind ist anders, jedes Kind hat eigene Wege, und jedes Kind braucht auch seine eigene Zeit.
#2232
Wir GRÜNE wollen deshalb jedem Kind eine an seine individuellen Voraussetzungen angepasste flexible Schulzeit ermöglichen.
#2233
Den unproduktiven Streit über G8/G9 wol len wir beenden.
#2234
Wir brauchen für die Debatte über die Schulzeit in Nordrhein-Westfalen eine neue Qualität und eine neue Kultur.
#2235
Die nächste Reform darf keine Reform sein, die sich an Organisationsstrukturen orientiert.
#2236
Die nächste Reform muss eine sein, die sich an den vielfältigen Bedürfnissen der Kinder orientiert – und zwar nicht nur am Gymnasium, sondern in allen Schulformen und für alle Schulabschlüsse.
#2237
Das bedeutet: Das Recht aller Kinder auf individuelle Förderung, wie es im NRW-Schul gesetz festgelegt ist, muss auch zu einem Recht auf die individuelle Lernzeit werden.
#2238
Die Grundschule mit der flexiblen Eingangsphase macht es vor – die Kinder können die früheren ersten beiden Schuljahre heute in ein bis drei Jahren durchlaufen.
#2239
Diesen Reformansatz wollen wir für alle Schulen der Sekundarstufe I und II ange messen entwickeln.
#2240
Damit erhöhen wir die Durchlässigkeit des Systems und gewähr leisten die Mobilität der Schüler*innen.


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