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vom 14.03.2026 PDF
#2781
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Außer für die Stärkung der Allgemeinmedizin und der ambulanten Kinder und Jugendmedizin als Teil der praktischen Ausbildung im Studium werden wir uns für die flächendeckende Einrichtung von Lehrstühlen für Allgemeinmedizin und die stärkere Anerkennung von ambulanten Ausbildungsabschnitten im Studium an den Universitäten in NRW stark machen.
#2782Wir brauchen auf der einen Seite Telemedizin und Telematik, Hightech-Medizin und Spezialisierungen, sollten aber auch auf das Wissen, die Kompetenzen und Techniken anderer Gesundheitssysteme und Gesundheitskulturen nicht verzichten.
#2783Um Integrative Medizin auf Grundlage der Wirksamkeit zum Wohle der Menschen verankern zu können, möchten wir deshalb an einer Hochschule in NRW einen Lehrstuhl für Komplementär medizin langfristig festschreiben.
#2784Das in der Altenpflege erfolgreiche Modell der Umlagefinanzierung von Ausbildungs kosten wollen wir, wenn es möglich ist, auf weitere Ausbildungsberufe erweitern, die für die Daseinsvorsorge unverzichtbar sind.
#2785Unser Ziel ist es, das Schulgeld in diesen Berufen abzuschaffen.
#2786Es kann nicht sein, dass Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie und Hebammenkunde als Studium gebührenfrei sind, während zum Beispiel die Ergo therapeutin, der Physiotherapeut, die Hebamme oder der Logopäde in der Ausbildung Schulgeld bezahlen müssen.
#2787Wir wollen so dem Trend zunehmender Privatisierung der Ausbildungskosten und der Erhebung von Schulgeldern zulasten der Beschäftigten ent gegensteuern.
#2788Dort, wo mit gut ausgebildeten Fachkräften auf Seiten der Leistungser bringer Geld verdient wird, soll zukünftig möglichst auch die finanzielle Verantwortung für die Ausbildungs und Studienkosten übernommen werden.
#2789Leben auch am Lebensende menschenwürdig gestalten Die meisten Menschen wollen auch die letzten Lebenstage zuhause, in ihrer gewohnten Umgebung verbringen.
#2790Sie wünschen sich, im Frieden mit sich selbst und ihren Ange hörigen und Freund*innen zu sterben, umsorgt und bestmöglich versorgt.
#2791Obwohl NRW mittlerweile die bestausgebaute Hospiz und Palliativversorgung in Deutschland hat, ist die Realität für viele Betroffene immer noch eine andere.
#2792Ein großer Teil der Menschen stirbt in Krankenhäusern oder Pflegeheimen, in die sie erst kurz zuvor eingezogen sind – oftmals allein.
#2793Wir werden deshalb die bestehende höchst engagierte Hospizbewegung weiter stärken und auch die ambulanten Strukturen zur Palliativversorgung gemeinsam mit den Akteur*innen des Gesundheitswesens bedarfsgerecht und kultursensibel wei terentwickeln.
#2794Gesundheit – das wollen wir GRÜNE: ■ wohnortnahe Versorgung sicherstellen ■ Schulgeld für Gesundheitsberufe abschaffen ■ Geburtshilfe mit Modellen wie Hebammenkreißsälen stärken ■ Landespsychiatrieplan und Ausbau der Gemeindepsychiatrie ■ kontrollierte, legale Abgabe von Cannabis und Stärkung der Suchtprävention POLITIK FÜR PFLEGE UND LEBEN IM ALTER IM QUARTIER In NRW sind rund 600.
#2795Menschen pflegebedürftig.
#2796Darüber hinaus benötigen etwa 300.
#2797Personen Hilfe und alltägliche Begleitung wegen Demenzerkrankungen.
#2798Die Zahlen werden infolge der zunehmenden Lebenserwartung und der demografischen Entwicklung noch weiter steigen.
#2799Demgegenüber wird die Zahl der Arbeitnehmer*in nen – und damit auch der möglichen Pflegekräfte – weiter abnehmen.
#2800Das gilt ebenso für die Zahl der pflegenden Angehörigen, die heute den größten Anteil des Pflegege schehens leisten.
#2801Zwei Drittel der Pflege findet in der eigenen Häuslichkeit statt und wird überwiegend von Frauen geleistet.
#2802Mit dem Anspruch auf eine gleichberechtigte berufliche Teilhabe von Frauen und der hieraus resultierenden Mehrfachbelastung ist dies oft nicht mehr vereinbar.
#2803Zu Recht wird eine geschlechtergerechte Verteilung der Fürsorge und Pflegeaufgaben gefordert.
#2804Zudem lebt eine steigende Zahl der Familien nicht mehr an einem Ort.
#2805Für einen Großteil der Menschen wird daher in Zukunft die heute noch prägende häusliche Pflege durch Angehörige, ausgenommen den eigenen Lebenspartner, keine verlässliche Basis mehr darstellen können.
#2806Deshalb werden wir uns dafür einsetzen, dass dort, wo die Menschen leben, zuverlässige Pflege und Betreu ungsangebote in einer häuslichen Wohnumgebung entstehen, die ein selbstbestimmtes Leben weiterhin sichern.
#2807Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Wir GRÜNE haben deshalb mit dem neuen Alten und Pflegegesetz den rechtlichen Rahmen für den notwendigen Wandel hin zu einem Angebotsmix geschaffen, in dem weiterentwickelte bestehende ambulante und stationäre Strukturen, ergänzt durch Quartiersstrukturen und neue dezentrale Angebote wie Pflege-WGs, alle Bedarfe ab decken.
#2808Dabei haben wir den Kommunen auch die gesetzliche Möglichkeit eingeräumt, mit einer entsprechenden Pflegebedarfsplanung der Errichtung weiterer Großeinrich tungen entgegenwirken zu können.
#2809Gleichzeitig haben wir mit dem „Landesförderplan Pflege und Alter“ und anderen Förderprogrammen den Ausbau neuer Wohnformen und Pflegekonzepte vorangebracht.
#2810Mit der Einführung der Ausbildungsabgabe für die Al tenpflege und einem engagierten Ausbauprogramm haben wir in den letzten Jahren die Zahl der Ausbildungsplätze in der Altenpflege von unter 10.
#2811auf knapp 18.
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