Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 16.03.2026 PDF
#2998
ber Arbeit gelingt Teilhabe und Eigenverantwortung wird angestoßen.
#2999
Im Zentrum der Bemühungen müs sen zunächst schulische und berufliche Qualifizierungen stehen.
#3000
Nur dann wird die Ver mittlung in Arbeit auch nachhaltig Erfolg haben.
#3001
Wir wollen deshalb das Arbeitsverbot und die Vorrangprüfung bei der Arbeitsagentur dauerhaft und flächendeckend abschaf fen und ganzheitliche Arbeitsmarktprogramme für Flüchtlinge auflegen, die neben Ar beit auch Bildung und sozialpädagogische Begleitung beinhalten.
#3002
Die im Pflegebereich erfolgreich eingesetzten Module „Spracherwerb“, „Schulabschluss“, „Qualifizierung“ und „Ausbildung/Studium“ wollen wir auch auf die Arbeitsmarktintegration zugewanderter Frauen in anderen Berufen ausdehnen, bei denen ein erhöhter Fachkräftebedarf besteht.
#3003
Ausbildung fördern – Ausbildungsplatzabgabe einführen Nach wie vor gibt es in NRW in manchen Regionen und für manche Berufe zu wenige Ausbildungsplätze.
#3004
Die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen greift nicht.
#3005
Nur jeder vierte Betrieb in NRW bildet aus.
#3006
Wir wollen deshalb nach dem erfolgreichen Modell im Bereich der Altenpflegeausbildung auch in anderen Bereichen eine Ausbil dungsplatzabgabe einführen.
#3007
Natürlich müssen bei der Übertragung dieses Modells auf andere Branchen deren spezifische Besonderheiten berücksichtigt werden.
#3008
Dabei zahlen Unternehmen in einen Ausbildungsfonds ein, aus dem betriebliche und vollzeitschuli sche Ausbildungsplätze finanziert werden.
#3009
Wer ausbildet, erhält Geld aus diesem Fonds.
#3010
Gerade kleinere Unternehmen haben oft nicht die Möglichkeit, allein auszubilden, da sie nicht alle notwendigen Ausbildungsabschnitte sicherstellen können.
#3011
Damit die se Ausbildungskapazitäten nicht ungenutzt bleiben, wollen wir, dass Betriebe stärker zusammenarbeiten und gemeinsam im Rahmen der Verbundausbildung aktiv werden.
#3012
Gute Arbeit – das wollen wir GRÜNE: ■ jedem Menschen, mit oder ohne Behinderung, die Förderung und Unterstützung geben, die nötig ist, um den eigenen Lebensunterhalt selbst zu verdienen ■ prekären Beschäftigungsverhältnissen entgegenwirken ■ echte Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt herstellen ■ den sozialen und inklusiven Arbeitsmarkt ausbauen ■ mehr Ausbildungsplätze sichern und die Verbundausbildung fördern ZURÜCK ZUR ZEITSOUVERÄNITÄT Zeit ist wertvoll und wird angesichts der Beschleunigung und Verdichtung unseres Lebens immer knapper.
#3013
Immer mehr Anforderungen, Ansprüche und Wünsche wollen erfüllt und miteinander in Einklang gebracht werden.
#3014
Im Kern bedeutet das auch, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu realisieren, Zeit für die Kindererziehung sowie Angehörigen pflege zu haben, aber auch für die Erwerbstätigkeit und die Karriere.
#3015
In unterschiedlichen Lebensphasen haben die Menschen unterschiedliche Bedürfnisse an die Arbeitszeit.
#3016
Wir wollen die gleichberechtigte Aufteilung von Arbeit und Familie ermöglichen.
#3017
Grüne Zeit politik schafft die Voraussetzungen dafür, dass Menschen Souveränität über ihre Zeit zu rückerhalten.
#3018
Das muss für alle gelten und darf keine Frage des Einkommens sein.
#3019
Arbeitszeit gestalten – Arbeit an die Lebenssituation anpassen In unterschiedlichen Lebensphasen bestehen unterschiedliche Arbeitszeitbedürfnisse.
#3020
Die gleichberechtigte Aufteilung von Arbeit, Weiterbildung und Familie muss ermög licht werden.
#3021
Wir werden deshalb Familien, die sich gleichberechtigt um die Erziehung und Pflege sowie um den Familienunterhalt kümmern wollen, unterstützen.
#3022
Wir setzen uns bei Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen für familienfreundliche Arbeits zeitmodelle (zum Beispiel temporäre Stundenreduzierung, Arbeitsplatzteilung, Arbeits zeitkonten) ein.
#3023
Start-Förderung für kommunale Zeitbüros Um in den Kommunen „Zeit zu schaffen“, wollen wir die Gründung kommunaler Zeitbü ros unterstützen.
#3024
Sie sollen die Zeitbedürfnisse der Akteur*innen vor Ort, von Bürger*in nen, Unternehmen, ÖPNV-Anbietern, Schulen, Kitas und Dienstleistern ermitteln und harmonisieren.
#3025
Wo brauchen Eltern welche Kita-Öffnungszeiten.
#3026
Können Busfahrpläne in Stoßzeiten optimiert werden, um Familien mit schulpflichtigen Kindern zu helfen, Zeit zu sparen.
#3027
Könnte die Müllabfuhr anders getaktet werden, um den Berufsverkehr zu entlasten.
#3028
Damit sich kommunale Zeitbüros diesen und weiteren Fragen widmen kön nen, wollen wir, dass das Land einen Wettbewerb ausschreibt und den Start innovativer Konzepte finanziert.


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