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vom 16.03.2026 PDF
#2891
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Mit dem Aktionsplan „NRW inklusiv“ und der Umsetzung der UN-Behindertenrechts konvention durch das Inklusionsstärkungsgesetz sind wir dem Ziel näher gekommen, Teilhabe auch für Menschen mit Behinderung umfassend zu gewährleisten.
#2892Weitere In strumente auf diesem Weg waren und sind die Frühförderung von Kindern mit Behin derung und die Aufstockung der Förderung und die Weiterentwicklung der Arbeit der Betreuungsvereine.
#2893Der „Hilfsfonds für Opfer von Unrecht und Misshandlungen in der Heimerziehung sowie Psychiatrien und Behinderteneinrichtungen“ trägt dazu bei, Entschädigung für Fehler der Vergangenheit zu gewährleisten und Verantwortung anzunehmen.
#2894Armut vermeiden – in allen Lebenslagen Unser Ziel ist klar: Wir wollen Armut in allen Lebenslagen vermeiden.
#2895Aus diesem Grund werden wir in der nächsten Legislaturperiode Angebote und Maßnahmen zur Armuts vermeidung weiter ausbauen und zielgruppengerecht ausrichten.
#2896Unterstützung und Hilfe sollen insbesondere im Sozial und Lebensraum der Menschen angeboten wer den.
#2897Die Förderung der sozialen Arbeit an Schulen und im Quartier sowie die anderen Programme zur Armutsvermeidung werden wir fortführen und weiterentwickeln.
#2898Dabei sollen insbesondere emanzipatorisch ausgerichtete Hilfen und Unterstützungen, die die Menschen stärken und ihre Kompetenzen fördern, im Vordergrund stehen.
#2899Wir wollen die Hilfen für Menschen in prekären Lebenslagen weiter verbessern und sie vor allem quartiersorientiert ausbauen.
#2900So werden wir unter anderem das „Aktions programm Obdachlosigkeit verhindern“ fortführen und gendersensibel ausgestalten.
#2901Wir kritisieren zudem seit langem, dass die Hartz-IV-Leistungen nicht armutsfest sind, sondern oft bürokratisch und zudem stigmatisierend.
#2902Hartz IV verhindert eine gleichbe rechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
#2903Deshalb brauchen wir eine neue, unbü rokratische und armutsfeste Grundsicherung ohne Sanktionen, dafür werden wir uns auf Bundesebene einsetzen.
#2904Dazu gehören Maßnahmen wie ein deutlich höherer Regelsatz und die Einführung einer Kindergrundsicherung, bei der dem Staat alle Kinder gleich viel wert sind und mit der Kinder und Familienarmut systematisch bekämpft wird.
#2905Das gilt insbesondere für Alleinerziehende.
#2906Auch wenn die Menschen heute im Alter im Durchschnitt ein deutlich höheres Ein kommen haben als in früheren Jahrzehnten, ist die Einkommenssituation der Älteren sehr unterschiedlich.
#2907Armut im Alter ist auch heute vielerorts sichtbar.
#2908Dabei sind älte- re Frauen viel häufiger von Armut betroffen als Männer.
#2909Aufgrund der vielen prekären Beschäftigungsverhältnisse und der unsteten Erwerbsbiografien vieler heute ist damit zu rechnen, dass in den kommenden Jahren die Zahl der Menschen, die im Alter am Exis tenzminimum leben müssen, deutlich ansteigen wird.
#2910Deshalb setzen wir uns dafür ein, prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu beseitigen, und werden uns auf Bundesebene für eine bessere soziale und finanzielle Absicherung im Alter einsetzen.
#2911Hierzu gehören unter anderem die Stabilisierung des Rentenniveaus, eine Garantierente oberhalb der Grundsicherung ohne Anrechnung betrieblicher und privater Vorsorge und perspekti visch eine Rente auf Basis einer starken Bürgerversicherung für alle.
#2912Neben der materiellen Grundsicherung muss auch eine hochwertige Infrastruktur geschaffen und erhalten werden, um die persönlichen Voraussetzungen für eine Teilha be zu schaffen.
#2913Investitionen in die Infrastruktur, beispielsweise in Bibliotheken, Volks hochschulen, Jugendzentren oder Schwimmbäder, helfen auch, Wachstum zu schaffen.
#2914Denn soziale Infrastruktur bedeutet gesellschaftlichen Mehrwert.
#2915Sie ist ressourcen schonender als individueller Konsum.
#2916Sie schafft Arbeitsplätze und schont die Mittel derjenigen, bei denen sie am knappsten sind.
#2917Daher richten wir klare Forderungen auch an den Bund: Die Finanzierung der kom munalen Daseinsfürsorge muss dauerhaft gesichert werden.
#2918Hierzu zählen die aktive Wirtschaftsförderung und die aktive Arbeitsmarktpolitik, um wohnortnahe Beschäf tigungsmöglichkeiten zu erhalten und zu schaffen, sowie ein ÖPNV-Angebot, das die Fahrt zum Arbeitsplatz überhaupt ermöglicht.
#2919Teilhabe fördern Selbstbestimmt zu leben in der eigenen Häuslichkeit darf nicht vom Geldbeutel ab hängig sein.
#2920Deshalb brauchen wir ein gutes Angebot an bezahlbarem Wohnraum auch für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderung.
#2921Schon seit langer Zeit setzen wir GRÜNE uns dafür ein, dass die Kosten für selbständiges Wohnen mit einer umfassenden Unterstützung und Pflege auch dann übernommen werden, wenn sie über denen einer Heimunterbringung liegen (Aufhebung des Kostenvorbehalts), denn die bestehende Re gelung verletzt die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention (Artikel 19).
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