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vom 17.03.2026 PDF
#267
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Umfassende Aufklärung des Abgasskandals Wir werden uns auch in Zukunft für gute Luft starkmachen.
#268Um der Gesundheit der Menschen willen setzen wir uns für die umfassende Aufklärung des Abgasskandals und seiner Auswirkungen auf die verkehrsbezogene Luftreinhaltung durch die Bundes regierung ein.
#269Wir werden eine umfassende Stickoxid (NOx)-Minderungsstrategie für NRW erarbeiten und umsetzen sowie regionale Maßnahmen der Luftreinhalteplanung weiterentwickeln.
#270Dort, wo lokale Fahrverbote für Dieselfahrzeuge unumgänglich sind, werden wir uns dafür einsetzen, dass die Ersatzansprüche gegen die Automobilherstel ler*innen durchgesetzt werden und die Maßnahmen für die Halter*innen fair und ohne soziale Härten ablaufen.
#271Perspektive emissionsfrei mobil 2030 Wir streben die verbesserte Zusammenarbeit zwischen der Umwelt und Verkehrspla nung an und fördern die emissionsfreie Mobilität, besonders in unseren Innenstädten.
#272In weiteren Abstimmungsverfahren zwischen den Ländern und dem Bund setzen wir uns dafür ein, wirksame Maßnahmen und deren Finanzierung zur Luftreinhaltung im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes zu erarbeiten.
#273Eine steuerliche Förde rung zum Nachrüsten konventioneller Fahrzeuge – zum Beispiel von Handwerker*innen – mit dem Ziel der Emissionsreduzierung sowie die Umrüstung im öffentlichen Verkehr wollen wir fördern.
#274In Nordrhein-Westfalen sind Luftreinhaltepläne mit Minderungsmaßahmen in 25 Städten und im gesamten Ruhrgebiet in Kraft.
#275Die in den Luftreinhalteplänen festge legten Maßnahmen reichen jedoch nicht in allen Fällen aus, um den Stickstoffdioxid Grenzwert einhalten zu können.
#276Dabei ist die Belastung mit Stickstoffdioxid das Problem Nr.
#277im Rahmen der Luftreinhaltung.
#278Stickstoffdioxid in der Luft gefährdet die Gesund heit der Menschen.
#279Die menschliche Gesundheit muss Vorrang vor wirtschaftlichen und eigennützigen Interessen haben.
#280Auch wenn es schwierig erscheint, den gleichzeitigen Zielkonflikt, Mobilität als Bedingung für funktionsfähige und urbane Räume sicherzu stellen, zu lösen.
#281Der Entscheid des Verwaltungsgerichts Düsseldorf, dass zur Durchsetzung dieses Grundsatzes auch Fahrverbote von Dieselfahrzeugen zu prüfen seien, muss umgesetzt werden.
#282Andererseits dürfen betroffene Fahrzeughalter*innen gegenüber Herstellern, die Abgaswerte rechtswidrig manipuliert haben, nicht ohne Schutz bleiben.
#283Umwelt und Gesundheitscheck bei Bauprodukten Die zunehmende Vielfalt von Chemikalien in Bauprodukten kann insbesondere bei Ge bäuden mit einer hohen Luftdichtheit zu einer Belastung der Innenraumluft führen.
#284Deshalb müssen die Emissionen aus Bauprodukten verringert werden.
#285Wir fordern, den Gesundheits und Umweltschutz bei der Überprüfung und Zulassung von Bauprodukten weiterzuentwickeln und auszubauen.
#286Zudem soll die Möglichkeit des Baustoff-Recy clings schon bei der Zulassung mitberücksichtigt werden.
#287Schwermetallminderungsstrategie Die Umweltqualitätsnormen für Schadstoffe wie Schwermetalle, Arsen, zinnorganische Verbindungen, schwerflüchtige Halogenverbindungen und andere, die die Europäische 20 21 Wasserrahmenrichtlinie vorgibt, sind deutschlandweit, aber auch in NRW flächende ckend überschritten.
#288Industrieanlagen verursachen mit etwa drei Tonnen Ausstoß an Quecksilber pro Jahr fast ein Drittel der Quecksilberemissionen in Deutschland.
#289Haupt verursacher sind die Kohlekraftwerke mit über zwei Tonnen Ausstoß pro Jahr.
#290Durch den Einsatz moderner Technik können die Quecksilberemissionen in NRW deutlich gesenkt und damit die Belastung für Mensch und Umwelt reduziert werden.
#291Solange noch Kohle kraftwerke in Betrieb sind, werden wir uns dafür einsetzen, die technischen Möglichkei ten in einer umfassenden Schwermetall-minderungsstrategie maximal auszuschöpfen.
#292Meine Stadt atmet durch“ Im Rahmen eines neuen landesweiten Wettbewerbs „Meine Stadt atmet durch“ werden gute instrumentelle und planerische Beispiele für ein gesundes Stadtklima gewürdigt und können als Vorbilder für eine landesweite Reduktion der Schadstoffbelastung in Ballungsräumen und Städten dienen.
#293BODEN/FLÄCHE Fläche und Freiraum sind ein wertvolles und zugleich begrenztes Gut.
#294Nach den letz ten Erhebungen werden in NRW noch immer über neun Hektar pro Tag beansprucht, die nicht mehr der Landwirtschaft, dem Naturschutz und der Erholung zur Verfügung stehen.
#295Negative Auswirkungen sind der Verlust von fruchtbaren Böden, von Artenviel falt, die Verschärfung von Hochwasserereignissen, die Zerschneidung von Landschaften und somit auch ein Verlust von Lebensqualität.
#296Um diesen negativen Auswirkungen des Flächenverbrauchs vorzubeugen und die Zerstörung des Freiraums in NRW aufzu halten, bekennen sich die GRÜNEN NRW klar zu einem gesetzlichen Ziel von deutlich unter fünf Hektar Flächenverbrauch pro Tag und treten auf Bundesebene für ein mo dernes, effektives Freiraumschutzgesetz ein.
#297Mittelfristig soll der Flächenverbrauch auf null sinken.
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