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vom 16.03.2026 PDF
#2868
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Dabei muss allerdings sichergestellt sein, dass dieses Ziel ohne den Verlust bisher bestehender spezifischer Kompetenzen in den Disziplinen und für die Einsatzorte sowie ohne den Verlust von Ausbildungskapazitäten erreicht werden kann.
#2869Hierzu gehört auch, dass sich die Pflegeversicherung an den Ausbildungskosten in der Pflege beteiligt.
#2870Alter und Pflege – das wollen wir GRÜNE: ■ die Beratungsangebote für alle sichtbar machen, damit Pflegebedürftige und Ange hörige schnell zu der notwendigen Unterstützung kommen, statt viel Zeit mit dem Klären von Ansprüchen und Angeboten verbringen zu müssen ■ die Ausbildungszahlen für Pflegefachkräfte weiter steigern ■ die Quartiersentwicklung verdreifachen, damit Menschen perspektivisch überall in NRW auch im Alter sowie mit Pflege und Unterstützungsbedarf dort leben bleiben können, wo sie immer gelebt haben SOZIALE TEILHABE UND ARMUTSBEKÄMPFUNG Jeder Mensch hat das Recht auf Bildung, Gesundheitsversorgung, Wohnraum, Mobili tät, Kultur und die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit.
#2871Nach wie vor gibt es aber viele Barrieren, was die gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben oder die Selbstbestimmung betrifft.
#2872Grüne Sozialpolitik schafft die Voraussetzungen für die gerechte Verteilung von Gütern, sie schafft hochwertige und individuelle Ange bote, an denen alle teilhaben können.
#2873Grüne Sozialpolitik steht außerdem für eine sanktionsfreie, armutsfeste Existenzsicherung, so dass Menschen individuell und frei über ihr Leben entscheiden können.
#2874Wir ermutigen und befähigen sie, ihre Chancen wahrzunehmen.
#2875An diesem Leitbild werden wir auch weiterhin unsere Politik für NRW ausrichten, denn kein Mensch soll vernachlässigt und von der Gesellschaft zurückge wiesen werden.
#2876Wer arm ist, kann viele gesellschaftliche Angebote nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen.
#2877Das beinhaltet insbesondere den Zugang zu Bildung, Ausbildung und dem Arbeitsmarkt sowie zu umfassender Gesundheitsversorgung.
#2878Dies gilt auch für die stei gende Zahl an Geflüchteten in Nordrhein-Westfalen, für die zur Gesundheitsversorgung auch spezielle Angeboten für traumatisierte Menschen gehören.
#2879Teilhabe bedeutet aber auch Barrierefreiheit.
#2880Grüne Politik will Selbstbestimmung und individuelle Wahlmöglichkeiten eröffnen.
#2881Wir wollen Menschen mit Behinderung keinen Lebensweg vorgeben.
#2882Unser Ziel ist es vielmehr, Nachteile auszugleichen, damit eine eigenständige Entwicklung und eine selbstbestimmte Lebensgestaltung möglich sind.
#2883Dazu gehören das Recht auf eine eigene Familie, auf Partnerschaft und sexuelle Selbstbestimmung genauso wie das Recht auf Beschäftigung, auf einen angemessenen Lebensstandard, sozialen Schutz und auf Teilhabe am öffentlichen und kulturellen Le ben.
#2884Vor allem bedeutet Teilhabe aber auch den gleichen Zugang zu Bildung und damit das Anrecht auf Unterricht im Regelschulsystem (Inklusion).
#2885Nicht zuletzt ist es eine Aufgabe der Gesellschaft, den Schutz vor Gewalt, Ausbeutung und Missbrauch für alle Menschen zu gewährleisten, gerade dann, wenn sie besonderen Schutz benötigen.
#2886Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Wichtige sozialpolitische Akzente der Jahre 2010 bis 2017 waren die Weiterführung der „Sozialberichterstattung“ und des Landesprogramms „Hilfen für Wohnungslose“ sowie die konzeptionelle Weiterentwicklung bei der Umsetzung des „Bildungs und Teilhabe pakets“.
#2887Im Sinne einer „Strategischen Sozialplanung“ wurde ein Netzwerk zur Unter stützung eines sozialraumorientierten Planungsprozesses in den Kommunen aufgebaut.
#2888Durch Grüne Initiative entstanden Beratungs und Unterstützungseinrichtungen – wie die Kompetenzzentren für selbstbestimmtes Leben und das Aktionsprogramm „Ob dachlosigkeit verhindern – Weiterentwicklung der Hilfen in Wohnungsnotfällen“.
#2889Das NRW-Sozialticket unterstützt die Teilhabe an der Mobilität.
#2890Ein Förderprogramm zur So zialarbeit an Schulen sowie die Programme „Kein Kind zurücklassen“ und „Alle Kinder essen mit“ haben einen entscheidenden Beitrag zum Nachteilsausgleich bei Kindern und Jugendlichen geleistet.
#2891Mit dem Aktionsplan „NRW inklusiv“ und der Umsetzung der UN-Behindertenrechts konvention durch das Inklusionsstärkungsgesetz sind wir dem Ziel näher gekommen, Teilhabe auch für Menschen mit Behinderung umfassend zu gewährleisten.
#2892Weitere In strumente auf diesem Weg waren und sind die Frühförderung von Kindern mit Behin derung und die Aufstockung der Förderung und die Weiterentwicklung der Arbeit der Betreuungsvereine.
#2893Der „Hilfsfonds für Opfer von Unrecht und Misshandlungen in der Heimerziehung sowie Psychiatrien und Behinderteneinrichtungen“ trägt dazu bei, Entschädigung für Fehler der Vergangenheit zu gewährleisten und Verantwortung anzunehmen.
#2894Armut vermeiden – in allen Lebenslagen Unser Ziel ist klar: Wir wollen Armut in allen Lebenslagen vermeiden.
#2895Aus diesem Grund werden wir in der nächsten Legislaturperiode Angebote und Maßnahmen zur Armuts vermeidung weiter ausbauen und zielgruppengerecht ausrichten.
#2896Unterstützung und Hilfe sollen insbesondere im Sozial und Lebensraum der Menschen angeboten wer den.
#2897Die Förderung der sozialen Arbeit an Schulen und im Quartier sowie die anderen Programme zur Armutsvermeidung werden wir fortführen und weiterentwickeln.
#2898Dabei sollen insbesondere emanzipatorisch ausgerichtete Hilfen und Unterstützungen, die die Menschen stärken und ihre Kompetenzen fördern, im Vordergrund stehen.
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