Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 16.03.2026 PDF
#2408
Lehre und Forschung an den Hochschulen müssen zivil bleiben und sollen nicht militärischen Zwecken oder Rüstungszwecken dienen.
#2409
Die Anwendung der mit dem Hochschulzukunftsgesetz ein geführten Klausel für friedliche Forschung an den Hochschulen wollen wir im Blick behalten.
#2410
Wir setzen uns dafür ein, dass viele Hochschulen eigene Zivilklauseln einrich ten.
#2411
Dafür werden wir den Hochschulaktiven, die sich dafür einsetzen, unterstützend zur Seite stehen.
#2412
Die Drittmittelvergabe an Hochschulen muss größtmöglich transparent sein, damit etwaige Einflüsse auf Forschung und Lehre sichtbar werden.
#2413
Hochschulen und For schungseinrichtungen in NRW leisten einen wichtigen Beitrag in den Bereichen Frieden, internationale Beziehungen und Eine Welt.
#2414
Wir wollen die wissenschaftlichen Einrich tungen, die in diesen Bereichen forschen und lehren, stärker finanziell unterstützen und ihnen helfen, sich untereinander zu vernetzen.
#2415
Von einem solchen Netzwerk verspre- chen wir uns positive Synergieeffekte für die Region und global gesehen.
#2416
Für die bundesweit bedeutende FernUniversität in Hagen wollen wir endlich eine Bund-Länder-Finanzierung erreichen, die die Ausgaben für die größte deutsche Hoch schule gerecht verteilt.
#2417
Nur ein Drittel der Studierenden der FernUniversität kommt aus NRW, aber das Land trägt zwei Drittel der Ausgaben.
#2418
Der Bund und die anderen Länder dürfen sich hier nicht weiterhin verweigern.
#2419
Statt nur wenige „internationale Spitzenuniversitäten“ zu fördern, sollen sich die Hochschulen in der Breite mit ihren jeweiligen Stärken profilieren können.
#2420
Das betrifft insbesondere die Ausgestaltung von Bundes und Bund-Länder-Programmen.
#2421
Studieren – Klare Absage an Studiengebühren Wer studieren will, soll einen Studienplatz mit guten Studienbedingungen bekommen können.
#2422
Bisher unterstützen Bund und Länder die starke Nachfrage nach Studienplätzen mit dem Hochschulpakt, der allerdings 2020 endet.
#2423
Da der Studierenden-Boom im kom menden Jahrzehnt nicht abebben wird, soll sich NRW dafür einsetzen, dass der Hoch schulpakt dauerhaft fortgeführt wird und dann auch Masterstudienplätze finanziert.
#2424
Die Ausgaben pro Studienplatz wollen wir auf OECD-Durchschnitt anheben.
#2425
Wir wollen die Umsetzung des bundesweiten Programms „Dialogorientiertes Ser viceverfahren“ weiter unterstützen.
#2426
NRW ist hier bereits beispielhaft vorangegangen, damit künftig Studienplätze effektiver vergeben werden können und weniger Studien plätze unbesetzt bleiben.
#2427
Langfristig wollen wir, dass alle Bachelor-Absolvent*innen ihr Studium mit einem Master fortsetzen können.
#2428
Daher streben wir die Einführung eines rechtsverbindlichen Anspruches auf einen Masterplatz an.
#2429
Insbesondere im Lehramtsstudium ist ein Master studium für die spätere Berufsausübung zwingend nötig.
#2430
Deshalb wollen wir zusammen mit den Hochschulen ein Modell für die kombinierte Zulassung im Lehramtsstudium er möglichen, damit Bachelor-Absolvent*innen auch einen Masterplatz am gleichen Studi enort zugesichert bekommen.
#2431
Zudem wollen wir gemeinsam mit den Hochschulen auf die Abschaffung von Mindestnoten und ähnlichen Zugangshürden zum Masterstudium hinar beiten, damit keine Studienplätze trotz interessierter Bewerber*innen mit weniger guten Noten frei bleiben.
#2432
Auch wollen wir daran arbeiten, zu eng gefasste fachliche Zugangs hürden abzubauen, die studentische Mobilität bzw.
#2433
einen Hochschulwechsel verhindern.
#2434
Das Interesse an einem Studium an einer Fachhochschule in NRW steigt weiterhin an.
#2435
Daher müssen die Kapazitäten an den Fachhochschulen erhöht werden.
#2436
ber das im Hochschulgesetz verankerte Graduierteninstitut und über eine Experimentierklausel soll das eigenständige Promotionsrecht für die Fachhochschulen erprobt werden.
#2437
Hochschulen sollten der zentrale Ort einer Bürgergesellschaft sein, die Gesellschaft, Wissenschaft und Politik enger zusammenführt und sich verstärkt an den großen He- rausforderungen unserer Zeit orientiert.
#2438
Mit einer besseren Geschlechtergerechtigkeit an Hochschulen, hochschultypengerechten Karrierewegen für den wissenschaftlichen Nachwuchs, weniger Studienabbrüchen und einer Integration von Flüchtlingen durch Hochschulbildung können junge Menschen ihre vielfältigen Potenziale besser entfal ten.


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