Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 16.03.2026 PDF
#2239
Diesen Reformansatz wollen wir für alle Schulen der Sekundarstufe I und II ange messen entwickeln.
#2240
Damit erhöhen wir die Durchlässigkeit des Systems und gewähr leisten die Mobilität der Schüler*innen.
#2241
Wir fangen in Nordrhein-Westfalen auch bei den weiterführenden Schulen da nicht bei null an, denn das Prinzip der individuellen Förderung hat sich bereits an vielen Schulen durchgesetzt.
#2242
Eine individuelle, flexible Schullaufbahn ist ein logischer nächs ter Schritt.
#2243
Unser Ansatz kann sukzessive und ohne Gesamtumbau umgesetzt werden.
#2244
Im Übrigen sind auch die vielen guten Entwicklungen an den Gymnasien, um die Kinder und Jugendlichen bei G8 zu entlasten, wertvolle und wichtige Etappen auf diesem Weg der individuellen Förderung.
#2245
Es ist nicht wichtig, ob Kinder zwölf, dreizehn, oder vierzehn Jahre in die Schule gehen.
#2246
Wichtig ist, dass alle Kinder gut lernen im Sinne einer umfassenden Persönlichkeitsbildung.
#2247
Wichtig ist auch, dass sie den besten Abschluss schaffen, den sie jeweils individuell erreichen können – was nicht bedeutet, dass alle Abitur machen werden.
#2248
Um den Schulen einen sanften Weg für diese Veränderung zu ermöglichen, wollen wir ihnen im Schulgesetz verschiedene Optionen für die individuelle Lernzeit ermögli chen.
#2249
Die Kernpunkte unseres Modells sind die folgenden: ■ Der schulrechtliche Rahmen ist für alle Gymnasien gleich.
#2250
Damit sichern wir Ver gleichbarkeit, Durchlässigkeit und Mobilität.
#2251
An jedem Gymnasium, auch an kleinen Gymnasien, wird ein acht oder neunjähriger Weg zum Abitur angeboten.
#2252
Individuelle Lernzeit findet in den Klassen 7 bis 10 statt.
#2253
Die Eltern und Schüler*in nen werden aufgrund der Lern und Leistungsentwicklung des Kindes umfassend beraten, die Entscheidung über den weiteren Weg wird nach der Erprobungsstufe Klasse 6 getroffen.
#2254
Es gibt zwei Wege zur individuellen Lernzeit: Entweder bildet die Schule nach der Klasse 6 einen dreijährigen und einen vierjährigen Zweig.
#2255
Oder die Schule bietet allen Kindern in diesem Zeitraum neben dem Unterricht im Klassenverband auch individuelle Lernzeiten an, mit Wahlpflichtfächern und dem Besuch des Unterrichts höherer und bzw.
#2256
oder niedrigerer Jahrgangsstufen – je nach Lernfortschritt.
#2257
Dann kann die Zeit bis zur Oberstufe fünf oder sechs Jahre dauern.
#2258
Die gymnasiale Ober stufe selbst bleibt dreijährig.
#2259
Zukünftig wird auch an den Gymnasien grundsätzlich der mittlere Bildungsabschluss erworben.
#2260
Die Gesamtschulen erhalten ebenfalls die Möglichkeit, die Schullaufbahn zukünftig noch individueller zu gestalten.
#2261
Die zweite Fremdsprache beginnt an allen weiterfüh renden Schulen wieder mit der Klasse 7.
#2262
Wir GRÜNE wollen, dass bis 2019/2020 alle betroffenen Schulen die individuelle Lernzeit anbieten.
#2263
Zuvor starten wir eine entsprechende Fortbildungsoffensive für die Lehrkräfte mit extra Zeit.
#2264
Unser Modell der individuellen Lernzeit verbindet die Strukturdebatte um G8 und G9 mit der Frage der Schulentwicklung und schlägt somit zwei Fliegen mit einer Klappe.
#2265
Die leidige Diskussion um die Dauer der Schulzeit wird aufgelöst und Schulen können sich ausgehend von ihrer Situation weiterentwickeln und so den bestmöglichen Unter richt anbieten.
#2266
Davon profitieren alle: Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern.
#2267
Jedem Kind seine eigene Zeit – das ist unser Motto, dafür treten wir ein.
#2268
G8/G9 war gestern – individuelle flexible Schulzeit ist morgen.
#2269
Schulfinanzen – gerechte Bezahlung für Lehrkräfte und Kooperationsgebot Schule ist mehr als Lernen und in Schulen arbeiten mehr als nur Lehrer*innen.


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