Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 14.03.2026 PDF
#2830
Diese Einrichtungen wollen wir dabei unterstützen, sich für die Zukunft aufzustellen, zu modernisieren und sich zu wan deln, um selbstbestimmtes Wohnen mit einer umfassenden Pflege zu verbinden.
#2831
Hierzu gehört auch, sich zum Quartier hin zu öffnen und zu vernetzen, sei es als Begegnungs zentrum für die Menschen und Initiativen im Stadtteil oder als sozialer Dienstleister gemeinsam mit anderen Trägern und Vereinen im Quartier.
#2832
Wir wollen die Qualität in der Pflege sichern und der Gewalt in der Pflege, die nicht zuletzt durch Überforderung im Pflegealltag auftritt, durch geeignete Unterstützungs maßnahmen entgegenwirken.
#2833
Beratung und Unterstützung ausbauen Eine umfassende und unabhängige Beratung ist für den Verbleib in der eigenen Häus lichkeit und für die optimale Versorgung unverzichtbar.
#2834
Gemeinsam mit den Akteur*in nen vor Ort wollen wir die Angebote weiter auf die Bedarfe der Menschen ausrichten und in den Quartieren anbieten.
#2835
Dazu zählen auch Angebote und Strukturen für kleine und mittlere Unternehmen, um ihre Angestellten bei der Vereinbarkeit von Angehöri genpflege und Beruf zu unterstützen.
#2836
Auch für Demenzerkrankte wollen wir die Strukturen vor Ort so anpassen, dass diese Menschen möglichst selbstbestimmt und selbständig in ihrem Quartier leben können.
#2837
Hierzu gehört auch der weitere Ausbau von niederschwelligen Hilfen und betreuten De menz-Hausgemeinschaften.
#2838
Außerdem wollen wir die Präventionsmöglichkeiten weiter stärken, mit denen Demenzerkrankungen entgegengewirkt, bzw.
#2839
diese hinausgezögert werden können.
#2840
Wir wollen dafür sorgen, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehö rigen überall in NRW schnell Beratung und Unterstützung finden, um ihnen Angst und Last zu nehmen.
#2841
Wir nehmen uns vor, die Gesellschaft weiter zu einer Normalität im Umgang mit demenzkranken Menschen zu entwickeln.
#2842
Quartiere entwickeln Um das Zusammenleben im Quartier zu befördern, werden wir die Rahmenbedingungen für eine soziale Quartiersentwicklung in NRW weiterentwickeln.
#2843
Generationenübergrei fende Konzepte sind dabei ebenso wichtig wie interkulturelle Ansätze.
#2844
Auch Menschen, die geflüchtet sind oder eine Zuwanderungsgeschichte haben, müssen am Sozialleben teilhaben können.
#2845
Die Vielfalt der kulturellen Wurzeln, Lebensstile und Identitäten prägt das städtische wie auch dörfliche Gemeinwesen.
#2846
Dies muss sich auch in der Quartiersgestaltung und der sozialen Infrastruktur niederschlagen.
#2847
Dort, wo die Menschen leben und wohnen, muss es Geschäfte, Kommunikations und Werkräume sowie Einrichtungen für Junge, Alte und Menschen mit Beeinträchtigungen geben.
#2848
Die städte und wohnungsbauliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte befördert eher die Isolation als das Zusammenleben in der Gemeinschaft.
#2849
Wir setzen uns für Städte und ländliche Räume mit sozialer Durch mischung ein.
#2850
Für die Bewohner*innen wollen wir Gestaltungsfreiräume schaffen und die persönlichen Mitwirkungsmöglichkeiten verbessern.
#2851
Insbesondere wollen wir die soziale Infrastruktur stärken, die zur Bewältigung des Alltagslebens wichtig ist: Pflege und Unterstützung, Gesundheitsversorgung, soziale Infrastruktur, generationengerechte Gestaltung des Wohnumfeldes sowie die sozial raumbezogene Förderung, Beratung und Unterstützung wollen wir sozialraumorientiert ausrichten und hierzu den Ausbau von Quartierstützpunkten, Nachbarschaftszentren oder anderen Treffpunkten fördern.
#2852
Altengerechte Quartiersentwicklung bedeutet deutlich mehr als nur die Sicherung der Pflege und Gesundheitsversorgung oder die Abdeckung von Unterstützungsbedarfen.
#2853
Es gilt auch, Angebote zur Prävention in den Alltag vor Ort zu integrieren und die Versor gung insgesamt dezentral zu denken und zu gestalten.
#2854
Ein entwickeltes Quartier bzw.
#2855
ein „Veedel“, Stadtteil, Dorf oder ein Wohnblock ist in der Lage, Teilhabe am Leben und eine Sozialstruktur für alle Generationen herzustellen.
#2856
In einem solchen Quartier zu leben bedeutet auch, auch in der nachberuflichen Phase bis zuletzt sinnstiftend Teil dieser Gesellschaft zu bleiben, Aufgaben zu haben, Begegnung mit Menschen zu erleben, statt isoliert in den eigenen vier Wänden zu vereinsamen, depressiv und immobil zu werden.
#2857
Für eine zukunftsorientierte Quartiersentwicklung ist aber nicht nur eine alters und behindertengerechte Gestaltung wichtig.
#2858
In einem funktionierenden Quartier muss die Wohnarchitektur alle Altersstrukturen sowie die unterschiedlichen Belange der Geschlechter berücksichtigen und die soziale Kommunikation, das generationenüber greifende Miteinander und den interkulturellen Dialog fördern.
#2859
Ebenso ist gesicher te Mobilität durch einen barrierefreien, übersichtlichen Nahverkehr, Fahrdienste ohne lange Anmeldezeiten, Bürgerbusse und Anrufsammeltaxen wichtig für Versorgungs möglichkeiten, kulturelle Teilhabe und soziale Kontakte.
#2860
Dies alles wollen wir in den nächsten Jahren weiter verbessern.


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