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vom 16.03.2026 PDF
#298
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Die Flächenkonkurrenz wird durch den Bedarf an Gewerbeflächen sowie Wohnraum in und am Rande von Großstädten verstärkt.
#299Städtebaulich führt das dazu, dass Städte und Gemeinden in die unbesiedelten Bereiche hineinragen.
#300In schrumpfenden Regionen kommt es zu Wohnungsleerständen.
#301Um den Flächenbedarf zu decken, ist es erforder lich, geeignete Flächen in den Gemeinden und Städten des Landes zu ermitteln und gegebenenfalls aufzubereiten.
#302Die Altlastenerkundung und -sanierung wollen wir weiter vorantreiben, denn in NRW schlummern noch zahlreiche Altlasten in den Böden.
#303Sie sind eine latente Gefahr für unsere Umwelt, insbesondere unser Wasser, und sie verhindern nicht selten die Reak tivierung und Nutzung von Flächen im Innenbereich.
#304Daher wollen wir im Schulter- schluss mit der Wirtschaft noch stärker auch die Aufbereitung solcher Flächen angehen und damit aktiven Umwelt und Ressourcenschutz betreiben.
#305Um unsere Anstrengungen verstärken zu können, wollen wir die Mittel unter Beteiligung der Wirtschaft zur Altlas tensanierung deutlich aufstocken.
#306Wasser, Boden, Luft – das wollen wir GRÜNE: ■ die naturnahe Gewässerentwicklung voranbringen ■ ein Infrastrukturprojekt „Grüner Rhein“ auf den Weg bringen ■ Mikroeinträge reduzieren ■ eine NOx-Minderungsstrategie und eine Schwermetallminderungsstrategie erarbeiten ■ die Altlastensanierung und -erkundung voranbringen DAS LAND ENTWICKELN NRW ist dicht besiedelt, hoch industrialisiert und eine Verkehrsdrehscheibe in Deutsch land und Europa.
#307An den begrenzten Raum und seine Ressourcen werden vielfältige Nutzungsansprüche gestellt: die Bereitstellung von Flächen für Wohnsiedlungs und Freizeitnutzungen, für Gewerbe, Industrie und Handel, für die Verkehrs und technische Infrastruktur, die Sicherung der land und forstwirtschaftlichen Nutzungen sowie die Sicherung der Flächen für den Natur und Wasserschutz und, last, but not least, den Hochwasserschutz.
#308Mit einer nachhaltigen Landesentwicklungsplanung zielen wir darauf, diese unter schiedlichen Nutzungsansprüche bestmöglich aufeinander abzustimmen.
#309Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Die letzte Wahlperiode war für die nachhaltige Entwicklung unseres Landes ein großer Erfolg.
#310Durch die Neufassung des Landesplanungsgesetzes haben wir für verbesserte Bürger*innenbeteiligung, eine Entschlackung der Vorschriften und für starke und effekti ve Planungsprozesse gesorgt.
#311Mit dem neuen Landesentwicklungsplan (LEP) haben wir eine Vielzahl neuer Akzente gesetzt.
#312Das Fünf-Hektar-Ziel – also die Begrenzung des der zeit etwa bei neun Hektar pro Tag liegenden Flächenverbrauchs auf täglich maximal fünf Hektar – wurde für NRW eingeführt und damit erstmals in einem Landesentwicklungs plan eine Strategie gegen den weiteren Flächenverbrauch festgelegt.
#313Die Ausweisung zusätzlicher Gebiete für Windenergie, ein Fracking-Verbot, mehr Klimaschutz und eine Kategorisierung von Häfen und Flughäfen sowie die landesplanerische Absicherung ei nes zweiten Nationalparks in der Senne sind weitere Erfolge des neuen Landesentwick lungsplans (LEP).
#314Er ist ein Meilenstein für eine nachhaltige Entwicklung unseres Landes.
#315Der LEP muss nun konsequent umgesetzt werden.
#316Er hat deutlich gemacht, dass die Entwicklung unseres Bundeslandes stärker integrativ betrachtet werden muss.
#317Aus den Ergebnissen werden wir weitere Ansätze für die nachhaltige Entwicklung ableiten.
#318Auch 22 23 die Regionalpläne werden wir begleiten und eine Durchsetzung der LEP-Vorschriften erwirken.
#319Durch ein landesweites Monitoring soll sichergestellt werden, dass zukünftig Flächen nur dann als Bauland ausgewiesen werden, wenn es dafür vor Ort konkreten Bedarf gibt.
#320Langfristiges Ziel ist es, den Nettoverbrauch auf null zu senken.
#321Die Wiedernutzung von Brachflächen, die oft in Verbindung mit der Sanierung von Altlasten steht, ist in Nordrhein-Westfalen ein wichtiger Baustein für eine flächenspa rende und klimaangepasste Siedlungs und Gewerbeentwicklung.
#322Bevor weitere Frei flächen genutzt werden, gilt es intensiv zu prüfen, inwieweit vorhandene Infrastrukturen umgenutzt werden können.
#323LÄRM Lärm macht krank.
#324Lärm ist ein weit verbreiteter Stressfaktor und die Ursache für Schlaf störungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
#325In den Ballungsräumen Nordrhein-Westfa lens stellen hohe Lärmbelastungen ein erhebliches Umwelt und Gesundheitsproblem dar.
#326Etwa 1,4 Millionen Menschen sind in Nordrhein-Westfalen gesundheitsschädlichen Lärmpegeln ausgesetzt.
#327Hauptlärmquelle in den Städten ist nach wie vor der Verkehr auf der Straße und der Schiene, aber auch der Luftverkehr.
#328Viel erreicht – GRÜNE Erfolge seit 2010 Mit einer umfassenden Lärmminderungsstrategie und dem Aktionsbündnis „NRW wird leiser“ haben wir die Reduzierung des Umgebungslärms vorangetrieben.
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