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vom 16.03.2026 PDF
#2229
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Die auf der Grundlage des Sozialindex vergebenen Stellen möchten wir ausweiten und die Kriterien der Vergabe weiterentwickeln.
#2230Anknüpfend an den Schulkonsens wollen wir umfassende Schulangebote in der Flä che sichern, Teilstandorte stärken und die Umwandlung von Schulen auf der Grundlage eines pädagogischen Konzeptes und eines Zweidrittelvotums aller schulischen Gremien (Schulkonferenz, Lehrer*innenkonferenz und Schulpflegschaft) ermöglichen.
#2231Schulzeit – mehr Individualisierung – jedes Kind braucht seine Zeit Wer die Kinder und das Ziel der bestmöglichen Bildung für alle in den Mittelpunkt rücken will, muss von einer einfachen, immer wieder übersehenen Wahrheit ausgehen, die uns GRÜNE leitet: Jedes Kind ist anders, jedes Kind hat eigene Wege, und jedes Kind braucht auch seine eigene Zeit.
#2232Wir GRÜNE wollen deshalb jedem Kind eine an seine individuellen Voraussetzungen angepasste flexible Schulzeit ermöglichen.
#2233Den unproduktiven Streit über G8/G9 wol len wir beenden.
#2234Wir brauchen für die Debatte über die Schulzeit in Nordrhein-Westfalen eine neue Qualität und eine neue Kultur.
#2235Die nächste Reform darf keine Reform sein, die sich an Organisationsstrukturen orientiert.
#2236Die nächste Reform muss eine sein, die sich an den vielfältigen Bedürfnissen der Kinder orientiert – und zwar nicht nur am Gymnasium, sondern in allen Schulformen und für alle Schulabschlüsse.
#2237Das bedeutet: Das Recht aller Kinder auf individuelle Förderung, wie es im NRW-Schul gesetz festgelegt ist, muss auch zu einem Recht auf die individuelle Lernzeit werden.
#2238Die Grundschule mit der flexiblen Eingangsphase macht es vor – die Kinder können die früheren ersten beiden Schuljahre heute in ein bis drei Jahren durchlaufen.
#2239Diesen Reformansatz wollen wir für alle Schulen der Sekundarstufe I und II ange messen entwickeln.
#2240Damit erhöhen wir die Durchlässigkeit des Systems und gewähr leisten die Mobilität der Schüler*innen.
#2241Wir fangen in Nordrhein-Westfalen auch bei den weiterführenden Schulen da nicht bei null an, denn das Prinzip der individuellen Förderung hat sich bereits an vielen Schulen durchgesetzt.
#2242Eine individuelle, flexible Schullaufbahn ist ein logischer nächs ter Schritt.
#2243Unser Ansatz kann sukzessive und ohne Gesamtumbau umgesetzt werden.
#2244Im Übrigen sind auch die vielen guten Entwicklungen an den Gymnasien, um die Kinder und Jugendlichen bei G8 zu entlasten, wertvolle und wichtige Etappen auf diesem Weg der individuellen Förderung.
#2245Es ist nicht wichtig, ob Kinder zwölf, dreizehn, oder vierzehn Jahre in die Schule gehen.
#2246Wichtig ist, dass alle Kinder gut lernen im Sinne einer umfassenden Persönlichkeitsbildung.
#2247Wichtig ist auch, dass sie den besten Abschluss schaffen, den sie jeweils individuell erreichen können – was nicht bedeutet, dass alle Abitur machen werden.
#2248Um den Schulen einen sanften Weg für diese Veränderung zu ermöglichen, wollen wir ihnen im Schulgesetz verschiedene Optionen für die individuelle Lernzeit ermögli chen.
#2249Die Kernpunkte unseres Modells sind die folgenden: ■ Der schulrechtliche Rahmen ist für alle Gymnasien gleich.
#2250Damit sichern wir Ver gleichbarkeit, Durchlässigkeit und Mobilität.
#2251An jedem Gymnasium, auch an kleinen Gymnasien, wird ein acht oder neunjähriger Weg zum Abitur angeboten.
#2252Individuelle Lernzeit findet in den Klassen 7 bis 10 statt.
#2253Die Eltern und Schüler*in nen werden aufgrund der Lern und Leistungsentwicklung des Kindes umfassend beraten, die Entscheidung über den weiteren Weg wird nach der Erprobungsstufe Klasse 6 getroffen.
#2254Es gibt zwei Wege zur individuellen Lernzeit: Entweder bildet die Schule nach der Klasse 6 einen dreijährigen und einen vierjährigen Zweig.
#2255Oder die Schule bietet allen Kindern in diesem Zeitraum neben dem Unterricht im Klassenverband auch individuelle Lernzeiten an, mit Wahlpflichtfächern und dem Besuch des Unterrichts höherer und bzw.
#2256oder niedrigerer Jahrgangsstufen – je nach Lernfortschritt.
#2257Dann kann die Zeit bis zur Oberstufe fünf oder sechs Jahre dauern.
#2258Die gymnasiale Ober stufe selbst bleibt dreijährig.
#2259Zukünftig wird auch an den Gymnasien grundsätzlich der mittlere Bildungsabschluss erworben.
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