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vom 14.03.2026 PDF
#2745
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Zahlreiche Anrufe, um einen Therapeuten zu erreichen, und lange Wartelisten sind eher die Regel als die Ausnahme.
#2746Diejenigen, die dringend eine Therapie benötigen, erhalten diese oft erst nach mehr als vier Monaten oder gar nicht.
#2747Das ist nicht hinnehmbar.
#2748Wir brauchen einen besseren Zugang zu Therapieplätzen über offene Sprechstun den und Internetplattformen.
#2749Außerdem können zielgruppenspezifische Gruppenthera pieangebote bei bestimmten Problemlagen sinnvolle Angebote zur Überbrückung von Wartezeiten sein.
#2750Zur Verbesserung und zum Ausbau der psychotherapeutischen Angebote und ins besondere der Anzahl der ambulanten KV-Psychotherapiesitze muss es dringend eine grundlegende und realistische Erhebung des psychotherapeutisch-psychiatrischen Bedarfs geben.
#2751In diesem Zusammenhang.
#2752werden wir uns auch weiterhin für die Ab schaffung der Schlechterstellung des Ruhrgebietes als „Sonderregion“ einsetzen.
#2753Das Angebot an Studiengängen, die auf eine qualifizierte psychotherapeutische Tätigkeit vorbereiten, wollen wir ausbauen.
#2754Für den stationären Bereich haben wir in einem ersten Reformschritt das Gesetz über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG) aus dem Jahr 1990 den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention angepasst.
#2755Die allgemeinen Rechte der Patient*innen wurden gestärkt, insbesondere im Bereich der Zwangseinweisung und Zwangsbehandlung.
#2756Denn Zwangsunterbringung, Fixierung und Zwangsbehandlungen stellen schwerwiegende Eingriffe in das Persönlichkeitsrecht dar, die wir mit allen Mit teln vermeiden wollen.
#2757Sie dürfen nur als allerletztes Mittel bei unmittelbarer Gefahr für sich selbst oder andere eingesetzt werden.
#2758Uns GRÜNEN sind multiprofessionelle Rund-um-die-Uhr-Krisendienste in den Kommunen in NRW ein zentrales Anliegen.
#2759Wir brauchen eine Rund-um-die-Uhr-Krisenintervention und regionale, sektorübergreifende Verbundstrukturen, an deren Aufbau und Finanzierung sich alle betroffenen Leistungs träger beteiligen.
#2760Uns geht es darum, die ambulanten Strukturen nachhaltig weiter zuentwickeln.
#2761Ambulante Psychotherapie, die sektorübergreifende Leistungsgestaltung und die Gemeindepsychiatrie, die Selbsthilfe und das „Peer Counseling“ wollen wir stär ken und ausbauen.
#2762Durch geeignete Angebote wie Kultur und Sprachmittlung wollen wir auch den Menschen mit Zuwanderungsgeschichte den Zugang dazu verbessern.
#2763Auf Bundesebene haben wir, bezogen auf die Vergütung für die psychiatrische Kran kenhausversorgung, einen Kurswechsel im Sinne einer Abkehr vom pauschalen Ent geltsystem PEPP erreicht.
#2764Dabei wollen wir es aber nicht belassen, sondern weiter für ein neues Finanzierungssystem kämpfen, in dem individuelle Behandlungsbedarfe, ins besondere von schwer kranken Menschen, und regionale Besonderheiten besser be rücksichtigt und neue, tatsächlich sektorübergreifende Behandlungsformen ermöglicht werden.
#2765Gesundheitsberufe stärken – Fachkräftemangel bekämpfen Arbeit am Krankenbett ist körperliche und seelische Schwerstarbeit unter vielfach un günstigen Arbeitsbedingungen, bei unzureichender Bezahlung.
#2766Wir haben deshalb als erstes Bundesland strukturelle Mindeststandards für die Fachpflege in der neuen Kran kenhausbedarfsplanung verankert und im Bund darauf hingewirkt, dass endlich all tagstaugliche Personalbemessungsinstrumente in der Pflege ermittelt und eingeführt werden.
#2767Unser Ziel sind insgesamt bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege, mehr Zeit für die Patient*innen, flexiblere und familienfreundlichere Arbeitszeiten, aber auch eine bessere Bezahlung der Beschäftigten.
#2768Für die Krankenpflege in der stationären Versor gung brauchen wir zukünftig einen verbindlichen Personalschlüssel, der festschreibt, für wie viele Patient*innen eine Pflegekraft zuständig sein darf.
#2769Um langfristig und auf institutioneller Basis die Pflege in alle relevanten gesund heitspolitischen Entscheidungsprozesse einzubeziehen, wollen wir den eingeschla genen Diskussions und Prüfprozess zur Einrichtung einer Pflegekammer weiterhin konstruktiv und kritisch fortsetzen und die Erfahrungen der anderen Bundesländer für NRW auswerten.
#2770Eine Befragung der beruflich Pflegenden ist Voraussetzung für die Um setzung des Prozesses.
#2771Besonders Ärzt*innen in der Krankenhausversorgung wollen wir stärker als bisher Teilzeitarbeit und Arbeitszeiten ermöglichen, die eine langfristige, gesunde Teilhabe am Berufsleben erlauben.
#2772Die derzeit geltenden Arbeitszeitbestimmungen nehmen Über arbeitung und Übermüdung in Kauf, das wollen wir – nicht zuletzt auch im Dialog mit den jeweiligen Tarifpartnern – ändern.
#2773Für freie Mitarbeiter*innen, die als Honorarkräfte an mehreren Stellen arbeiten, muss es ebenso eine Zeitkontrolle und entsprechende Regelungen geben, so dass auch hier Überarbeitung entgegengewirkt werden kann.
#2774Einige Nachbarländer haben gute Erfahrungen mit der Möglichkeit einer beruflichen Auszeit (Sabbatical) durch finanzielle Förderung und strukturelle Erleichterungen ge macht.
#2775So kann gerade bei Berufsgruppen mit wöchentlichen Arbeitszeiten von in der Regel mehr als 50 Stunden und jahrelangem Schicht bzw.
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