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vom 16.03.2026 PDF
#2924
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Dies gilt auch für Menschen, die rund-um-die-Uhr-Un terstützung benötigen.
#2925Um dies zu gewährleisten, werden wir die notwendigen Rahmenbedingungen für geschlechter und generationengerechte Konzepte schaffen und die Angebote und Ein- richtungen fördern, die der kulturellen Vielfalt der Bevölkerung und der Gesellschaft entsprechen.
#2926Dafür werden insbesondere Angebote für Mädchen und Frauen mit Be hinderungen benötigt.
#2927Diese müssen doppelte Barrieren überwinden einerseits ist für sie der Zugang zum Arbeitsmarkt besonders schwierig, andererseits die Gefahr deutlich größer, Opfer von Gewalt zu werden.
#2928Deshalb benötigen diese Frauen und Mädchen besondere Angebote der Gewaltprävention.
#2929Ausgehend von der UN-Behindertenrechtskonvention unterstützen wir die Entwick lung hin zu einem inklusiven Gemeinwesen, bei dem die Kommunen, Stadtteile und Quartiere so gestaltet werden, dass alle Menschen – mit und ohne Behinderungen – gleichberechtigt im Quartier leben, am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und ihnen im Bedarfsfall eine Versorgung im Wohnumfeld gesichert werden kann.
#2930Wesentlich im Rahmen dessen wird die Realisation von Barrierefreiheit sein, nicht zur im baulichen Bereich, sondern auch bei der Kommunikation und beim Zugang zur sozialen und wirt schaftlichen Umwelt.
#2931Selbstbestimmung und Teilhabe dürfen auch dann nicht enden, wenn die Lebenssituation besonders herausfordernd bereithält ist.
#2932Das Bundesteilhaberecht muss Selbstbestimmung, Wunsch und Wahlrecht sicher stellen.
#2933Wir GRÜNE setzen uns mit Nachdruck dafür ein, dass das Wunsch und Wahlrecht der Menschen mit Behinderung gestärkt wird.
#2934Die selbstbestimmte Entscheidung über den Wohnort, die Wohnform und die Gestaltung von sozialen Kontakten muss gesichert sein.
#2935Das bedeutet auch, dass hier eine gemeinsame Leistungserbringung (Pooling) nicht gegen die Zustimmung der betroffenen Menschen erfolgen darf.
#2936Zudem muss je de*r je nach individuellem Bedarf und unabhängig vom Lebensalter einen gesicherten Anspruch auf Leistungen der Eingliederungshilfe und Pflege haben und diese auch er halten.
#2937Menschen mit Behinderung, die zur Teilhabe Unterstützung benötigen, müssen auch weiterhin die erforderlichen Leistungen erhalten, auch wenn sie diese nur für ein zelne Lebensbereiche oder nur zeitweise benötigen.
#2938Wir setzen uns dafür ein, dass bei der Leistungserbringung keine Fokussierung auf Billiganbieter erfolgt, da dies zu einer Preisspirale nach unten und damit zu einer Aushöhlung der Tarifvereinbarungen führen würde, was auch eine Absenkung der Arbeitsqualität der befürchten ließe.
#2939Wir setzen uns für einen vollständigen Verzicht auf die Anrechnung von Einkommen und Vermögen bei der Gewährung von Eingliederungshilfe ein.
#2940Darüber hinaus wollen wir die Entwicklung von Beratungs und Beteiligungsgremien zur Umsetzung der Inklusion vor Ort unterstützen.
#2941Dabei ist es wichtig, dass die Inter essenvertretungen in die kommunale politische Arbeit einbezogen werden.
#2942Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sollen einen gleichberechtigten und barrierefreien Zugang zu den demokratischen Entscheidungsprozessen erhalten.
#2943In diesem Sinne ist es notwendig, aktiv eine Kultur zu schaffen, in der die politische Mitgestaltung von Menschen mit Behinderung vor Ort ermöglicht, gewollt und gemacht wird.
#2944Hierbei sind insbesondere kommunikative Barrieren durch die Anwendung der Deutschen Gebärdensprache oder der sogenannten Leichten Sprache (vereinfachte Sprache) zu überwinden.
#2945Im Sinne der gesellschaftlichen Inklusion muss die Deutsche Gebärdensprache Allge meingut und die Lehre und Ausbildung zu Gebärdensprachdolmetscher*innen ausgewei tet werden.
#2946Unsere Zukunftsperspektive ist, dass auch Kitas und Schulen entsprechenden Unterricht zum Spracherwerb anbieten.
#2947Wir wollen den Aufbau eines flächendeckenden Netzes von Gebärdensprachdolmetscher*innen fördern.
#2948In der kommenden Legislatur periode wollen wir die Rahmenbedingungen für die Arbeit zur Gewinnung und Beglei tung ehrenamtlicher Betreuer*innen weiter verbessern und die Weiterentwicklung der Arbeit der Betreuungsvereine unterstützen.
#2949Auch deshalb sehen wir die Novellierung des Betreuungsrechts als eine zentrale Aufgabe an – insbesondere vor der Zielsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
#2950Betreuung muss originär das Ziel haben, die Men schen zu befähigen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.
#2951Wir wollen hin zu einer Begleitung, die eine weitestgehende Selbstbestimmung anstrebt.
#2952Hier ist der Bund ge fordert, einen Paradigmenwechsel einzuleiten und auch finanziell zu unterlegen.
#2953Soziale Teilhabe – das wollen wir GRÜNE: ■ Armut vermeiden und ihre Ursachen angehen ■ inklusive und integrierende Sozialraumentwicklung ■ Teilhabe und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung ■ das Betreuungsrecht novellieren NRW – DAS LAND DER GUTEN ARBEIT 9,18 Millionen Erwerbstätige – in NRW haben mehr Menschen Arbeit als je zuvor.
#2954Wir GRÜNE sind der Motor dafür, dass in Nordrhein-Westfalen Jobs mit Zukunft entstehen.
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