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vom 17.03.2026 PDF
#224
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Wir wollen dem Schutz unserer Gewässer zukünftig einen noch höhe ren Stellenwert geben.
#225Die Einleitung von gefährlichen Stoffen wollen wir so schnell wie möglich unterbinden, den vorsorgenden Hochwasserschutz weiterentwickeln und die Infrastruktur der Ver und Entsorgungssysteme in der Wasser und Abwasserwirt schaft auf hohem Niveau sicherstellen.
#226Datenverbünde zwischen Land und Kommunen sollen der Verknüpfung von Umweltdaten und der Minimierung von Aufwendungen die nen.
#227Die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie in NRW muss beschleunigt und der vorsorgende ökologische Hochwasserschutz sowie die Starkregenprävention müssen in der Regional und Bauleitplanung verankert werden.
#228Lebendige Gewässer Lebendige, dynamisch fließende Gewässer mit naturnahen Auen oder zumindest ausrei chenden Entwicklungsräumen erhöhen die Biodiversität und bilden bedeutende Vernet zungsstrukturen im Biotopverbund.
#229Sie ermöglichen Wanderfischen wie Aal, Lachs und Maifisch, vom Meer ins Land zu kommen, und gewährleisten einen natürlichen Hoch wasserschutz.
#230Das „Zielartengewässerkonzept“ des Landes NRW ist hierbei ein geeig neter Ansatz.
#231kologisch wertvolle Gewässer bilden Erholungszonen für den Menschen in der Stadt und auf dem Lande und tragen zur Identifikation der Menschen mit ihren Gewässern bei.
#232Wir nehmen die europaweit geltende Vorgabe ernst, dass unsere Gewäs ser und unser Grundwasser spätestens 2027 wieder einen naturnahen Zustand erreicht haben.
#233Das 2010 begonnene Programm „Lebendige Gewässer“ wollen wir fortsetzen.
#234Dies ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen und der Wasserverbände, die nicht an der jeweiligen Kassenlage orientiert werden darf.
#235Nordrhein-Westfalen hat sich aktiv an dem Maßnahmenprogramm 2015 bis 2018 für die Weser beteiligt.
#236Besondere Bedeutung hierbei hat der gemeinsam mit benachbarten Bundesländern in Gang gebrachte „Masterplan Salzreduzierung“.
#237Ziel ist, die Weser wie der zu einem Fluss in gutem ökologischem Zustand zu machen.
#238soll die Wirksam keit der Maßnahmen in einem Werra-Weser-Check überprüft werden.
#239Wir werden die Begleitung und Überprüfung zur Verbesserung der Wasserqualität an Weser und Werra weiterführen.
#240berall im Land wollen wir Modellregionen für Wasserkreisläufe ermögli chen.
#241So können gelungene Beispiele für die Wiederherstellung des guten ökologischen Gewässerzustandes Vorbilder für andere Landesteile sein und neue Ideen und Techniken beim Gewässerschutz etabliert werden.
#242Im Sinne der Europäischen Wasserrahmenricht linie wollen wir unsere Fließgewässer wieder für ihre Bewohner durchgängig machen und ihnen so einen Teil ihrer ursprünglichen Dynamik zurückgeben.
#243Grüner Rhein Mit einem umfassenden, großen und grünen Infrastrukturprojekt „Grüner Rhein“ ver knüpfen wir Klima-, Umwelt und Naturschutz mit einer nachhaltigen Wasser und Schifffahrtspolitik.
#244Analog zu den Aktivitäten unserer niederländischen Nachbarn („Ruimte voor de rivier/Grensmaats“) wollen wir ein Programm „Grüner Rhein“ auf den Weg bringen, das Leben und Wasser nachhaltig miteinander in Beziehung setzt und dabei gleichermaßen Sicherheitsfragen sowie die Verstärkung der ökologischen, land schaftlichen und wirtschaftlichen Funktionen des Rheins verknüpft.
#245Insgesamt soll „un serem“ Rhein wieder mehr Raum gegeben werden, damit Auenlandschaften entstehen können, gegebenenfalls Altarme belebt werden und die ökologischen Funktionen sowie die des integrierten Hochwasserschutzes gestärkt werden.
#246Der Rohstoffabbau von Kies, Sand und Kalksteinen ist mit hohen Verlusten anderer Naturgüter verbunden.
#247Die Speicher und Filterfunktion für unser Grundwasser ist stär ker zu gewichten.
#248Die Kulturlandschaften sind zu erhalten und der unwiederbringliche Verlust der Bodenfunktionen, zum Beispiel die dauerhafte Aufgabe von landwirtschaft lichen Anbauflächen, zu vermeiden.
#249Hierzu müssen geeignete Instrumente wie die Einführung einer Rohstoffabgabe (Kies-Euro) geschaffen werden.
#250Weitere Verbesserungen der restriktiven Bedarfsprüfung zur wirksamen Flächen und Mengenreduzierung, Unterstützung eines umweltverträg lichen Rohstoff-Recyclings durch eine Anschubfinanzierung, insbesondere für Vorhaben zur Rückgewinnung der Primärrohstoffe und zur Finanzierung nachhaltiger Projekte in den betroffenen Kommunen, können weitere Maßnahmen sein.
#251Ferner sollen Trinkwasser-/Wasser-Reservegebiete und Naturschutzgebiete unbe rührt bleiben Mikroeinträge reduzieren Eine zunehmende Belastung unserer Gewässer stellen die verschiedenen Mikroeinträ ge dar.
#252Dazu zählen winzige Kunststoffpartikel, etwa aus Kleidungsabrieb und Kosme tik und Hygieneartikelzusätzen, aber auch Medikamentenrückstände, insbesondere aus den Abwässern von Mastbetrieben und Krankenhäusern.
#253ber den Bundesrat streben wir ein Verbot von Mikroplastik an.
#254Gemeinsam mit Produzent*innen wollen 18 19 wir den Eintrag von Mikroplastik schon an der Quelle verhindern.
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