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vom 16.03.2026 PDF
#2857
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Für eine zukunftsorientierte Quartiersentwicklung ist aber nicht nur eine alters und behindertengerechte Gestaltung wichtig.
#2858In einem funktionierenden Quartier muss die Wohnarchitektur alle Altersstrukturen sowie die unterschiedlichen Belange der Geschlechter berücksichtigen und die soziale Kommunikation, das generationenüber greifende Miteinander und den interkulturellen Dialog fördern.
#2859Ebenso ist gesicher te Mobilität durch einen barrierefreien, übersichtlichen Nahverkehr, Fahrdienste ohne lange Anmeldezeiten, Bürgerbusse und Anrufsammeltaxen wichtig für Versorgungs möglichkeiten, kulturelle Teilhabe und soziale Kontakte.
#2860Dies alles wollen wir in den nächsten Jahren weiter verbessern.
#2861Insbesondere in ländlichen Bereichen gibt es hier noch erhebliche Defizite.
#2862Auch die Sicherung der Nahmobilität im Quartier wollen wir weiter verbessern, insbesondere für die Fahrrad-, Rolli und Fußmobilität.
#2863Selbstbestim mung und Teilhabe dürfen auch dann nicht aufhören, wenn die Lebenssituation be sonders herausfordernd ist.
#2864Nur so lässt sich der wichtige Generationenmix vor Ort auf Dauer sichern.
#2865Fachkräfte in der Pflege sichern Trotz der bereits erreichten annähernden Verdopplung der Ausbildungsplätze in der Al tenpflege werden wir auch in den nächsten Jahren für einen weiteren Ausbau der Aus bildungskapazitäten, aber auch für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie der Entlohnung in der Pflege kämpfen.
#2866Hierfür braucht es insbesondere entsprechende bundesgesetzliche Rahmenbedingungen.
#2867Eine Weiterentwicklung der Pflegeausbildung mit einem gemeinsamen Abschluss bei den Pflegeberufen ist grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung.
#2868Dabei muss allerdings sichergestellt sein, dass dieses Ziel ohne den Verlust bisher bestehender spezifischer Kompetenzen in den Disziplinen und für die Einsatzorte sowie ohne den Verlust von Ausbildungskapazitäten erreicht werden kann.
#2869Hierzu gehört auch, dass sich die Pflegeversicherung an den Ausbildungskosten in der Pflege beteiligt.
#2870Alter und Pflege – das wollen wir GRÜNE: ■ die Beratungsangebote für alle sichtbar machen, damit Pflegebedürftige und Ange hörige schnell zu der notwendigen Unterstützung kommen, statt viel Zeit mit dem Klären von Ansprüchen und Angeboten verbringen zu müssen ■ die Ausbildungszahlen für Pflegefachkräfte weiter steigern ■ die Quartiersentwicklung verdreifachen, damit Menschen perspektivisch überall in NRW auch im Alter sowie mit Pflege und Unterstützungsbedarf dort leben bleiben können, wo sie immer gelebt haben SOZIALE TEILHABE UND ARMUTSBEKÄMPFUNG Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung, Gesundheitsversorgung, Wohnraum, Mobili tät, Kultur und die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.
#2871Nach wie vor gibt es aber viele Barrieren, was die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben oder die Selbstbestimmung betrifft.
#2872Grüne Sozialpolitik schafft die Voraussetzungen für die gerechte Verteilung von Gütern, sie schafft hochwertige und individuelle Ange bote, an denen alle teilhaben können.
#2873Grüne Sozialpolitik steht außerdem für eine sanktionsfreie, armutsfeste Existenzsicherung, so dass Menschen individuell und frei über ihr Leben entscheiden können.
#2874Wir ermutigen und befähigen sie, ihre Chancen wahrzunehmen.
#2875An diesem Leitbild werden wir auch weiterhin unsere Politik für NRW ausrichten, denn kein Mensch soll vernachlässigt und von der Gesellschaft zurückge wiesen werden.
#2876Wer arm ist, kann viele gesellschaftliche Angebote nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen.
#2877Das beinhaltet insbesondere den Zugang zu Bildung, Ausbildung und dem Arbeitsmarkt sowie zu umfassender Gesundheitsversorgung.
#2878Dies gilt auch für die stei gende Zahl an Geflüchteten in Nordrhein-Westfalen, für die zur Gesundheitsversorgung auch spezielle Angeboten für traumatisierte Menschen gehören.
#2879Teilhabe bedeutet aber auch Barrierefreiheit.
#2880Grüne Politik will Selbstbestimmung und individuelle Wahlmöglichkeiten eröffnen.
#2881Wir wollen Menschen mit Behinderung keinen Lebensweg vorgeben.
#2882Unser Ziel ist es vielmehr, Nachteile auszugleichen, damit eine eigenständige Entwicklung und eine selbstbestimmte Lebensgestaltung möglich sind.
#2883Dazu gehören das Recht auf eine eigene Familie, auf Partnerschaft und sexuelle Selbstbestimmung genauso wie das Recht auf Beschäftigung, auf einen angemessenen Lebensstandard, sozialen Schutz und auf Teilhabe am öffentlichen und kulturellen Le ben.
#2884Vor allem bedeutet Teilhabe aber auch den gleichen Zugang zu Bildung und damit das Anrecht auf Unterricht im Regelschulsystem (Inklusion).
#2885Nicht zuletzt ist es eine Aufgabe der Gesellschaft, den Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch für alle Menschen zu gewährleisten, gerade dann, wenn sie besonderen Schutz benötigen.
#2886Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Wichtige sozialpolitische Akzente der Jahre 2010 bis 2017 waren die Weiterführung der „Sozialberichterstattung“ und des Landesprogramms „Hilfen für Wohnungslose“ sowie die konzeptionelle Weiterentwicklung bei der Umsetzung des „Bildungs und Teilhabe pakets“.
#2887Im Sinne einer „Strategischen Sozialplanung“ wurde ein Netzwerk zur Unter stützung eines sozialraumorientierten Planungsprozesses in den Kommunen aufgebaut.
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