Vergleich von Wahlprogrammen und Grundsatzprogrammen

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vom 17.03.2026 PDF
#3154
Das E-Government-Gesetz NRW bringt für die Bürger*innen mehr Service.
#3155
Wir wollen seinen Geltungsbereich deshalb ausweiten und auch die Kommu nen einbeziehen.
#3156
Wir wollen eine neue Verwaltungskultur im Sinne der Open-Govern ment-Philosophie flächendeckend verankern.
#3157
Wir begleiten insbesondere die Kommunen bei der digitalen Transformation ihrer Angebote.
#3158
Dabei unterstützen wir bürgernahe Verwaltungsangebote wie etwa neue Formen des Online-Bürgerservices und Online-Beteiligungsverfahren.
#3159
Dadurch stärken wir die Kommunikation mit den Menschen und helfen, Verwaltungsabläufe besser zu strukturieren.
#3160
Eine Verwaltung, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert und dabei die Entwicklungen der Digitalisierung nutzt, sorgt nicht nur für größere Zu friedenheit bei den Bürger*innen, sondern auch für effizientere Arbeitsabläufe.
#3161
Ein ungehinderter Zugang zu öffentlichen Informationen ist für uns eine Grund voraussetzung, damit sich mehr Menschen in Nordrhein-Westfalen bei Entscheidungs prozessen einbringen und am öffentlichen Leben teilhaben.
#3162
Wir haben deshalb im Rahmen der Open-Government-Strategie das Portal „Open.
#3163
NRW“ eingerichtet, das die Daten landeseigener Behörden für die Bürger*innen zugänglich macht.
#3164
Dabei gelten die Open-Data-Prinzipien, denen zufolge Daten gebündelt, maschinenlesbar, dauerhaft und kostenfrei bereitgestellt werden.
#3165
Mit der Verständigung auf ein Transparenzgesetz und dem Open-Government-Pakt NRW haben wir den ersten Schritt für einen Paradigmenwechsel – weg von der Holschuld der Bürger*innen – hin zu einer Bringschuld der Verwaltungen, geschafft.
#3166
Wir wollen diesem Anspruch sowohl auf der Landesebene als auch in den Kommunen Geltung verschaffen.
#3167
Auch zur Nutzung der digitalen Verwaltung und der Beteiligungsmöglichkeiten durch die Bürger*innen ist ein schnelles, sicheres und freies Internet eine unbedingte Voraus setzung.
#3168
Wir wollen dabei den Zugang zum Internet für alle Menschen sicherstellen, unabhängig von Alter, Bildung oder sozialem Status.
#3169
Kommunales Ehrenamt – Demokratie wächst von unten Die Bereitschaft in der Bevölkerung, ein kommunales Ehrenamt wahrzunehmen, ist seit geraumer Zeit rückläufig.
#3170
Die Arbeitsbelastung nimmt angesichts der immer komplexer werdenden Herausforderungen zu, während gleichzeitig ein solches Ehrenamt ange sichts des Zeitaufwandes für viele Menschen im erwerbsfähigen Alter unattraktiv ist.
#3171
Dies liegt beispielsweise an der schwierigen Vereinbarkeit des kommunalen Ehrenamts mit Familie und Beruf.
#3172
Kommunalvertretungen setzen sich daher vermehrt aus Studie renden, Rentner*innen sowie Mitarbeiter*innen des öffentlichen Dienstes zusammen und bilden somit keinen Querschnitt der Bevölkerung ab.
#3173
Dieser Entwicklung wollen wir entgegenwirken.
#3174
An der Gestaltung der Lebensver hältnisse vor Ort sollten sich so viele Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen und mit den unterschiedlichsten persönlichen Erfahrungen wie möglich beteiligten.
#3175
Deshalb haben wir eine Ehrenamtskommission ins Leben gerufen und damit be gonnen, ihre Ergebnisse umzusetzen.
#3176
Wir haben die Aufwandsentschädigungen für kommunale Mandatsträger*innen um 10 Prozent erhöht und zusätzliche Aufwands entschädigungen für Ausschussvorsitzende eingeführt sowie die Regelungen zum Verdienstausfall landesweit vereinheitlicht, um auch auf diesem Weg das besondere Engagement ehrenamtlicher Mandatsträger*innen anzuerkennen.
#3177
Dies waren aber nur erste Schritte, um die kommunale Demokratie als Basis unseres demokratischen Systems zu stärken.
#3178
Um unserem Anspruch an die Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt auf der einen Seite und an eine verantwortungsvolle kom munale Ratsarbeit auf der anderen Seite gerecht zu werden, braucht es eine stärkere Entlastung und Unterstützung der Ehrenamtlichen.
#3179
Diesen Weg wollen wir fortsetzen und gemessen an den auch mit der Gemeindegröße ansteigenden und sich oft weiter differenzierenden Anforderungen unterschiedliche Wege der Unterstützung prüfen und umsetzen.
#3180
Dabei steht für kleinere Kommunen die verbesserte Ausstattung der Frak tionsgeschäftsstellen im Vordergrund, während in Großstädten eine Teilprofessionali sierung der bisher ehrenamtlichen Tätigkeit sinnvoll ist.
#3181
Hierzu wollen wir umgehend konkrete Modelle entwickeln und umsetzen.
#3182
Wir werden außerdem die Beteiligungsmöglichkeiten verbessern und ein Rede und Antragsrecht für Vertreter*innen der Jugendparlamente sowie der Seniorenbeiräte und Integrationsräte in den kommunalen Vertretungen einführen.
#3183
Dadurch werden die Ju gendparlamente und Beiräte gestärkt und ihre Arbeit noch besser mit den Kommu nalparlamenten vernetzt.
#3184
Wir wollen außerdem prüfen, inwieweit den Mitgliedern der Integrationsräte eine Aufwandsentschädigung gezahlt werden kann.


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