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vom 14.03.2026 PDF
#2822
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Dabei sollen Wohnungen und Wohnum- feld so gestaltet werden, dass Menschen unabhängig von Alter oder eingeschränkter Bewegungsfreiheit möglichst selbständig in ihrer gewohnten Umgebung leben können.
#2823Notwendig sind auch Einrichtungen der Tages-, Nacht und Kurzzeitpflege und Treff punkte wie Quartierstützpunkte oder Nachbarschaftszentren, die auch rund um die Uhr Pflege und Unterstützung bieten.
#2824Die Vielzahl an unterschiedlichen Lebens und Bedarfssituationen erfordert mehr denn je neue, auf die Bedürfnisse der Menschen ausgerichtete Wohn und Pflegean gebote.
#2825Deshalb wollen wir den beschrittenen Weg weitergehen und unsere Pflege landschaft und die dazu gehörigen kommunalen Strukturen weiterhin demografiefest umbauen.
#2826Wir wollen der Errichtung weiterer großer Heime entgegenwirken und statt dessen den Ausbau von überschaubaren Wohn und Pflegeformen in den Quartieren vo ranbringen, in denen Pflege und Betreuung auch unabhängig vom Einsatz Angehöriger in einer häuslichen Wohnumgebung stattfinden kann.
#2827Um das zu erreichen, werden wir Alternativen für ein selbstbestimmtes Wohnen mit Angeboten für eine intensive Pflege und Unterstützung weiterhin fördern.
#2828Dazu gehören Hausgemeinschaften, Pflegewohn gruppen und Wohngemeinschaften genauso wie Mehrgenerationenwohnen und das „Wohnen mit Versorgungssicherheit“ in der eigenen Wohnung.
#2829Auch wenn die Zukunft in überschaubaren Wohn und Pflegeformen liegt, stellen der zeit nach wie vor auch viele stationäre Einrichtungen noch ein unverzichtbares Angebot für die Sicherung einer umfassenden Pflege vor Ort dar.
#2830Diese Einrichtungen wollen wir dabei unterstützen, sich für die Zukunft aufzustellen, zu modernisieren und sich zu wan deln, um selbstbestimmtes Wohnen mit einer umfassenden Pflege zu verbinden.
#2831Hierzu gehört auch, sich zum Quartier hin zu öffnen und zu vernetzen, sei es als Begegnungs zentrum für die Menschen und Initiativen im Stadtteil oder als sozialer Dienstleister gemeinsam mit anderen Trägern und Vereinen im Quartier.
#2832Wir wollen die Qualität in der Pflege sichern und der Gewalt in der Pflege, die nicht zuletzt durch Überforderung im Pflegealltag auftritt, durch geeignete Unterstützungs maßnahmen entgegenwirken.
#2833Beratung und Unterstützung ausbauen Eine umfassende und unabhängige Beratung ist für den Verbleib in der eigenen Häus lichkeit und für die optimale Versorgung unverzichtbar.
#2834Gemeinsam mit den Akteur*in nen vor Ort wollen wir die Angebote weiter auf die Bedarfe der Menschen ausrichten und in den Quartieren anbieten.
#2835Dazu zählen auch Angebote und Strukturen für kleine und mittlere Unternehmen, um ihre Angestellten bei der Vereinbarkeit von Angehöri genpflege und Beruf zu unterstützen.
#2836Auch für Demenzerkrankte wollen wir die Strukturen vor Ort so anpassen, dass diese Menschen möglichst selbstbestimmt und selbständig in ihrem Quartier leben können.
#2837Hierzu gehört auch der weitere Ausbau von niederschwelligen Hilfen und betreuten De menz-Hausgemeinschaften.
#2838Außerdem wollen wir die Präventionsmöglichkeiten weiter stärken, mit denen Demenzerkrankungen entgegengewirkt, bzw.
#2839diese hinausgezögert werden können.
#2840Wir wollen dafür sorgen, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehö rigen überall in NRW schnell Beratung und Unterstützung finden, um ihnen Angst und Last zu nehmen.
#2841Wir nehmen uns vor, die Gesellschaft weiter zu einer Normalität im Umgang mit demenzkranken Menschen zu entwickeln.
#2842Quartiere entwickeln Um das Zusammenleben im Quartier zu befördern, werden wir die Rahmenbedingungen für eine soziale Quartiersentwicklung in NRW weiterentwickeln.
#2843Generationenübergrei fende Konzepte sind dabei ebenso wichtig wie interkulturelle Ansätze.
#2844Auch Menschen, die geflüchtet sind oder eine Zuwanderungsgeschichte haben, müssen am Sozialleben teilhaben können.
#2845Die Vielfalt der kulturellen Wurzeln, Lebensstile und Identitäten prägt das städtische wie auch dörfliche Gemeinwesen.
#2846Dies muss sich auch in der Quartiersgestaltung und der sozialen Infrastruktur niederschlagen.
#2847Dort, wo die Menschen leben und wohnen, muss es Geschäfte, Kommunikations und Werkräume sowie Einrichtungen für Junge, Alte und Menschen mit Beeinträchtigungen geben.
#2848Die städte und wohnungsbauliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte befördert eher die Isolation als das Zusammenleben in der Gemeinschaft.
#2849Wir setzen uns für Städte und ländliche Räume mit sozialer Durch mischung ein.
#2850Für die Bewohner*innen wollen wir Gestaltungsfreiräume schaffen und die persönlichen Mitwirkungsmöglichkeiten verbessern.
#2851Insbesondere wollen wir die soziale Infrastruktur stärken, die zur Bewältigung des Alltagslebens wichtig ist: Pflege und Unterstützung, Gesundheitsversorgung, soziale Infrastruktur, generationengerechte Gestaltung des Wohnumfeldes sowie die sozial raumbezogene Förderung, Beratung und Unterstützung wollen wir sozialraumorientiert ausrichten und hierzu den Ausbau von Quartierstützpunkten, Nachbarschaftszentren oder anderen Treffpunkten fördern.
#2852Altengerechte Quartiersentwicklung bedeutet deutlich mehr als nur die Sicherung der Pflege und Gesundheitsversorgung oder die Abdeckung von Unterstützungsbedarfen.
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