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vom 17.03.2026 PDF
#261
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LUFT Die Belastung der Luft mit Schadstoffen stellt besonders in den Ballungsräumen un seres Landes nach wie vor ein erhebliches Umwelt und Gesundheitsproblem dar.
#262Der Grenzwert für Stickstoffdioxid ist in vielen Städten überschritten, ein Vertragsverlet zungsverfahren der EU-Kommission ist eingeleitet worden und Klagen der Deutschen Umwelthilfe sind anhängig.
#263Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Ohne gute Luft kein gesundes Leben.
#264In den letzten Jahren konnten wir die Qualität der Luft verbessern.
#265Durch die Umsetzung der in den Luftreinhalteplänen festgelegten Maßnahmen konnten wir die Feinstaubwerte zumindest so weit senken, dass die EU weit geltenden gesundheitsbezogenen Grenzwerte nicht mehr überschritten werden.
#266Mit Projekten zur Prüfung der Wirksamkeit von Nachrüstsystemen haben wir die Emissi onsproblematik der Binnenschifffahrt aufgegriffen und Aktivitäten zu deren Minderung auf nationaler und EU-Ebene angestoßen.
#267Umfassende Aufklärung des Abgasskandals Wir werden uns auch in Zukunft für gute Luft starkmachen.
#268Um der Gesundheit der Menschen willen setzen wir uns für die umfassende Aufklärung des Abgasskandals und seiner Auswirkungen auf die verkehrsbezogene Luftreinhaltung durch die Bundes regierung ein.
#269Wir werden eine umfassende Stickoxid (NOx)-Minderungsstrategie für NRW erarbeiten und umsetzen sowie regionale Maßnahmen der Luftreinhalteplanung weiterentwickeln.
#270Dort, wo lokale Fahrverbote für Dieselfahrzeuge unumgänglich sind, werden wir uns dafür einsetzen, dass die Ersatzansprüche gegen die Automobilherstel ler*innen durchgesetzt werden und die Maßnahmen für die Halter*innen fair und ohne soziale Härten ablaufen.
#271Perspektive emissionsfrei mobil 2030 Wir streben die verbesserte Zusammenarbeit zwischen der Umwelt und Verkehrspla nung an und fördern die emissionsfreie Mobilität, besonders in unseren Innenstädten.
#272In weiteren Abstimmungsverfahren zwischen den Ländern und dem Bund setzen wir uns dafür ein, wirksame Maßnahmen und deren Finanzierung zur Luftreinhaltung im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes zu erarbeiten.
#273Eine steuerliche Förde rung zum Nachrüsten konventioneller Fahrzeuge – zum Beispiel von Handwerker*innen – mit dem Ziel der Emissionsreduzierung sowie die Umrüstung im öffentlichen Verkehr wollen wir fördern.
#274In Nordrhein-Westfalen sind Luftreinhaltepläne mit Minderungsmaßahmen in 25 Städten und im gesamten Ruhrgebiet in Kraft.
#275Die in den Luftreinhalteplänen festge legten Maßnahmen reichen jedoch nicht in allen Fällen aus, um den Stickstoffdioxid Grenzwert einhalten zu können.
#276Dabei ist die Belastung mit Stickstoffdioxid das Problem Nr.
#277im Rahmen der Luftreinhaltung.
#278Stickstoffdioxid in der Luft gefährdet die Gesund heit der Menschen.
#279Die menschliche Gesundheit muss Vorrang vor wirtschaftlichen und eigennützigen Interessen haben.
#280Auch wenn es schwierig erscheint, den gleichzeitigen Zielkonflikt, Mobilität als Bedingung für funktionsfähige und urbane Räume sicherzu stellen, zu lösen.
#281Der Entscheid des Verwaltungsgerichts Düsseldorf, dass zur Durchsetzung dieses Grundsatzes auch Fahrverbote von Dieselfahrzeugen zu prüfen seien, muss umgesetzt werden.
#282Andererseits dürfen betroffene Fahrzeughalter*innen gegenüber Herstellern, die Abgaswerte rechtswidrig manipuliert haben, nicht ohne Schutz bleiben.
#283Umwelt und Gesundheitscheck bei Bauprodukten Die zunehmende Vielfalt von Chemikalien in Bauprodukten kann insbesondere bei Ge bäuden mit einer hohen Luftdichtheit zu einer Belastung der Innenraumluft führen.
#284Deshalb müssen die Emissionen aus Bauprodukten verringert werden.
#285Wir fordern, den Gesundheits und Umweltschutz bei der Überprüfung und Zulassung von Bauprodukten weiterzuentwickeln und auszubauen.
#286Zudem soll die Möglichkeit des Baustoff-Recy clings schon bei der Zulassung mitberücksichtigt werden.
#287Schwermetallminderungsstrategie Die Umweltqualitätsnormen für Schadstoffe wie Schwermetalle, Arsen, zinnorganische Verbindungen, schwerflüchtige Halogenverbindungen und andere, die die Europäische 20 21 Wasserrahmenrichtlinie vorgibt, sind deutschlandweit, aber auch in NRW flächende ckend überschritten.
#288Industrieanlagen verursachen mit etwa drei Tonnen Ausstoß an Quecksilber pro Jahr fast ein Drittel der Quecksilberemissionen in Deutschland.
#289Haupt verursacher sind die Kohlekraftwerke mit über zwei Tonnen Ausstoß pro Jahr.
#290Durch den Einsatz moderner Technik können die Quecksilberemissionen in NRW deutlich gesenkt und damit die Belastung für Mensch und Umwelt reduziert werden.
#291Solange noch Kohle kraftwerke in Betrieb sind, werden wir uns dafür einsetzen, die technischen Möglichkei ten in einer umfassenden Schwermetall-minderungsstrategie maximal auszuschöpfen.
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