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vom 14.03.2026 PDF
#2770
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Eine Befragung der beruflich Pflegenden ist Voraussetzung für die Um setzung des Prozesses.
#2771Besonders Ärzt*innen in der Krankenhausversorgung wollen wir stärker als bisher Teilzeitarbeit und Arbeitszeiten ermöglichen, die eine langfristige, gesunde Teilhabe am Berufsleben erlauben.
#2772Die derzeit geltenden Arbeitszeitbestimmungen nehmen Über arbeitung und Übermüdung in Kauf, das wollen wir – nicht zuletzt auch im Dialog mit den jeweiligen Tarifpartnern – ändern.
#2773Für freie Mitarbeiter*innen, die als Honorarkräfte an mehreren Stellen arbeiten, muss es ebenso eine Zeitkontrolle und entsprechende Regelungen geben, so dass auch hier Überarbeitung entgegengewirkt werden kann.
#2774Einige Nachbarländer haben gute Erfahrungen mit der Möglichkeit einer beruflichen Auszeit (Sabbatical) durch finanzielle Förderung und strukturelle Erleichterungen ge macht.
#2775So kann gerade bei Berufsgruppen mit wöchentlichen Arbeitszeiten von in der Regel mehr als 50 Stunden und jahrelangem Schicht bzw.
#2776Nachtdienst Überlastung und berufliches Ausbrennen vermieden werden.
#2777Um die zukünftigen Bedarfe decken zu können, haben wir bereits zusätzliche Me dizinstudienplätze in NRW geschaffen.
#2778Wir setzen uns aber auch für eine inhaltliche Reform des Medizinstudiums ein, damit am Ende dieser sehr teuren Ausbildung auch die Fachärzt*innen in das Gesundheitssystem gelangen, die wir für die Versorgung der Menschen dringend brauchen.
#2779Insbesondere im Bereich der Allgemeinmedizin sowie der ambulanten Kinder und Jugendmedizin bedarf es hier umfangreicher Anstrengun gen, um den absehbaren Versorgungsbedarf in Zukunft decken zu können.
#2780Dazu wäre eine festgeschriebene Station im Rahmen der praktischen Ausbildung in der Allgemein medizin genauso notwendig, wie eine Veränderung beim Zugang zum Studium.
#2781Außer für die Stärkung der Allgemeinmedizin und der ambulanten Kinder und Jugendmedizin als Teil der praktischen Ausbildung im Studium werden wir uns für die flächendeckende Einrichtung von Lehrstühlen für Allgemeinmedizin und die stärkere Anerkennung von ambulanten Ausbildungsabschnitten im Studium an den Universitäten in NRW stark machen.
#2782Wir brauchen auf der einen Seite Telemedizin und Telematik, Hightech-Medizin und Spezialisierungen, sollten aber auch auf das Wissen, die Kompetenzen und Techniken anderer Gesundheitssysteme und Gesundheitskulturen nicht verzichten.
#2783Um Integrative Medizin auf Grundlage der Wirksamkeit zum Wohle der Menschen verankern zu können, möchten wir deshalb an einer Hochschule in NRW einen Lehrstuhl für Komplementär medizin langfristig festschreiben.
#2784Das in der Altenpflege erfolgreiche Modell der Umlagefinanzierung von Ausbildungs kosten wollen wir, wenn es möglich ist, auf weitere Ausbildungsberufe erweitern, die für die Daseinsvorsorge unverzichtbar sind.
#2785Unser Ziel ist es, das Schulgeld in diesen Berufen abzuschaffen.
#2786Es kann nicht sein, dass Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie und Hebammenkunde als Studium gebührenfrei sind, während zum Beispiel die Ergo therapeutin, der Physiotherapeut, die Hebamme oder der Logopäde in der Ausbildung Schulgeld bezahlen müssen.
#2787Wir wollen so dem Trend zunehmender Privatisierung der Ausbildungskosten und der Erhebung von Schulgeldern zulasten der Beschäftigten ent gegensteuern.
#2788Dort, wo mit gut ausgebildeten Fachkräften auf Seiten der Leistungser bringer Geld verdient wird, soll zukünftig möglichst auch die finanzielle Verantwortung für die Ausbildungs und Studienkosten übernommen werden.
#2789Leben auch am Lebensende menschenwürdig gestalten Die meisten Menschen wollen auch die letzten Lebenstage zuhause, in ihrer gewohnten Umgebung verbringen.
#2790Sie wünschen sich, im Frieden mit sich selbst und ihren Ange hörigen und Freund*innen zu sterben, umsorgt und bestmöglich versorgt.
#2791Obwohl NRW mittlerweile die bestausgebaute Hospiz und Palliativversorgung in Deutschland hat, ist die Realität für viele Betroffene immer noch eine andere.
#2792Ein großer Teil der Menschen stirbt in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, in die sie erst kurz zuvor eingezogen sind – oftmals allein.
#2793Wir werden deshalb die bestehende höchst engagierte Hospizbewegung weiter stärken und auch die ambulanten Strukturen zur Palliativversorgung gemeinsam mit den Akteur*innen des Gesundheitswesens bedarfsgerecht und kultursensibel wei terentwickeln.
#2794Gesundheit – das wollen wir GRÜNE: ■ wohnortnahe Versorgung sicherstellen ■ Schulgeld für Gesundheitsberufe abschaffen ■ Geburtshilfe mit Modellen wie Hebammenkreißsälen stärken ■ Landespsychiatrieplan und Ausbau der Gemeindepsychiatrie ■ kontrollierte, legale Abgabe von Cannabis und Stärkung der Suchtprävention POLITIK FÜR PFLEGE UND LEBEN IM ALTER IM QUARTIER In NRW sind rund 600.
#2795Menschen pflegebedürftig.
#2796Darüber hinaus benötigen etwa 300.
#2797Personen Hilfe und alltägliche Begleitung wegen Demenzerkrankungen.
#2798Die Zahlen werden infolge der zunehmenden Lebenserwartung und der demografischen Entwicklung noch weiter steigen.
#2799Demgegenüber wird die Zahl der Arbeitnehmer*in nen – und damit auch der möglichen Pflegekräfte – weiter abnehmen.
#2800Das gilt ebenso für die Zahl der pflegenden Angehörigen, die heute den größten Anteil des Pflegege schehens leisten.
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