Dokument lesen
-
vom 16.03.2026 PDF
#2217
Fenster schließen und zurück
Die Schullandschaft hat sich verändert.
#2218Dadurch wandelt sich auch die Rolle der Schulaufsicht.
#2219Wir brauchen eine Aufgabenklärung für die untere und obere Schulauf sicht und für sich daraus ergebende fachliche und strukturelle Veränderungen.
#2220Ziel ist es, eine gute Begleitung und Unterstützung der Schulen bei ihren Schulentwicklungs prozessen zu gewährleisten.
#2221Schulen in freier Trägerschaft sind Bestandteil des öffentlich verantworteten Schulwesens.
#2222Sie können Impulsgeber für die Schulentwicklung sein und müssen ihren Beitrag zu Chancengleichheit, sozialer Gerechtigkeit und Inklusion leisten.
#2223Die öffentliche Finanzierung orientiert sich am Einhalten des Sonderungs und Dis kriminierungsverbots.
#2224Es darf keine sozialen, kulturellen oder religiös motivierten Ausschlussgründe von den Bildungsangeboten geben.
#2225Wir fördern Schulen, die Bil dung ganzheitlich begreifen und dazu beitragen, das Schulsystem sozial gerechter, inklusiver und damit leistungsstärker zu machen.
#2226Wir wollen die Versuchs und Mo dellschulen in NRW endlich aus ihrem Inseldasein befreien und ihren wissenschaft lich fundierten und evaluierten Erfahrungsschatz für alle Schulen in NRW nutzbar machen.
#2227Die Ausgangslage der Schulen für ihre pädagogische Arbeit ist sehr unterschiedlich.
#2228Dem wollen wir gerecht werden und Ungleiches auch ungleich behandeln.
#2229Die auf der Grundlage des Sozialindex vergebenen Stellen möchten wir ausweiten und die Kriterien der Vergabe weiterentwickeln.
#2230Anknüpfend an den Schulkonsens wollen wir umfassende Schulangebote in der Flä che sichern, Teilstandorte stärken und die Umwandlung von Schulen auf der Grundlage eines pädagogischen Konzeptes und eines Zweidrittelvotums aller schulischen Gremien (Schulkonferenz, Lehrer*innenkonferenz und Schulpflegschaft) ermöglichen.
#2231Schulzeit – mehr Individualisierung – jedes Kind braucht seine Zeit Wer die Kinder und das Ziel der bestmöglichen Bildung für alle in den Mittelpunkt rücken will, muss von einer einfachen, immer wieder übersehenen Wahrheit ausgehen, die uns GRÜNE leitet: Jedes Kind ist anders, jedes Kind hat eigene Wege, und jedes Kind braucht auch seine eigene Zeit.
#2232Wir GRÜNE wollen deshalb jedem Kind eine an seine individuellen Voraussetzungen angepasste flexible Schulzeit ermöglichen.
#2233Den unproduktiven Streit über G8/G9 wol len wir beenden.
#2234Wir brauchen für die Debatte über die Schulzeit in Nordrhein-Westfalen eine neue Qualität und eine neue Kultur.
#2235Die nächste Reform darf keine Reform sein, die sich an Organisationsstrukturen orientiert.
#2236Die nächste Reform muss eine sein, die sich an den vielfältigen Bedürfnissen der Kinder orientiert – und zwar nicht nur am Gymnasium, sondern in allen Schulformen und für alle Schulabschlüsse.
#2237Das bedeutet: Das Recht aller Kinder auf individuelle Förderung, wie es im NRW-Schul gesetz festgelegt ist, muss auch zu einem Recht auf die individuelle Lernzeit werden.
#2238Die Grundschule mit der flexiblen Eingangsphase macht es vor – die Kinder können die früheren ersten beiden Schuljahre heute in ein bis drei Jahren durchlaufen.
#2239Diesen Reformansatz wollen wir für alle Schulen der Sekundarstufe I und II ange messen entwickeln.
#2240Damit erhöhen wir die Durchlässigkeit des Systems und gewähr leisten die Mobilität der Schüler*innen.
#2241Wir fangen in Nordrhein-Westfalen auch bei den weiterführenden Schulen da nicht bei null an, denn das Prinzip der individuellen Förderung hat sich bereits an vielen Schulen durchgesetzt.
#2242Eine individuelle, flexible Schullaufbahn ist ein logischer nächs ter Schritt.
#2243Unser Ansatz kann sukzessive und ohne Gesamtumbau umgesetzt werden.
#2244Im Übrigen sind auch die vielen guten Entwicklungen an den Gymnasien, um die Kinder und Jugendlichen bei G8 zu entlasten, wertvolle und wichtige Etappen auf diesem Weg der individuellen Förderung.
#2245Es ist nicht wichtig, ob Kinder zwölf, dreizehn, oder vierzehn Jahre in die Schule gehen.
#2246Wichtig ist, dass alle Kinder gut lernen im Sinne einer umfassenden Persönlichkeitsbildung.
#2247Wichtig ist auch, dass sie den besten Abschluss schaffen, den sie jeweils individuell erreichen können – was nicht bedeutet, dass alle Abitur machen werden.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: