Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.03.2026 PDF
#2716
Dies ist mit der knappen Diagnosefinanzierung durch die gesetzliche Krankenversi cherung nicht möglich.
#2717
Deswegen brauchen wir mindestens in jedem Regierungsbezirk eine spezielle Kinderschutzambulanz, die mit einer ergänzenden institutionellen Förde rung Zeit für solche traumatisierten Kinder hat.
#2718
Rettungsdienst stärken – Qualität und Sicherheit ausbauen Die begonnene Reform des Rettungsdienstes wollen wir fortsetzen und dabei insbeson dere die überörtliche Zusammenarbeit des Rettungsdienstes in NRW stärken und auch für die Luftrettung eine strukturierte, landesweite Bedarfsplanung einführen.
#2719
Bei der ärztlichen Selbstverwaltung werden wir uns für die Anhebung und Vereinheitlichung notärztlicher Qualifikationen, unter anderem durch die Einführung der bundesweit übli chen Zusatzbezeichnung „Notfallmedizin“ als Mindestvoraussetzung, einsetzen.
#2720
Drogenkonsum entkriminalisieren – mit Prävention vor Sucht schützen Beim Umgang mit Drogen setzen wir weiter auf eine präventive, beratende, aber auch akzeptierende Politik.
#2721
Jeder Mensch entscheidet selbstbestimmt über seinen Konsum; Bevormundungen lehnen wir ab.
#2722
Sanktionen und Repressionen sind notwendig gegen über Dealern und Kriminellen, Süchtige hingegen brauchen Hilfe und Unterstützung.
#2723
An diesem Umdenken wollen wir weiterhin ansetzen.
#2724
Dabei geht es uns um mehr Dif ferenzierung in den Hilfeansätzen und Zuwendung für diejenigen, die bislang von den bestehenden Hilfestrukturen wenig oder gar nicht erreicht werden konnten.
#2725
Auf Bundesebene fordern wir eine grundsätzliche Neubewertung des Umgangs mit Cannabis.
#2726
Unser Ziel ist eine kontrollierte, legale Abgabe an zertifizierten Verkaufs stellen, die die Einhaltung des Jugend und Verbraucherschutzes garantieren.
#2727
Für NRW wollen wir die Möglichkeit eröffnen, im Rahmen von Modellprojekten die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Volljährige vorzunehmen.
#2728
Gerade das Wissen über die Konzen tration und die Inhaltsstoffe ist präventiv sinnvoll.
#2729
Nachdem wir die Eigenbedarfsgren ze für den straffreien Erwerb bereits angehoben haben, wollen wir in einem nächsten Schritt die automatische Regeleinstellung von Strafverfolgung bei kleinen Mengen durchsetzen sowie ein Ende der Praxis, dass der Konsum kleiner Mengen an die Führer scheinstellen gemeldet wird.
#2730
NRW hält für suchtgefährdete, drogenkonsumierende und drogenabhängige Men schen bereits ein gutes Angebot an Hilfen und Beratung durch freie Träger, Selbsthilfe und die Kommunen vor, das vom Land mit gefördert wird.
#2731
Dabei geht es um suchtvor beugende, begleitende oder ausstiegsorientierte Hilfen.
#2732
Niedrigschwellige Drogenhil fe, zielgruppenspezifische und aufsuchende Beratung und Hilfen spielen eine wichtige Rolle.
#2733
Angebote wie Drogenkonsumräume, Spritzenvergaben und die Substitutions behandlung tragen entscheidend dazu bei, die gesundheitliche Versorgung und das Überleben vieler Betroffener zu ermöglichen.
#2734
Diese Angebote wollen wir sichern und gemeinsam mit den Trägern bedarfsgerecht weiterentwickeln.
#2735
Dazu gehört auch flä chendeckendes Drug-Checking, also die Möglichkeit für Konsument*innen, Substanzen auf ihre Bestandteile prüfen zu lassen.
#2736
Vor allem geschlechtergerechte Unterstützungs angebote sind erforderlich, um auf geschlechterspezifische Ursachen von Sucht und Suchterkrankungen effektiv reagieren zu können.
#2737
Sucht im Alter sowie der Alkoholmissbrauch von jungen Menschen erfordern eine spezifische Prävention in diesen Bereichen.
#2738
Auch die sogenannten nicht stoffge- bundenen Süchte wie Mager und Esssucht, aber auch Medien und Onlinesucht sowie Glücksspielsucht werden weiterhin eine zunehmende Rolle spielen.
#2739
Hier ist das Land bereits engagiert.
#2740
Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Angebote kontinuierlich und zeitgemäß weiterentwickelt werden.
#2741
Psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung verbessern Höher, schneller, weiter: Auch aufgrund der veränderten gesellschaftlichen Anforde rungen und Rahmenbedingungen ist seit Jahren eine Zunahme von Diagnosen psychi scher Erkrankungen, gerade auch bei Kindern und Jugendlichen, zu beobachten.
#2742
Um die Ursachen zu bekämpfen und die Stigmatisierung der Betroffenen zu vermeiden, brauchen wir eine gesamtgesellschaftliche Debatte.
#2743
Damit Menschen mit psychischen Erkrankungen früh genug unterstützt, der Leidensdruck reduziert und der Gebrauch von Psychopharmaka eingeschränkt werden kann, muss zudem das bestehende Hilfe und Unterstützungssystem weiterentwickelt und ausgebaut werden.
#2744
Viele Menschen, die heute in psychischen Krisen therapeutische Hilfe brauchen, finden diese in unserem Gesundheitssystem nicht direkt.
#2745
Zahlreiche Anrufe, um einen Therapeuten zu erreichen, und lange Wartelisten sind eher die Regel als die Ausnahme.
#2746
Diejenigen, die dringend eine Therapie benötigen, erhalten diese oft erst nach mehr als vier Monaten oder gar nicht.


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