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vom 17.03.2026 PDF
#2315
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Die Wirkung von Geschlechterklischees und Rollenerwartungen wollen wir durch eine geschlechtersensible Beratung minimieren, um die Jugendlichen zu ermuti gen, ihre persönlichen Interessen bei der Berufswahl zu verfolgen.
#2316Derzeit ist das Übergangssystem Schule-Beruf im Rahmen einer schulischen Beglei tung bis einschließlich Klasse 10 angelegt und konzipiert.
#2317In der Klasse 11 sollte ein weiterer Baustein ins KAoA-System eingebaut werden: eine „Berufsorientierung plus“ für Schüler*innen auf dem Weg zum Abitur.
#2318Auch sie brauchen die Möglichkeit, sich in tensiv über das Ausbildungssystem und Studiengänge zu informieren.
#2319Jedes Jahr arbeiten tausende junge Menschen im Freiwilligendienst.
#2320Wer sich frei willig für ein FSJ, FÖJ oder einen ähnlichen Dienst entscheidet, leistet wertvolle Bei träge zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und verdient unseren Respekt.
#2321Für GRÜNE ist klar, dass diese freiwillige Arbeit nicht zu Ausbeutung oder finanziellen Belastung führen darf.
#2322Daher wollen wir die finanzielle Absicherung gewährleisten und setzen uns für ein landesweites Ticket für Menschen im Freiwilligendienst und Auszubildende ein.
#2323Ebenso wollen wir die Anerkennungspraxis als Bildungsmaßnahme evaluieren und verbessern.
#2324Ausbildung und berufliche Bildung – Berufskollegs weiterentwickeln, Ausbildungsplätze schaffen Die wichtige Arbeit der Berufskollegs an der Schnittstelle zwischen Schule und Ausbil dung wollen wir weiterhin fördern und begleiten.
#2325Wir werden die Vernetzung der Be rufskollegs untereinander und mit den Regionalen Bildungsnetzwerken ausbauen und weiterentwickeln.
#2326Wir werden dafür sorgen, dass Angebote des Berufskollegs auch wei terhin und dauerhaft in der Fläche vorhanden sind.
#2327Zudem werden wir die Berufskollegs auf dem Weg zur Inklusion auch künftig intensiv begleiten und unterstützen.
#2328Die Chancen beruflicher Karrieren durch duale berufliche Bildung müssen Schü ler*innen und Eltern stärker verdeutlicht werden.
#2329Berufskollegs sollen sich zu Regio nalen Berufsbildungszentren entwickeln, mit Angeboten von der Erstausbildung bis zu Techniker*innen oder Meister*innen.
#2330Berufliche und akademische Bildung müssen durchlässiger werden.
#2331So gewinnt die berufliche Bildung gerade auch in der Fläche an Attraktivität.
#2332Es gibt in manchen Regionen und Berufen deutlich zu wenige Ausbildungsplätze.
#2333Die Unternehmen müssen ihrer Ausbildungspflicht stärker als bisher nachkommen, da mit alle Jugendlichen einen passenden Ausbildungsplatz finden können.
#2334Die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen greift nicht.
#2335Nur jeder vierte Betrieb in NRW bil det aus.
#2336Wir wollen deshalb nach dem erfolgreichen Modell im Bereich der Altenpflege ausbildung auch in anderen Bereichen eine Ausbildungsplatzabgabe einführen.
#2337Dabei zahlen Unternehmen in einen Ausbildungsfonds ein.
#2338Aus diesem werden betriebliche und vollzeitschulische Ausbildungsplätze finanziert.
#2339Wer ausbildet, erhält dann Geld aus diesem Fonds.
#2340Um allen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz anbieten zu können, wollen wir aber auch die außerbetrieblichen Ausbildungsmöglichkeiten ausbauen.
#2341Dafür wollen wir Be rufskollegs, Jugendhilfe und Kammern besser vernetzen.
#2342Wir wollen, dass das Bundesprogramm „Assistierte Ausbildung“ in NRW besser be kannt und genutzt wird, um weitere Zugänge und Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen zu schaffen.
#2343Wir möchten den Produktionsschulansatz überprüfen und weiterentwickeln.
#2344Dazu soll eine Evaluation durchgeführt werden, deren Ergebnisse die Grundlage für kon zeptionelle Verbesserungen sein müssen.
#2345Zu überprüfen ist auch, inwieweit die zen tralen Elemente des ursprünglichen Produktionsschulansatzes (freiwillige Teilnahme, Zahlung eines Produktionsschulentgeltes als Motivationsanreiz) in NRW realisiert sind oder noch realisiert werden können.
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