Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 16.03.2026 PDF
#2246
Wichtig ist, dass alle Kinder gut lernen im Sinne einer umfassenden Persönlichkeitsbildung.
#2247
Wichtig ist auch, dass sie den besten Abschluss schaffen, den sie jeweils individuell erreichen können – was nicht bedeutet, dass alle Abitur machen werden.
#2248
Um den Schulen einen sanften Weg für diese Veränderung zu ermöglichen, wollen wir ihnen im Schulgesetz verschiedene Optionen für die individuelle Lernzeit ermögli chen.
#2249
Die Kernpunkte unseres Modells sind die folgenden: ■ Der schulrechtliche Rahmen ist für alle Gymnasien gleich.
#2250
Damit sichern wir Ver gleichbarkeit, Durchlässigkeit und Mobilität.
#2251
An jedem Gymnasium, auch an kleinen Gymnasien, wird ein acht oder neunjähriger Weg zum Abitur angeboten.
#2252
Individuelle Lernzeit findet in den Klassen 7 bis 10 statt.
#2253
Die Eltern und Schüler*in nen werden aufgrund der Lern und Leistungsentwicklung des Kindes umfassend beraten, die Entscheidung über den weiteren Weg wird nach der Erprobungsstufe Klasse 6 getroffen.
#2254
Es gibt zwei Wege zur individuellen Lernzeit: Entweder bildet die Schule nach der Klasse 6 einen dreijährigen und einen vierjährigen Zweig.
#2255
Oder die Schule bietet allen Kindern in diesem Zeitraum neben dem Unterricht im Klassenverband auch individuelle Lernzeiten an, mit Wahlpflichtfächern und dem Besuch des Unterrichts höherer und bzw.
#2256
oder niedrigerer Jahrgangsstufen – je nach Lernfortschritt.
#2257
Dann kann die Zeit bis zur Oberstufe fünf oder sechs Jahre dauern.
#2258
Die gymnasiale Ober stufe selbst bleibt dreijährig.
#2259
Zukünftig wird auch an den Gymnasien grundsätzlich der mittlere Bildungsabschluss erworben.
#2260
Die Gesamtschulen erhalten ebenfalls die Möglichkeit, die Schullaufbahn zukünftig noch individueller zu gestalten.
#2261
Die zweite Fremdsprache beginnt an allen weiterfüh renden Schulen wieder mit der Klasse 7.
#2262
Wir GRÜNE wollen, dass bis 2019/2020 alle betroffenen Schulen die individuelle Lernzeit anbieten.
#2263
Zuvor starten wir eine entsprechende Fortbildungsoffensive für die Lehrkräfte mit extra Zeit.
#2264
Unser Modell der individuellen Lernzeit verbindet die Strukturdebatte um G8 und G9 mit der Frage der Schulentwicklung und schlägt somit zwei Fliegen mit einer Klappe.
#2265
Die leidige Diskussion um die Dauer der Schulzeit wird aufgelöst und Schulen können sich ausgehend von ihrer Situation weiterentwickeln und so den bestmöglichen Unter richt anbieten.
#2266
Davon profitieren alle: Schüler*innen, Lehrkräfte und Eltern.
#2267
Jedem Kind seine eigene Zeit – das ist unser Motto, dafür treten wir ein.
#2268
G8/G9 war gestern – individuelle flexible Schulzeit ist morgen.
#2269
Schulfinanzen – gerechte Bezahlung für Lehrkräfte und Kooperationsgebot Schule ist mehr als Lernen und in Schulen arbeiten mehr als nur Lehrer*innen.
#2270
Wir wollen mehr multiprofessionelles Personal in den Schulen und deshalb die rechtli chen und finanziellen Möglichkeiten für Schulen erweitern, multiprofessionelle Teams zu bilden.
#2271
So können beispielsweise Schulsozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen, Sonderpädagog*innen, Schulpsycholog*innen, Therapeut*innen, aber auch Künstler*in nen, Handwerker*innen oder Gesundheitsberater*innen ein Schulteam bereichern und so die Schule für die Kinder und Jugendlichen attraktiver gestalten.
#2272
Nachdem der Bund die Schulsozialarbeit nicht mehr weiterfinanzierte, ist das Land eingesprungen und hat die Kommunen dabei unterstützt, dieses gute Angebot für die Schulen beibehalten zu können.
#2273
Bildungspolitik ist und bleibt eine Kernaufgabe der Länder.
#2274
Allerdings muss der Bund wieder die Möglichkeit haben, sich bei wichtigen bildungspolitischen Aufgaben enga gieren zu können, ohne absurde Hilfskonstruktionen schaffen zu müssen wie etwa beim Bildungs und Teilhabepaket.
#2275
Wir stehen mit der Inklusion, der Integration und dem weiteren Ausbau des Ganztags vor großen Herausforderungen, die nicht allein bildungs politischer Natur sind, sondern handfeste Wirtschafts-, Sozial und Integrationspolitik.
#2276
Deshalb setzen wir uns weiterhin für ein Kooperationsgebot statt des absurden Koope rationsverbots ein.


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