Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.03.2026 PDF
#2775
So kann gerade bei Berufsgruppen mit wöchentlichen Arbeitszeiten von in der Regel mehr als 50 Stunden und jahrelangem Schicht bzw.
#2776
Nachtdienst Überlastung und berufliches Ausbrennen vermieden werden.
#2777
Um die zukünftigen Bedarfe decken zu können, haben wir bereits zusätzliche Me dizinstudienplätze in NRW geschaffen.
#2778
Wir setzen uns aber auch für eine inhaltliche Reform des Medizinstudiums ein, damit am Ende dieser sehr teuren Ausbildung auch die Fachärzt*innen in das Gesundheitssystem gelangen, die wir für die Versorgung der Menschen dringend brauchen.
#2779
Insbesondere im Bereich der Allgemeinmedizin sowie der ambulanten Kinder und Jugendmedizin bedarf es hier umfangreicher Anstrengun gen, um den absehbaren Versorgungsbedarf in Zukunft decken zu können.
#2780
Dazu wäre eine festgeschriebene Station im Rahmen der praktischen Ausbildung in der Allgemein medizin genauso notwendig, wie eine Veränderung beim Zugang zum Studium.
#2781
Außer für die Stärkung der Allgemeinmedizin und der ambulanten Kinder und Jugendmedizin als Teil der praktischen Ausbildung im Studium werden wir uns für die flächendeckende Einrichtung von Lehrstühlen für Allgemeinmedizin und die stärkere Anerkennung von ambulanten Ausbildungsabschnitten im Studium an den Universitäten in NRW stark machen.
#2782
Wir brauchen auf der einen Seite Telemedizin und Telematik, Hightech-Medizin und Spezialisierungen, sollten aber auch auf das Wissen, die Kompetenzen und Techniken anderer Gesundheitssysteme und Gesundheitskulturen nicht verzichten.
#2783
Um Integrative Medizin auf Grundlage der Wirksamkeit zum Wohle der Menschen verankern zu können, möchten wir deshalb an einer Hochschule in NRW einen Lehrstuhl für Komplementär medizin langfristig festschreiben.
#2784
Das in der Altenpflege erfolgreiche Modell der Umlagefinanzierung von Ausbildungs kosten wollen wir, wenn es möglich ist, auf weitere Ausbildungsberufe erweitern, die für die Daseinsvorsorge unverzichtbar sind.
#2785
Unser Ziel ist es, das Schulgeld in diesen Berufen abzuschaffen.
#2786
Es kann nicht sein, dass Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie und Hebammenkunde als Studium gebührenfrei sind, während zum Beispiel die Ergo therapeutin, der Physiotherapeut, die Hebamme oder der Logopäde in der Ausbildung Schulgeld bezahlen müssen.
#2787
Wir wollen so dem Trend zunehmender Privatisierung der Ausbildungskosten und der Erhebung von Schulgeldern zulasten der Beschäftigten ent gegensteuern.
#2788
Dort, wo mit gut ausgebildeten Fachkräften auf Seiten der Leistungser bringer Geld verdient wird, soll zukünftig möglichst auch die finanzielle Verantwortung für die Ausbildungs und Studienkosten übernommen werden.
#2789
Leben auch am Lebensende menschenwürdig gestalten Die meisten Menschen wollen auch die letzten Lebenstage zuhause, in ihrer gewohnten Umgebung verbringen.
#2790
Sie wünschen sich, im Frieden mit sich selbst und ihren Ange hörigen und Freund*innen zu sterben, umsorgt und bestmöglich versorgt.
#2791
Obwohl NRW mittlerweile die bestausgebaute Hospiz und Palliativversorgung in Deutschland hat, ist die Realität für viele Betroffene immer noch eine andere.
#2792
Ein großer Teil der Menschen stirbt in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, in die sie erst kurz zuvor eingezogen sind – oftmals allein.
#2793
Wir werden deshalb die bestehende höchst engagierte Hospizbewegung weiter stärken und auch die ambulanten Strukturen zur Palliativversorgung gemeinsam mit den Akteur*innen des Gesundheitswesens bedarfsgerecht und kultursensibel wei terentwickeln.
#2794
Gesundheit – das wollen wir GRÜNE: ■ wohnortnahe Versorgung sicherstellen ■ Schulgeld für Gesundheitsberufe abschaffen ■ Geburtshilfe mit Modellen wie Hebammenkreißsälen stärken ■ Landespsychiatrieplan und Ausbau der Gemeindepsychiatrie ■ kontrollierte, legale Abgabe von Cannabis und Stärkung der Suchtprävention POLITIK FÜR PFLEGE UND LEBEN IM ALTER IM QUARTIER In NRW sind rund 600.
#2795
Menschen pflegebedürftig.
#2796
Darüber hinaus benötigen etwa 300.
#2797
Personen Hilfe und alltägliche Begleitung wegen Demenzerkrankungen.
#2798
Die Zahlen werden infolge der zunehmenden Lebenserwartung und der demografischen Entwicklung noch weiter steigen.
#2799
Demgegenüber wird die Zahl der Arbeitnehmer*in nen – und damit auch der möglichen Pflegekräfte – weiter abnehmen.
#2800
Das gilt ebenso für die Zahl der pflegenden Angehörigen, die heute den größten Anteil des Pflegege schehens leisten.
#2801
Zwei Drittel der Pflege findet in der eigenen Häuslichkeit statt und wird überwiegend von Frauen geleistet.
#2802
Mit dem Anspruch auf eine gleichberechtigte berufliche Teilhabe von Frauen und der hieraus resultierenden Mehrfachbelastung ist dies oft nicht mehr vereinbar.
#2803
Zu Recht wird eine geschlechtergerechte Verteilung der Fürsorge und Pflegeaufgaben gefordert.
#2804
Zudem lebt eine steigende Zahl der Familien nicht mehr an einem Ort.
#2805
Für einen Großteil der Menschen wird daher in Zukunft die heute noch prägende häusliche Pflege durch Angehörige, ausgenommen den eigenen Lebenspartner, keine verlässliche Basis mehr darstellen können.


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