Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 17.03.2026 PDF
#228
Lebendige Gewässer Lebendige, dynamisch fließende Gewässer mit naturnahen Auen oder zumindest ausrei chenden Entwicklungsräumen erhöhen die Biodiversität und bilden bedeutende Vernet zungsstrukturen im Biotopverbund.
#229
Sie ermöglichen Wanderfischen wie Aal, Lachs und Maifisch, vom Meer ins Land zu kommen, und gewährleisten einen natürlichen Hoch wasserschutz.
#230
Das „Zielartengewässerkonzept“ des Landes NRW ist hierbei ein geeig neter Ansatz.
#231
kologisch wertvolle Gewässer bilden Erholungszonen für den Menschen in der Stadt und auf dem Lande und tragen zur Identifikation der Menschen mit ihren Gewässern bei.
#232
Wir nehmen die europaweit geltende Vorgabe ernst, dass unsere Gewäs ser und unser Grundwasser spätestens 2027 wieder einen naturnahen Zustand erreicht haben.
#233
Das 2010 begonnene Programm „Lebendige Gewässer“ wollen wir fortsetzen.
#234
Dies ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen und der Wasserverbände, die nicht an der jeweiligen Kassenlage orientiert werden darf.
#235
Nordrhein-Westfalen hat sich aktiv an dem Maßnahmenprogramm 2015 bis 2018 für die Weser beteiligt.
#236
Besondere Bedeutung hierbei hat der gemeinsam mit benachbarten Bundesländern in Gang gebrachte „Masterplan Salzreduzierung“.
#237
Ziel ist, die Weser wie der zu einem Fluss in gutem ökologischem Zustand zu machen.
#238
soll die Wirksam keit der Maßnahmen in einem Werra-Weser-Check überprüft werden.
#239
Wir werden die Begleitung und Überprüfung zur Verbesserung der Wasserqualität an Weser und Werra weiterführen.
#240
berall im Land wollen wir Modellregionen für Wasserkreisläufe ermögli chen.
#241
So können gelungene Beispiele für die Wiederherstellung des guten ökologischen Gewässerzustandes Vorbilder für andere Landesteile sein und neue Ideen und Techniken beim Gewässerschutz etabliert werden.
#242
Im Sinne der Europäischen Wasserrahmenricht linie wollen wir unsere Fließgewässer wieder für ihre Bewohner durchgängig machen und ihnen so einen Teil ihrer ursprünglichen Dynamik zurückgeben.
#243
Grüner Rhein Mit einem umfassenden, großen und grünen Infrastrukturprojekt „Grüner Rhein“ ver knüpfen wir Klima-, Umwelt und Naturschutz mit einer nachhaltigen Wasser und Schifffahrtspolitik.
#244
Analog zu den Aktivitäten unserer niederländischen Nachbarn („Ruimte voor de rivier/Grensmaats“) wollen wir ein Programm „Grüner Rhein“ auf den Weg bringen, das Leben und Wasser nachhaltig miteinander in Beziehung setzt und dabei gleichermaßen Sicherheitsfragen sowie die Verstärkung der ökologischen, land schaftlichen und wirtschaftlichen Funktionen des Rheins verknüpft.
#245
Insgesamt soll „un serem“ Rhein wieder mehr Raum gegeben werden, damit Auenlandschaften entstehen können, gegebenenfalls Altarme belebt werden und die ökologischen Funktionen sowie die des integrierten Hochwasserschutzes gestärkt werden.
#246
Der Rohstoffabbau von Kies, Sand und Kalksteinen ist mit hohen Verlusten anderer Naturgüter verbunden.
#247
Die Speicher und Filterfunktion für unser Grundwasser ist stär ker zu gewichten.
#248
Die Kulturlandschaften sind zu erhalten und der unwiederbringliche Verlust der Bodenfunktionen, zum Beispiel die dauerhafte Aufgabe von landwirtschaft lichen Anbauflächen, zu vermeiden.
#249
Hierzu müssen geeignete Instrumente wie die Einführung einer Rohstoffabgabe (Kies-Euro) geschaffen werden.
#250
Weitere Verbesserungen der restriktiven Bedarfsprüfung zur wirksamen Flächen und Mengenreduzierung, Unterstützung eines umweltverträg lichen Rohstoff-Recyclings durch eine Anschubfinanzierung, insbesondere für Vorhaben zur Rückgewinnung der Primärrohstoffe und zur Finanzierung nachhaltiger Projekte in den betroffenen Kommunen, können weitere Maßnahmen sein.
#251
Ferner sollen Trinkwasser-/Wasser-Reservegebiete und Naturschutzgebiete unbe rührt bleiben Mikroeinträge reduzieren Eine zunehmende Belastung unserer Gewässer stellen die verschiedenen Mikroeinträ ge dar.
#252
Dazu zählen winzige Kunststoffpartikel, etwa aus Kleidungsabrieb und Kosme tik und Hygieneartikelzusätzen, aber auch Medikamentenrückstände, insbesondere aus den Abwässern von Mastbetrieben und Krankenhäusern.
#253
ber den Bundesrat streben wir ein Verbot von Mikroplastik an.
#254
Gemeinsam mit Produzent*innen wollen 18 19 wir den Eintrag von Mikroplastik schon an der Quelle verhindern.
#255
Unser Ziel ist es, Mikroplastik aus zahlreichen Hygiene und Kosmetikprodukten zu verbannen, die ent sprechenden Inhaltsstoffe zu kennzeichnen und vorbildliche Produkte hervorzuheben.
#256
Wir streben eine Verbesserung der Klärtechnologien an und wollen eine vierte Rei nigungsstufe in den Kläranlagen oder bei den Verursachern einführen, wo es zum Schutz unserer Oberflächengewässer notwendig ist.
#257
In einer Modellregion wollen wir gemeinsam mit Apotheken, Krankenhäusern und Praxen erproben, ob ein einheitli ches, einfaches und verbindliches Rückgabesystem für alte Medikamente flächende ckend eingeführt werden kann.
#258
Ferner streben wir ein Beratungssystem für Ärzte und Apotheker zur Umweltverträg lichkeit von Medikamenten an.


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