Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.03.2026 PDF
#2815
Mit Unterstützung des Landes ist deshalb in den vergangenen Jahren in NRW ein breites Beratungsangebot entstanden, das bundesweit einzigartig ist.
#2816
So unterstützen beispielsweise mittlerweile 13 Demenz-Servicezentren den Aufbau wohnortnaher Netzwerke zur Verbesserung der Situation von Menschen mit Demenz und ihrer Familien.
#2817
Ein Servicezentrum richtet sich insbesondere an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte.
#2818
Hierauf wollen wir aufbauen und dafür sorgen, dass auch die geburtenstarken Jahrgän ge, die in naher Zukunft pflegebedürftig werden, die passenden Rahmenbedingungen für eine quartiersnahe, selbstbestimmte und qualitativ hochwertige Pflege vorfinden.
#2819
Verlässliche und menschliche Pflege sichern Jeder Mensch, der einen entsprechenden Bedarf hat, muss die umfassende Pflege und Unterstützung erhalten, die es ihm erlauben, möglichst selbständig und selbstbestimmt zu leben, ganz egal, ob er in seiner gewohnten Umgebung, dem Betreuten Wohnen, einer Pflege-WG oder einer stationären Pflegeeinrichtung leben will.
#2820
Dabei müssen die unterschiedlichen kulturellen, religiösen, sexuellen und ge schlechtsspezifischen Identitäten der Menschen Eingang in die Gestaltung der sozialen Infrastruktur und der Pflegekonzepte vor Ort finden.
#2821
Wichtig ist ein Pflege und Hilfemix aus professioneller Pflege und Unterstützung, sozialem Netz und Nachbarschaft im Quartier.
#2822
Dabei sollen Wohnungen und Wohnum- feld so gestaltet werden, dass Menschen unabhängig von Alter oder eingeschränkter Bewegungsfreiheit möglichst selbständig in ihrer gewohnten Umgebung leben können.
#2823
Notwendig sind auch Einrichtungen der Tages-, Nacht und Kurzzeitpflege und Treff punkte wie Quartierstützpunkte oder Nachbarschaftszentren, die auch rund um die Uhr Pflege und Unterstützung bieten.
#2824
Die Vielzahl an unterschiedlichen Lebens und Bedarfssituationen erfordert mehr denn je neue, auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtete Wohn und Pflegean gebote.
#2825
Deshalb wollen wir den beschrittenen Weg weitergehen und unsere Pflege landschaft und die dazu gehörigen kommunalen Strukturen weiterhin demografiefest umbauen.
#2826
Wir wollen der Errichtung weiterer großer Heime entgegenwirken und statt dessen den Ausbau von überschaubaren Wohn und Pflegeformen in den Quartieren vo ranbringen, in denen Pflege und Betreuung auch unabhängig vom Einsatz Angehöriger in einer häuslichen Wohnumgebung stattfinden kann.
#2827
Um das zu erreichen, werden wir Alternativen für ein selbstbestimmtes Wohnen mit Angeboten für eine intensive Pflege und Unterstützung weiterhin fördern.
#2828
Dazu gehören Hausgemeinschaften, Pflegewohn gruppen und Wohngemeinschaften genauso wie Mehrgenerationenwohnen und das „Wohnen mit Versorgungssicherheit“ in der eigenen Wohnung.
#2829
Auch wenn die Zukunft in überschaubaren Wohn und Pflegeformen liegt, stellen der zeit nach wie vor auch viele stationäre Einrichtungen noch ein unverzichtbares Angebot für die Sicherung einer umfassenden Pflege vor Ort dar.
#2830
Diese Einrichtungen wollen wir dabei unterstützen, sich für die Zukunft aufzustellen, zu modernisieren und sich zu wan deln, um selbstbestimmtes Wohnen mit einer umfassenden Pflege zu verbinden.
#2831
Hierzu gehört auch, sich zum Quartier hin zu öffnen und zu vernetzen, sei es als Begegnungs zentrum für die Menschen und Initiativen im Stadtteil oder als sozialer Dienstleister gemeinsam mit anderen Trägern und Vereinen im Quartier.
#2832
Wir wollen die Qualität in der Pflege sichern und der Gewalt in der Pflege, die nicht zuletzt durch Überforderung im Pflegealltag auftritt, durch geeignete Unterstützungs maßnahmen entgegenwirken.
#2833
Beratung und Unterstützung ausbauen Eine umfassende und unabhängige Beratung ist für den Verbleib in der eigenen Häus lichkeit und für die optimale Versorgung unverzichtbar.
#2834
Gemeinsam mit den Akteur*in nen vor Ort wollen wir die Angebote weiter auf die Bedarfe der Menschen ausrichten und in den Quartieren anbieten.
#2835
Dazu zählen auch Angebote und Strukturen für kleine und mittlere Unternehmen, um ihre Angestellten bei der Vereinbarkeit von Angehöri genpflege und Beruf zu unterstützen.
#2836
Auch für Demenzerkrankte wollen wir die Strukturen vor Ort so anpassen, dass diese Menschen möglichst selbstbestimmt und selbständig in ihrem Quartier leben können.
#2837
Hierzu gehört auch der weitere Ausbau von niederschwelligen Hilfen und betreuten De menz-Hausgemeinschaften.
#2838
Außerdem wollen wir die Präventionsmöglichkeiten weiter stärken, mit denen Demenzerkrankungen entgegengewirkt, bzw.
#2839
diese hinausgezögert werden können.
#2840
Wir wollen dafür sorgen, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehö rigen überall in NRW schnell Beratung und Unterstützung finden, um ihnen Angst und Last zu nehmen.
#2841
Wir nehmen uns vor, die Gesellschaft weiter zu einer Normalität im Umgang mit demenzkranken Menschen zu entwickeln.
#2842
Quartiere entwickeln Um das Zusammenleben im Quartier zu befördern, werden wir die Rahmenbedingungen für eine soziale Quartiersentwicklung in NRW weiterentwickeln.
#2843
Generationenübergrei fende Konzepte sind dabei ebenso wichtig wie interkulturelle Ansätze.
#2844
Auch Menschen, die geflüchtet sind oder eine Zuwanderungsgeschichte haben, müssen am Sozialleben teilhaben können.
#2845
Die Vielfalt der kulturellen Wurzeln, Lebensstile und Identitäten prägt das städtische wie auch dörfliche Gemeinwesen.


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