Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.03.2026 PDF
#2722
Sanktionen und Repressionen sind notwendig gegen über Dealern und Kriminellen, Süchtige hingegen brauchen Hilfe und Unterstützung.
#2723
An diesem Umdenken wollen wir weiterhin ansetzen.
#2724
Dabei geht es uns um mehr Dif ferenzierung in den Hilfeansätzen und Zuwendung für diejenigen, die bislang von den bestehenden Hilfestrukturen wenig oder gar nicht erreicht werden konnten.
#2725
Auf Bundesebene fordern wir eine grundsätzliche Neubewertung des Umgangs mit Cannabis.
#2726
Unser Ziel ist eine kontrollierte, legale Abgabe an zertifizierten Verkaufs stellen, die die Einhaltung des Jugend und Verbraucherschutzes garantieren.
#2727
Für NRW wollen wir die Möglichkeit eröffnen, im Rahmen von Modellprojekten die kontrollierte Abgabe von Cannabis an Volljährige vorzunehmen.
#2728
Gerade das Wissen über die Konzen tration und die Inhaltsstoffe ist präventiv sinnvoll.
#2729
Nachdem wir die Eigenbedarfsgren ze für den straffreien Erwerb bereits angehoben haben, wollen wir in einem nächsten Schritt die automatische Regeleinstellung von Strafverfolgung bei kleinen Mengen durchsetzen sowie ein Ende der Praxis, dass der Konsum kleiner Mengen an die Führer scheinstellen gemeldet wird.
#2730
NRW hält für suchtgefährdete, drogenkonsumierende und drogenabhängige Men schen bereits ein gutes Angebot an Hilfen und Beratung durch freie Träger, Selbsthilfe und die Kommunen vor, das vom Land mit gefördert wird.
#2731
Dabei geht es um suchtvor beugende, begleitende oder ausstiegsorientierte Hilfen.
#2732
Niedrigschwellige Drogenhil fe, zielgruppenspezifische und aufsuchende Beratung und Hilfen spielen eine wichtige Rolle.
#2733
Angebote wie Drogenkonsumräume, Spritzenvergaben und die Substitutions behandlung tragen entscheidend dazu bei, die gesundheitliche Versorgung und das Überleben vieler Betroffener zu ermöglichen.
#2734
Diese Angebote wollen wir sichern und gemeinsam mit den Trägern bedarfsgerecht weiterentwickeln.
#2735
Dazu gehört auch flä chendeckendes Drug-Checking, also die Möglichkeit für Konsument*innen, Substanzen auf ihre Bestandteile prüfen zu lassen.
#2736
Vor allem geschlechtergerechte Unterstützungs angebote sind erforderlich, um auf geschlechterspezifische Ursachen von Sucht und Suchterkrankungen effektiv reagieren zu können.
#2737
Sucht im Alter sowie der Alkoholmissbrauch von jungen Menschen erfordern eine spezifische Prävention in diesen Bereichen.
#2738
Auch die sogenannten nicht stoffge- bundenen Süchte wie Mager und Esssucht, aber auch Medien und Onlinesucht sowie Glücksspielsucht werden weiterhin eine zunehmende Rolle spielen.
#2739
Hier ist das Land bereits engagiert.
#2740
Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Angebote kontinuierlich und zeitgemäß weiterentwickelt werden.
#2741
Psychiatrische und psychotherapeutische Versorgung verbessern Höher, schneller, weiter: Auch aufgrund der veränderten gesellschaftlichen Anforde rungen und Rahmenbedingungen ist seit Jahren eine Zunahme von Diagnosen psychi scher Erkrankungen, gerade auch bei Kindern und Jugendlichen, zu beobachten.
#2742
Um die Ursachen zu bekämpfen und die Stigmatisierung der Betroffenen zu vermeiden, brauchen wir eine gesamtgesellschaftliche Debatte.
#2743
Damit Menschen mit psychischen Erkrankungen früh genug unterstützt, der Leidensdruck reduziert und der Gebrauch von Psychopharmaka eingeschränkt werden kann, muss zudem das bestehende Hilfe und Unterstützungssystem weiterentwickelt und ausgebaut werden.
#2744
Viele Menschen, die heute in psychischen Krisen therapeutische Hilfe brauchen, finden diese in unserem Gesundheitssystem nicht direkt.
#2745
Zahlreiche Anrufe, um einen Therapeuten zu erreichen, und lange Wartelisten sind eher die Regel als die Ausnahme.
#2746
Diejenigen, die dringend eine Therapie benötigen, erhalten diese oft erst nach mehr als vier Monaten oder gar nicht.
#2747
Das ist nicht hinnehmbar.
#2748
Wir brauchen einen besseren Zugang zu Therapieplätzen über offene Sprechstun den und Internetplattformen.
#2749
Außerdem können zielgruppenspezifische Gruppenthera pieangebote bei bestimmten Problemlagen sinnvolle Angebote zur Überbrückung von Wartezeiten sein.
#2750
Zur Verbesserung und zum Ausbau der psychotherapeutischen Angebote und ins besondere der Anzahl der ambulanten KV-Psychotherapiesitze muss es dringend eine grundlegende und realistische Erhebung des psychotherapeutisch-psychiatrischen Bedarfs geben.
#2751
In diesem Zusammenhang.
#2752
werden wir uns auch weiterhin für die Ab schaffung der Schlechterstellung des Ruhrgebietes als „Sonderregion“ einsetzen.


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