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vom 16.03.2026 PDF
#2975
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Die heutigen Minijobs müssen in sozi alversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt werden, damit von Anfang an jede Stunde sozialversichert wird und die Beschäftigten Ansprüche gegen über den Sozialversicherungen geltend machen können.
#2976Arbeit statt Arbeitslosigkeit finanzieren Wir wollen die öffentlich geförderte Beschäftigung ausbauen.
#2977Wir wollen mehr Stel len schaffen, mehr Menschen fördern und die Zeit der Unterstützung verlängern.
#2978Auf Bundesebene setzen wir uns weiter dafür ein, dass der Soziale Arbeitsmarkt als Regelinstrument in das Sozialgesetzbuch II (SGB II) aufgenommen und über einen Pas siv-aktiv-Transfer mitfinanziert wird.
#2979Insgesamt muss die Arbeitsförderung erleichtert werden, indem wir die Förderprogramme stärker miteinander abstimmen, dafür sorgen, dass sich Förderkriterien nicht ständig verschlechtern und weitere bürokratische Hürden aufgebaut werden, und indem wir die Programme bei Arbeitgeber*innen und Arbeitneh mer*innen stärker bekannt machen.
#2980Die Arbeitsförderung muss auch für das Arbeiten im digitalen Wandel in der Industrie und in Dienstleistungsbranchen qualifizieren.
#2981Für Menschen, die Leistungen nach dem SGB II beziehen, besteht das Risiko, mit Leis tungskürzungen sanktioniert zu werden.
#2982Dieses Risiko macht krank und ist auch eine Motivationsbremse.
#2983Sanktionen müssen daher abgeschafft werden, auch weil Kürzun gen unterhalb des Existenzminimums unmenschlich sind.
#2984Um die vielfältigen Benachteiligungen von Frauen im Arbeitsleben abzubauen, wol len wir außerdem erfolgreiche Förderprogramme wie „Wiedereinstieg – Frauen zurück in den Beruf“ und die Kompetenzzentren „Frau & Beruf“ weiterführen und ausbauen.
#2985Wir setzen uns außerdem für eine weitere Förderung der Arbeitslosenzentren und -beratungsstellen in NRW ein.
#2986Inklusiver Arbeitsmarkt Jedem Menschen mit Behinderung muss gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeit und Ausbildung ermöglicht werden.
#2987Die UN-Behindertenrechtskonvention spricht Men schen mit Behinderung das gleiche Recht auf Arbeit und die Möglichkeit zu, ihren Le bensunterhalt selbst zu verdienen.
#2988Damit allen Menschen mit Behinderung in NRW gesellschaftliche Teilhabe durch Arbeit ermöglicht werden kann, wollen wir die Integ rationsunternehmen als Alternative zu den Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) weiter ausbauen.
#2989Den über 70.
#2990Menschen in den Werkstätten in NRW wollen wir mehr und vielfäl tigere Chancen der Teilhabe eröffnen.
#2991Wir wollen echte Wahlfreiheit für Menschen mit Behinderung bei der Arbeitsplatzwahl.
#2992Hier gilt es, das „Budget für Arbeit“ weit mehr Menschen als bisher zu öffnen und die Anzahl der Menschen mit Behinderung in öffent lichen und privaten Betrieben deutlich zu erhöhen.
#2993Wir werden die Schaffung von alternativen inklusiven Arbeitsmöglichkeiten für Men schen mit Behinderung außerhalb von Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) mit dem Ziel der sozialversicherungspflichtigen, tariflich entlohnten und dauerhaften Beschäftigung unterstützen.
#2994Um den Weg dahin zu erleichtern, werden wir auch die Schaffung von zusätzlichen, gut begleiteten Außenarbeitsplätzen für WfbM-Beschäftig te in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes fördern.
#2995Ferner wollen wir durch die Schaffung von weiteren inklusiven Ausbildungsstätten Menschen mit Behinderung den Start in das Berufsleben erleichtern und ermöglichen.
#2996Unser Ziel ist ein echter inklusiver Arbeitsmarkt ohne Trennung zwischen Arbeitslosen mit oder ohne Behinderungen oder psychischen Erkrankungen.
#2997Hemmnisse bei der Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen beseitigen Menschen, die zu uns geflohen sind, wollen und brauchen Arbeit.
#2998ber Arbeit gelingt Teilhabe und Eigenverantwortung wird angestoßen.
#2999Im Zentrum der Bemühungen müs sen zunächst schulische und berufliche Qualifizierungen stehen.
#3000Nur dann wird die Ver mittlung in Arbeit auch nachhaltig Erfolg haben.
#3001Wir wollen deshalb das Arbeitsverbot und die Vorrangprüfung bei der Arbeitsagentur dauerhaft und flächendeckend abschaf fen und ganzheitliche Arbeitsmarktprogramme für Flüchtlinge auflegen, die neben Ar beit auch Bildung und sozialpädagogische Begleitung beinhalten.
#3002Die im Pflegebereich erfolgreich eingesetzten Module „Spracherwerb“, „Schulabschluss“, „Qualifizierung“ und „Ausbildung/Studium“ wollen wir auch auf die Arbeitsmarktintegration zugewanderter Frauen in anderen Berufen ausdehnen, bei denen ein erhöhter Fachkräftebedarf besteht.
#3003Ausbildung fördern – Ausbildungsplatzabgabe einführen Nach wie vor gibt es in NRW in manchen Regionen und für manche Berufe zu wenige Ausbildungsplätze.
#3004Die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen greift nicht.
#3005Nur jeder vierte Betrieb in NRW bildet aus.
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