Dokument lesen
-
vom 16.03.2026 PDF
#2268
Fenster schließen und zurück
G8/G9 war gestern – individuelle flexible Schulzeit ist morgen.
#2269Schulfinanzen – gerechte Bezahlung für Lehrkräfte und Kooperationsgebot Schule ist mehr als Lernen und in Schulen arbeiten mehr als nur Lehrer*innen.
#2270Wir wollen mehr multiprofessionelles Personal in den Schulen und deshalb die rechtli chen und finanziellen Möglichkeiten für Schulen erweitern, multiprofessionelle Teams zu bilden.
#2271So können beispielsweise Schulsozialarbeiter*innen, Sozialpädagog*innen, Sonderpädagog*innen, Schulpsycholog*innen, Therapeut*innen, aber auch Künstler*in nen, Handwerker*innen oder Gesundheitsberater*innen ein Schulteam bereichern und so die Schule für die Kinder und Jugendlichen attraktiver gestalten.
#2272Nachdem der Bund die Schulsozialarbeit nicht mehr weiterfinanzierte, ist das Land eingesprungen und hat die Kommunen dabei unterstützt, dieses gute Angebot für die Schulen beibehalten zu können.
#2273Bildungspolitik ist und bleibt eine Kernaufgabe der Länder.
#2274Allerdings muss der Bund wieder die Möglichkeit haben, sich bei wichtigen bildungspolitischen Aufgaben enga gieren zu können, ohne absurde Hilfskonstruktionen schaffen zu müssen wie etwa beim Bildungs und Teilhabepaket.
#2275Wir stehen mit der Inklusion, der Integration und dem weiteren Ausbau des Ganztags vor großen Herausforderungen, die nicht allein bildungs politischer Natur sind, sondern handfeste Wirtschafts-, Sozial und Integrationspolitik.
#2276Deshalb setzen wir uns weiterhin für ein Kooperationsgebot statt des absurden Koope rationsverbots ein.
#2277Wir wollen einen Bachelorstudiengang Schulmanagement und eine Fortbildung zur Schulleitungsassistenz entwickeln, um die Schulen und Lehrkräfte bei der Verwaltungs arbeit dauerhaft zu unterstützen und zu entlasten.
#2278So können sich die Lehrkräfte stärker auf ihre pädagogischen Kernaufgaben konzentrieren.
#2279Wir wollen diese Unterstützung für die Schulleitungsarbeit und die Schulen systematisch und verlässlich auf den Weg bringen.
#2280Deswegen werden wir GRÜNE uns in Bund, Land und Kommunen dafür einset zen, dass Schulsozialarbeit dauerhaft flächendeckend angeboten wird.
#2281Die Besoldung und Bezahlung ist an mehreren Stellen ungerecht.
#2282Bislang werden Lehrkräfte an Grundschulen schlechter bezahlt als die an weiterführenden Schulen.
#2283Das wurde früher mit der kürzeren Studiendauer für das Grundschullehramt begründet.
#2284Seit 2009 ist aber die Studiendauer gleich.
#2285Deshalb wollen wir, dass Grundschullehrkräfte in Zukunft besser bezahlt werden.
#2286Ebenso wollen wir die Bezahlung der Lehrkräfte in der Sekundarstufe I angleichen.
#2287Wir GRÜNE wollen, dass die Lehrer*innen unabhängig von der Schulform bezahlt werden.
#2288Für Fachlehrkräfte wollen wir Weiterqualifizierungs möglichkeiten schaffen.
#2289Auch zwischen verbeamteten und angestellten Lehrkräften be stehen deutliche Ungerechtigkeiten, insbesondere bei der Bezahlung, die in Zukunft tarifvertraglich abgeschmolzen werden müssen.
#2290Schule – das wollen wir GRÜNE: ■ das ganze Schulsystem weiter auf die individuelle Förderung der Kinder und Jugendlichen ausrichten ■ eine Öffnungsklausel im Schulgesetz, um individuelle Lernzeiten zu ermöglichen ■ längeres gemeinsames Lernen weiter fördern und besonders unterstützen ■ den Ganztag ausbauen und weiterentwickeln ■ innere Schulentwicklung und Selbständigkeit der Schulen stärken ■ Alltags und Lebensgestaltungskompetenzen in der Schule verankern ■ Beratung, Unterstützung und personelle Ausstattung der Schulen auf dem Weg zur Inklusion ausbauen ■ mehr Multiprofessionalität in die Schulen bringen ■ bessere Bezahlung für Grundschullehrer*innen und -leitungen, Angleichung in der Sekundarstufe I ■ die Unterrichtsversorgung weiter verbessern durch Sicherung und bedarfsgerechten Ausbau der Ressourcen ■ die Fortbildung stärken, vor allem für Inklusion und Integration, digitales Lernen und Demokratie, BNE und Verbraucherbildung BERUFLICHE BILDUNG UND AUSBILDUNG Berufliche Bildung und Ausbildung sind die Voraussetzung für Teilhabe an einer sich wandelnden Gesellschaft und für Teilhabegerechtigkeit in ihr.
#2291Gesellschaftliche Teilha be ist eine wichtige Voraussetzung für eine zusammenwachsende und demokratische Gesellschaft.
#2292Berufliche Bildung und Ausbildung gehören daher im Wesentlichen in die öffentliche Hand.
#2293Ihre Lehrkräfte sind entsprechend auszubilden.
#2294Die Unternehmen, die aufgrund ihrer Größe besonders dazu in der Lage wären, bilden trotz zunehmendem Fachkräftebedarf nach wie vor zu wenig aus.
#2295Jugendliche brauchen aber eine gute Ausbildung, weil sie der Garant für die eigene berufliche Zukunft ist.
#2296In NRW erhalten alle Schüler*innen ab der 8.
#2297Klasse mit Kein Abschluss ohne An schluss (KAoA) eine Berufsorientierung.
#2298Die Berufskollegs sind ein wichtiger Eckpfeiler des nordrhein-westfälischen Schulsystems.
Fenster schließen und zurück
Anzeige: