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vom 17.03.2026 PDF
#3111
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Außerdem haben wir die Hürden für Bür- gerbegehren und -entscheide gesenkt, um mehr direkte Demokratie zu ermöglichen.
#3112Für Volksbegehren auf Landesebene haben wir die Verfahren deutlich erleichtert.
#3113Wahlrecht – neue Ideen für den Wahltag Die sinkende Wahlbeteiligung und die steigende Anzahl von nicht wahlberechtigten Einwohner*innen ohne deutsche oder EU-Staatsbürgerschaft machen aus unserer Sicht weitere Reformen des Wahlrechts nötig.
#3114Denn die zentrale Form der Beteiligung der Bürger*innen an der Gestaltung unseres Landes ist und bleibt die Stimmabgabe am Wahltag.
#3115Wir wollen daher das Kommunalwahlrecht weiter demokratisieren und das Kumulie ren (mehrere Stimmen pro Kandidat*in) und Panaschieren (Stimmenverteilung auf ver schiedene Kandidat*innen) ermöglichen.
#3116Die Erfahrungen aus anderen Bundesländern zeigen, dass so die Abhängigkeit der Kandidat*innen von Parteien sinkt, während die Einflussmöglichkeiten der Wähler*innen auf das Personalangebot steigt.
#3117Wir setzen uns trotz der 2016 im Landtag an CDU und FDP gescheiterten Verfas sungsreform weiterhin dafür ein, dass das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 Jahre gesenkt wird.
#3118Auch Jugendliche müssen die Möglichkeit haben, auf die Gestaltung der Gesellschaft und ihres Lebens politisch Einfluss zu nehmen.
#3119Wir werden uns dafür einsetzen, dass Ausländer*innen aus EU-Staaten das Land tagswahlrecht und Ausländer*innen aus Nicht-EU-Staaten das kommunale Wahlrecht erhalten.
#3120Aus unserer Sicht wäre das ein entscheidender Beitrag zu einer gelingenden Integration.
#3121Wir wollen außerdem dafür sorgen, dass Frauen in den Parlamenten und kommuna len Selbstverwaltungsorganen gleichwertig repräsentiert sind.
#3122Deshalb werden wir die Umsetzungsmöglichkeiten einer sogenannten Parité-Regelung für die Aufstellung von Kandidat*innen für die Landtags und Kommunalwahlen prüfen.
#3123Aus unserer Sicht sind Quotenregelungen, die eine paritätische Besetzung von Kandidat*innenenlisten vorge ben, verfassungsrechtlich geboten.
#3124Die faire und gleichberechtigte Teilhabe beider Ge schlechter an unserer Demokratie muss endlich umgesetzt werden.
#3125Wir wollen für den Landtag und die Landesverwaltung ein Lobby-Transparenzregister einführen, das auch die Finanzierung der jeweiligen Lobbygruppe transparent macht.
#3126Das Einholen externen Sachverstands ist zwar in der Gesetzgebung von großer Bedeu tung, muss aber für die Bevölkerung nachvollziehbar sein.
#3127Mehr Transparenz im Bundesrat Das Abstimmungsverhalten der Bundesländer im Bundesrat ist für die Bürger*innen kaum nachvollziehbar.
#3128Wir wollen die Voten unseres Bundeslandes im Plenum und in den Ausschüssen transparent und einfach zugänglich machen.
#3129Im Bundesrat werden wir eine Initiative ergreifen, die Abstimmungen und Verfahren insgesamt transparent zu machen.
#3130Bürger*innenbeteiligung und digitale Demokratie Demokratie ist mehr, als wählen zu gehen.
#3131Einerseits stärken wir unsere repräsentative Demokratie, andererseits wollen wir aber auch niedrigschwellige Beteiligungsmöglich keiten schaffen, um alle Menschen in Nordrhein-Westfalen an Entscheidungsprozessen zu beteiligen.
#3132Wir GRÜNE setzen uns für Mitbestimmungsmöglichkeiten durch Volksinitiativen, Volksbegehren und Volksentscheide auf Landesebene ein.
#3133Wir wollen diese Instrumente attraktiver gestalten und die Volksinitiative stärken, indem die bei einer Volksinitiati ve gesammelten Unterschriften direkt für ein Volksbegehren angerechnet werden.
#3134Bei Volksbegehren wollen wir die Unterschriftenhürde deutlich senken und bei Volksent scheiden die Abstimmungshürde ebenfalls absenken.
#3135Wir wollen direkte Demokratie auch zu haushaltswirksamen Fragen ermöglichen.
#3136Für Gesetze, die im Wege einer Volks abstimmung beschlossen wurden, wollen wir Schutzklauseln einführen.
#3137Auch auf kommunaler Ebene wollen wir die Bürgermacht stärken.
#3138Wir fordern, Bür gerbegehren zu Großprojekten zu ermöglichen und die Einreichungsfrist für Bürgerbe gehren gegen Ratsbeschlüsse zu streichen.
#3139Wir haben die Quoren für Bürgerbegehren und Bürgerentscheide spürbar gesenkt und wollen diesen Weg fortsetzen.
#3140Wir möchten die Möglichkeiten der Digitalisierung für eine aktive politische Parti zipation nutzen.
#3141Bürger*innenbeteiligung und Informationsfreiheit sind für uns Grund pfeiler erfolgreicher Politik.
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