Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 16.03.2026 PDF
#2843
Generationenübergrei fende Konzepte sind dabei ebenso wichtig wie interkulturelle Ansätze.
#2844
Auch Menschen, die geflüchtet sind oder eine Zuwanderungsgeschichte haben, müssen am Sozialleben teilhaben können.
#2845
Die Vielfalt der kulturellen Wurzeln, Lebensstile und Identitäten prägt das städtische wie auch dörfliche Gemeinwesen.
#2846
Dies muss sich auch in der Quartiersgestaltung und der sozialen Infrastruktur niederschlagen.
#2847
Dort, wo die Menschen leben und wohnen, muss es Geschäfte, Kommunikations und Werkräume sowie Einrichtungen für Junge, Alte und Menschen mit Beeinträchtigungen geben.
#2848
Die städte und wohnungsbauliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte befördert eher die Isolation als das Zusammenleben in der Gemeinschaft.
#2849
Wir setzen uns für Städte und ländliche Räume mit sozialer Durch mischung ein.
#2850
Für die Bewohner*innen wollen wir Gestaltungsfreiräume schaffen und die persönlichen Mitwirkungsmöglichkeiten verbessern.
#2851
Insbesondere wollen wir die soziale Infrastruktur stärken, die zur Bewältigung des Alltagslebens wichtig ist: Pflege und Unterstützung, Gesundheitsversorgung, soziale Infrastruktur, generationengerechte Gestaltung des Wohnumfeldes sowie die sozial raumbezogene Förderung, Beratung und Unterstützung wollen wir sozialraumorientiert ausrichten und hierzu den Ausbau von Quartierstützpunkten, Nachbarschaftszentren oder anderen Treffpunkten fördern.
#2852
Altengerechte Quartiersentwicklung bedeutet deutlich mehr als nur die Sicherung der Pflege und Gesundheitsversorgung oder die Abdeckung von Unterstützungsbedarfen.
#2853
Es gilt auch, Angebote zur Prävention in den Alltag vor Ort zu integrieren und die Versor gung insgesamt dezentral zu denken und zu gestalten.
#2854
Ein entwickeltes Quartier bzw.
#2855
ein „Veedel“, Stadtteil, Dorf oder ein Wohnblock ist in der Lage, Teilhabe am Leben und eine Sozialstruktur für alle Generationen herzustellen.
#2856
In einem solchen Quartier zu leben bedeutet auch, auch in der nachberuflichen Phase bis zuletzt sinnstiftend Teil dieser Gesellschaft zu bleiben, Aufgaben zu haben, Begegnung mit Menschen zu erleben, statt isoliert in den eigenen vier Wänden zu vereinsamen, depressiv und immobil zu werden.
#2857
Für eine zukunftsorientierte Quartiersentwicklung ist aber nicht nur eine alters und behindertengerechte Gestaltung wichtig.
#2858
In einem funktionierenden Quartier muss die Wohnarchitektur alle Altersstrukturen sowie die unterschiedlichen Belange der Geschlechter berücksichtigen und die soziale Kommunikation, das generationenüber greifende Miteinander und den interkulturellen Dialog fördern.
#2859
Ebenso ist gesicher te Mobilität durch einen barrierefreien, übersichtlichen Nahverkehr, Fahrdienste ohne lange Anmeldezeiten, Bürgerbusse und Anrufsammeltaxen wichtig für Versorgungs möglichkeiten, kulturelle Teilhabe und soziale Kontakte.
#2860
Dies alles wollen wir in den nächsten Jahren weiter verbessern.
#2861
Insbesondere in ländlichen Bereichen gibt es hier noch erhebliche Defizite.
#2862
Auch die Sicherung der Nahmobilität im Quartier wollen wir weiter verbessern, insbesondere für die Fahrrad-, Rolli und Fußmobilität.
#2863
Selbstbestim mung und Teilhabe dürfen auch dann nicht aufhören, wenn die Lebenssituation be sonders herausfordernd ist.
#2864
Nur so lässt sich der wichtige Generationenmix vor Ort auf Dauer sichern.
#2865
Fachkräfte in der Pflege sichern Trotz der bereits erreichten annähernden Verdopplung der Ausbildungsplätze in der Al tenpflege werden wir auch in den nächsten Jahren für einen weiteren Ausbau der Aus bildungskapazitäten, aber auch für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie der Entlohnung in der Pflege kämpfen.
#2866
Hierfür braucht es insbesondere entsprechende bundesgesetzliche Rahmenbedingungen.
#2867
Eine Weiterentwicklung der Pflegeausbildung mit einem gemeinsamen Abschluss bei den Pflegeberufen ist grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung.
#2868
Dabei muss allerdings sichergestellt sein, dass dieses Ziel ohne den Verlust bisher bestehender spezifischer Kompetenzen in den Disziplinen und für die Einsatzorte sowie ohne den Verlust von Ausbildungskapazitäten erreicht werden kann.
#2869
Hierzu gehört auch, dass sich die Pflegeversicherung an den Ausbildungskosten in der Pflege beteiligt.
#2870
Alter und Pflege – das wollen wir GRÜNE: ■ die Beratungsangebote für alle sichtbar machen, damit Pflegebedürftige und Ange hörige schnell zu der notwendigen Unterstützung kommen, statt viel Zeit mit dem Klären von Ansprüchen und Angeboten verbringen zu müssen ■ die Ausbildungszahlen für Pflegefachkräfte weiter steigern ■ die Quartiersentwicklung verdreifachen, damit Menschen perspektivisch überall in NRW auch im Alter sowie mit Pflege und Unterstützungsbedarf dort leben bleiben können, wo sie immer gelebt haben SOZIALE TEILHABE UND ARMUTSBEKÄMPFUNG Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung, Gesundheitsversorgung, Wohnraum, Mobili tät, Kultur und die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.
#2871
Nach wie vor gibt es aber viele Barrieren, was die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben oder die Selbstbestimmung betrifft.
#2872
Grüne Sozialpolitik schafft die Voraussetzungen für die gerechte Verteilung von Gütern, sie schafft hochwertige und individuelle Ange bote, an denen alle teilhaben können.
#2873
Grüne Sozialpolitik steht außerdem für eine sanktionsfreie, armutsfeste Existenzsicherung, so dass Menschen individuell und frei über ihr Leben entscheiden können.


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